Pressemitteilung | Bildung 02.03.2011

Pilze, Brennnesseln und Bananen – das sind die Berliner Zutaten für das Finale beim Schülerwettbewerb 2011

Wie kann man Ressourcen sinnvoller einsetzen? Indem man Hefepilze für die industrielle Fettspaltung nutzt, Kunststoffe mit Brennnesselfasern verstärkt oder auf den Kanaren ökologische Bananenplantagen betreibt. Für  diese drei Forschungsprojekte entschieden sich die Juroren der TU Berlin beim gestrigen Vorentscheid des Schülerwettbewerbs der Siemens Stiftung. Die insgesamt acht Schülerinnen und Schüler aus Wittenberge, Goslar und von der spanischen Insel Gran Canaria haben sich damit für das Finale vom 02. bis 04. April 2011 in München qualifiziert. Dort treten sie gegen die Gewinner der Vorentscheide an der TU München und der RWTH Aachen an.

„Ich bin jedes Jahr aufs Neue überrascht, wie ausgefeilt die Projekte sind“, sagte Dr. Gabriele Wendorf, 3. Vizepräsidentin der TU Berlin. „Die Teilnehmer machen sich viele Gedanken und stehen hinter ihren Ideen – das merkt man in jeder Arbeit.“

Auch Juror Prof. Dr. Frank Behrendt, Leiter des Fachgebietes Energieverfahrenstechnik und Umwandlungstechniken regenerativer Energien an der TU Berlin, war zufrieden: „Bei einem so umfangreichen Thema wie Ressourcenschonung ist es manchmal schwer, sich auf einen konkreten Aspekt zu konzentrieren. Die diesjährigen Teams haben hier aber
wirklich fokussiert gearbeitet.“


Im Finale 2011 vertreten sind Johannes Czerny, Clemens Schütz und Dennis Kreuzmann vom Marie-Curie-Gymnasium in Wittenberge (Thema: Alternative Fettspaltung durch Mikroorganismen), Lisa Anna Matthiesen, Marco Danilo Martin und Nico Pareja Schmidt von der Deutschen Schule Las Palmas (Thema: Bewirtschaftung von Ökobananen auf den Kanarischen Inseln) sowie Katharina Vollheyde und Carina Tetzlaff vom Christianvon- Dohm Gymnasium Goslar (Thema: Untersuchung eines faserverstärkten Werkstoffes aus Polymilchsäure und Brennnesseln). Die beiden Schülerinnen haben lange an ihrer Idee getüftelt: „Angefangen hat es als Facharbeit“, erinnert sich Carina Tetzlaff. „Aber wir sind danach einfach dran geblieben.“ „Der Schülerwettbewerb kam genau zur richtigen Zeit“, ergänzt Katharina Vollheyde, „und das Thema hat einfach super gepasst.“


Die drei Gewinnerteams werden für ihre Arbeiten mit jeweils 2.500 EUR honoriert. Zusätzlich erhält jede betreuende Lehrkraft 1.500 EUR für ihren Fachbereich.


Insgesamt hatten sich 400 Jugendliche mit 200 Projekten zum Wettbewerb angemeldet. Erstmals stand der Wettbewerb auch Teilnehmern aus Österreich, der Schweiz und von Deutschen Auslandsschulen in Europa offen. 116 Arbeiten aus sechs Ländern wurden eingereicht und an den Partner-Universitäten bewertet. Weitere Informationen unter: www.siemens-stiftung.org/schuelerwettbewerb


In der Anlage finden Sie Informationen zu den Forschungsarbeiten der Gewinnerteams.


Die gemeinnützige Siemens Stiftung wurde im Herbst 2008 von der Siemens AG gegründet. Sie ist mit Projekten zur Stärkung der Zivilgesellschaft insbesondere in Afrika, Lateinamerika und Deutschland/Europa tätig. Ziel ist es, einen langfristigen Beitrag zur Minderung von Armut und zu besserer Bildung zu leisten. Die Stiftung arbeitet auf drei Gebieten: Sie unterstützt den Ausbau der Grundversorgung sowie die Verbesserung von Sozialstrukturen, initiiert Bildungsprojekte und trägt zur Reflexion über kulturelle Identitäten und Kunst bei. Maßgeblich ist für die Stiftungsarbeit, Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern. Die Projektentwicklung der Siemens Stiftung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Kooperationspartnern sowie in Allianz mit den anderen vom Unternehmen gegründeten Siemens Stiftungen in Argentinien, Brasilien, Frankreich, Kolumbien und den USA. Weitere Informationen unter
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