Pressemitteilung | Entwicklungskooperation 12.09.2011

Netzwerk für soziale Innovation in Schwellen- und Entwicklungsländern trifft sich zum zweiten Mal in München

Sozialunternehmer verbessern mit nachhaltigen Geschäftsmodellen und innovativem Einsatz einfacher Technologien die Grundversorgung

Elf Sozialunternehmer aus Lateinamerika, Afrika, Europa und Asien treffen sich vom 12.-14. September 2011 im Goethe-Institut in München. In dem dreitägigen Workshop mit dem Schwerpunkt „Community Impact Development“ tauschen sie Erfahrungen aus, wie sie die positiven sozialen Auswirkungen ihres Geschäftsmodells in ihren jeweiligen Gemeinden noch verstärken können. In diesem Rahmen findet am Mittwoch, 14. September, zudem die Podiumsdiskussion „The Future of Social Entrepreneurship and Global Economic Transformation“ mit Sozialunternehmern und Experten statt.

Mit dem zweiten Treffen der Community Impact Development Group (CIDG) setzen die Siemens Stiftung und Ashoka das erfolgreiche Programm zur Förderung führender internationaler Sozialunternehmer fort, das sie 2010 ins Leben gerufen haben. Im Rahmen der CIDG unterstützen die beiden Organisationen Sozialunternehmer, die mit ihren Projekten Versorgungsdefizite in der Grundversorgung beseitigen. Die Unternehmer sind u. a. in den Energie, Wasser und Abfallwirtschaft aktiv und haben es sich zum Ziel gesetzt, neben Erwerbsmöglichkeiten eine Verbesserung der Lebensqualität und der sozialen Strukturen insgesamt zu schaffen.

„Unternehmerisches Denken kann durch innovative Lösungsansätze soziale und wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben. Die Siemens Stiftung will den Transfer von umsetzbaren, sozialunternehmerischen Ideen aus den verschiedenen Regionen fördern und internationale Partner aus den verschiedenen Sektoren gewinnen, um Lösungsansätze weiterzuentwickeln und skalierbar zu machen“, erläutert Ulrike Wahl, Geschäftsführender Vorstand der Siemens Stiftung, das Engagement der Siemens Stiftung.


Die CIDG hat sich vor allem zum Ziel gesetzt, die gesellschaftliche Hebelwirkung der Innovationen von Sozialunternehmern zu unterstützen, z. B. durch ein schnelleres Wachstum der Sozialunternehmen, eine Stärkung ihrer Verhandlungsposition und den Transfer erfolgreicher Modelle in andere Länder:


„Es gibt nichts Kraftvolleres als eine Innovation in den Händen eines echten Unternehmers, das gilt auch für den Sozialsektor, weltweit. Social Entrepreneurs gehen soziale Missstände in ihrem Umfeld aktiv an und probieren so lange aus, bis sie eine nachhaltige Lösung gefunden haben, welche die Ursachen des Problems behebt. Diese herausragenden Persönlichkeiten mit sozialen Innovationen zu unterstützen, ist die effizienteste Art der Entwicklungszusammenarbeit“, erläutert Konstanze Frischen, Gründerin Ashoka Deutschland und Vorstandsmitglied Ashoka International

Die CIDG-Mitglieder erbringen in ihrer täglichen Arbeit den Beweis, wie sinnvoll der Austausch über das gemeinsame Netzwerk ist. Einige Social Entrepreneurs konnten Bausteine aus Geschäftsmodellen voneinander übernehmen; weiter konnten Kontakte zu Sozialinvestoren hergestellt werden, die in einzelnen Fällen zu Investments führten. Außerdem ergaben sich Kooperationen zwischen Social Entrepreneurs verschiedener Kontinente.

Weitere Informationen zur CIDG finden Sie unter www.siemensstiftung.org/CIDG.Hier finden Sie in der Investment-Broschüre auch weitereInformationen zu allen  Sozialunternehmern des CIDG-Netzwerks.


Podiumsdiskussion „The Future of Social Entrepreneurship“ – 14. September von 13.00-14.30 Uhr – Goethe-Institut München
Während der CIDG-Konferenz findet am 14. September, von 13.00-14.30 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „The Future of Social Entrepreneurship in
 
Times of Global Economic Transformation“ statt. Es diskutieren namhafte Experten mit Social Entrepreneurs und Social Investors. Die Diskussion wird auf Englisch stattfinden. Weitere Informationen zur Podiumsdiskussion finden
Sie unter www.siemens-stiftung.org/CIDG/Podiumsdiskussion


Siemens Stiftung

Im Rahmen ihres Engagements für Grundversorgung und Social Entrepreneurship startete die Siemens Stiftung Anfang September ihre Kooperation mit dem Global Nature Fund, der OSRAM AG und Thames Electricals Ltd., um Stationen für eine ökologisch nachhaltige, dezentrale Wasser- und Energieversorgung zu errichten. Die sogenannten Water-Energy Hubs (WE!Hubs) sind als Sozialunternehmen aufgesetzt und ermöglichen neben dem fairen Zugang zu Wasser und Energie auch Chancen auf Unternehmertum und Ausbildung. Weitere Informationen zum WE!Hub finden
Sie unter www.siemens-stiftung.org/WE-Hub


Encourage. Empowering People. Die Siemens Stiftung will Menschen in die
 Lage versetzen, sich aktiv gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen und bezieht sich dabei ideell auf die Werte von Werner von Siemens. Sie engagiert sich in den Bereichen Ausbau der Grundversorgung und Social Entrepreneurship, Förderung von Bildung sowie Stärkung von Kultur. Die Stiftung verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und steht für verantwortungsvolle, wirkungsorientierte und innovative Projektarbeit. Weitere Informationen unter www.siemens-stiftung.org


Ashoka

Ashoka ist die erste und weltweit führende Organisation zur Förderung von Social Entrepreneurs. Ashoka identifiziert in 70 Ländern skalierbare gesellschaftliche Innovationen und unterstützt die dahinter stehenden 2.500 Social Entrepreneurs als Ashoka Fellows bei der Verbreitung ihrer Idee mit Stipendien, Beratung sowie einem globalen Netzwerk. Mit zahlreichen Programmen trägt Ashoka zu einer Welt bei, in der jeder positiven gesellschaftlichen Wandel gestalten kann. Ashoka finanziert sich ausschließlich durch private Investoren sowie Partnerschaften mit der Wirtschaft und Stiftungen. Weitere Informationen unter www.germany.ashoka.org