Meldung | Bildung 07.03.2011

So werden Ressourcen geschont!

Schmeckt Kunststoff bald süß? Das wohl nicht. Aber er könnte künftig aus Zucker statt aus Erdöl hergestellt werden. Das hat Tobias Pickert aus Recklinghausen herausgefunden und mit seinem Projekt „Furan-2,5-dicarbonsäure basierend auf Zuckern – Zukünftiger Erdölersatz für die Chemieindustrie?“ auch gleich die Juroren beim Vorentscheid an der RWTH Aachen überzeugt. Gemeinsam mit Claudia Fischer, Victor Brosius und Nina Neser aus Ludwigshafen (Thema: Leindotter im Tank?) sowie Sabrina Schönberger, Andreas Bartl und Michael Schobesberger aus dem österreichischen Wels (Herstellung von Bioethanol mit immobilisierten Hefezellen und immobilisierten Hefeenzymen) wird er seine Arbeit Anfang April beim Finale des Schülerwettbewerbs in München präsentieren.

Dort treffen die drei Gewinner(teams) aus Aachen auf die erfolgreichen Teilnehmer der Vorentscheide an der TU Berlin und der TU München. In Berlin konnten sich die Goslarer Schülerinnen Carina Tetzlaff und Katharina Vollheyde mit ihrer Arbeit „Untersuchung eines faserverstärkten Werkstoffes aus Polymilchsäure und Brennnesseln“ sowie Dennis Kreuzmann, Johannes Czerny und Clemens Schütz aus Wittenberge (Alternative Fettspaltung durch Mikroorganismen) qualifizieren. Komplettiert werden die Berliner Finalisten durch Nico Pareja Schmidt, Lisa Anna Matthiesen und Marco Danilo Martin von der Deutsche Schule Las Palmas, die ihr Projekt „Bewirtschaftung von Ökobananen auf den Kanarischen Inseln“ ebenfalls im SiemensForum vorstellen werden.

In München sicherten sich Simon Kollross (Die Veränderungen des Oberen Bayerischen Waldes durch die Nutzung von Holz als Energieträger), Patricia Wienert (Japanknöterich als alternative Energiepflanze zum Mais) und die beiden Leipziger Marvin Franke und Christian Müller (Optimierung der Energieversorgung durch Ameisenheuristiken) einen Platz im Finale. Alle Teilnehmer(teams) erhielten für ihre Forschungsarbeit einen Scheck in Höhe von 2.500 Euro. Die betreuenden Lehrkräfte wurden mit je 1.500 Euro für ihren Fachbereich belohnt. Im Finale winken dann Preisgelder im Gesamtwert von rund 60.000 Euro.

Insgesamt hatten sich 400 Schülerinnen und Schüler für den diesjährigen Wettbewerb zum Thema „Heute schon(en). An morgen denken! Ressourcen intelligent nutzen“ angemeldet. 116 Arbeiten aus sechs Ländern wurden schließlich eingereicht und an den Partner-Universitäten begutachtet.