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Wasser

Nachhaltige Wasserlösungen in Subsahara-Afrika

Heute haben 2,1 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Dabei ist Wasser unsere Lebensgrundlage und essentielle Ressource für sanitäre Einrichtungen, das Gesundheitswesen, Bildung, Wirtschaft und Industrie. In der operativen Projektarbeit der Siemens Stiftung ist Wasser ein wichtiger Bestandteil, um nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene zu sichern – auch im Hinblick auf die Agenda 2030 der Vereinten Nationen.  

SWE Wasserkioske verkaufen Wasser zu bezahlbaren Preisen, die die laufenden Kosten für Wartung und Personal decken.
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Im Zentrum unserer Wasserprojekte im Arbeitsgebiet Entwicklungskooperation stehen die Versorgung mit sicherem und sauberem Trinkwasser, die Wiederverwertung von Wasser sowie die Sensibilisierung zum Thema Hygiene. Dabei setzen wir auf sozialunternehmerische Strukturen, technische Innovationen und Wissensvermittlung.

Nachfolgend haben wir einen Überblick unserer Projekte im Bereich Trinkwasser, sanitäre Eirnrichtungen sowie Hygiene zusammengestellt.

Safe Water Enterprises: Netzunabhängige Trinkwasserversorgung für Ostafrika

Für die Grundversorgung mit sauberem und sicherem Wasser arbeitet die Siemens Stiftung im Projekt „Safe Water Enterprises“ eng mit den Gemeinden vor Ort zusammen, um Trinkwasserkioske in Kenia und Uganda zu betreiben. Dafür werden spezielle Filteranlagen eingesetzt, die Trübstoffe, Bakterien und Viren aus dem Wasser entfernen. Mit diesem Ansatz konnten allein im Jahr 2019 rund 6,2 Millionen Liter Wasser an neun Standorten verkauft werden. Im ländlichen Wath Onger erreichte nun der im März 2019 eröffnete Wasserkiosk die 2 Millionen Liter Marke. Zudem gab es dort seit letztem Jahr erstmals keinen Cholerafall. Neben der Aufklärungsarbeit an Schulen und deren Ausstattung, unter anderem mit Handwaschstationen, spielt die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Gesundheitsarbeiter*innen zum Social Marketing eine wichtige Rolle.

WeTu: Soziales Geschäftsmodell mit neuen Technologien in Kenia

Unser stiftungseigenes Sozialunternehmen WeTu setzt ebenfalls auf eine innovative Filtertechnologie. In einem vierstufigen Reinigungsprozess wird das Rohwasser, das aus dem Viktoriasee entnommen wird, aufbereitet. So kann entlang des Viktoriasees in Westkenia eine verlässliche Wasserversorgung für die Gemeinden angeboten werden. An Automaten ist rund um die Uhr sauber gefiltertes Trinkwasser erhältlich. Seit Inbetriebnahme im April 2019 konnten schon 800.000 Liter Wasser verkauft werden.

TeamUp: Fokus auf Wasserinstandhaltung in Uganda

Im Programm TeamUp, einer Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, der Siemens Stiftung und der Hanns R. Neumann Stiftung, liegt der Fokus auf Wasserinstandhaltung in Uganda. Nur jeder dritte Haushalt und nur 40 Prozent der Schulen haben dort Zugang zu einer funktionsfähigen Wasserquelle. Die Siemens Stiftung unterstützt daher das Sozialunternehmen Whave Solutions, das gemeinsam mit dem öffentlichen Sektor eine dauerhafte Versorgung mit Trinkwasser in ländlichen Gemeinden gewährleistet. Die Verbesserung sanitärer und hygienischer Bedingungen in Schulen sowie die Entwicklung von verbesserten Bewässerungsmöglichkeiten für Kleinbauern stehen ebenfalls im Fokus.

empowering people. Network: Internationale Datenbank mit 19 Wasserlösungen

Das empowering people. Network unterstützt zahlreiche technische Innovationen im Bereich Entwicklungskooperation und sucht stets neue Wege, um zukünftige Herausforderungen zu meistern. Teil des Netzwerks sind auch 19 Lösungen im Bereich der Wasserversorgung, unter anderem Bewässerungspumpen, Lösungen zur Wiederverwertung von Wasser oder Aufbereitungssysteme.

Wir stehen zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Verlängerte Dürrezeiten, der absinkende Grundwasserspiegel und die wachsende Bevölkerung sind nur einige davon. Die Situation verlangt Anpassungen und den Ausbau der Wasserversorgung sowie die Sensibilisierung der Bevölkerung. Es wird notwendig sein, Lösungen für den Umgang mit Brackwasser und mit durch Chemikalien verunreinigtem Wasser zu optimieren und auszuweiten, weitere technische Maßnahmen umzusetzen wie auch Bildungsprogramme auszuweiten. In einem Interview berichtet unser Wasserexperte Tilmann Straubwie Techniklösungen helfen, einige der Klimaherausforderungen im Bereich Wasser in Angriff zu nehmen.

»Um nachhaltige Wasserprojekte zu entwickeln, müssen Faktoren wie Dürre berücksichtigt und durch technische Maßnahmen ausgeglichen werden.«

Oder möchten Sie mit uns zur Förderung von Wasserprojekten in ländlichen Subsahara-Afrika zusammenarbeiten? Wir freuen uns auf einen Austausch!

Projektleitung Safe Water Enterprises
Christine Meinhardt

+49 9131 92079 133

Projektleitung TeamUp Uganda
Christine Janezic

+49 89 540 487 440

Projektleitung WeTu
Tilmann Straub

+49 89 540 487 318

Projektleitung empowering people. Network
Carola Schwank

+49 9131 92079 910

Bleiben Sie auf dem Laufenden!