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»We need to change the way individuals think and act to ‘change minds, not the climate’.«

UNESCO: Why we urgently need to teach and learn about climate change, 2019 Tweet

Mint und Klima

Klimawandelbildung als Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung

Weltweit mobilisieren Klimafragen Millionen junger Menschen. In ihnen vereinen sich Emotionen und rationale Fakten, vor allem aber der Wunsch zu handeln. Klimawandelbildung ist aktueller denn je. Denn nur wer Ursachen und Folgen der Erderwärmung kennt, kann umdenken und neue Wege etablieren, sie zu begrenzen und sich an die unumgänglichen Folgen anpassen. Mit hochwertigen Unterrichtsmaterialien, innovativen Methoden und der Vernetzung relevanter Akteure wollen wir Voraussetzungen schaffen für mehr und bessere Klimawandelbildung im Schulunterricht – und damit die dringende ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Transformation mitgestalten.

Mangroven für den Küstenschutz: Wissen ist nur der erste Schritt. Entscheidend ist, im eigenen Umfeld konkrete Lösungen zum Klimaschutz und zur Anpassung an die z.T. irreversiblen Folgen des Klimawandels zu erarbeiten.
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Multimedia-Aktivität „Anstieg des Meeresspiegels“: Im Rahmen des Office for Climate Education erarbeiten wir Unterrichtsmaterialien für Klimawandelbildung.
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Wie funktioniert Solarenergie: Im Rahmen unseres Bildungsprogramms Experimento erlernen Schülerinnen und Schüler wichtige Grundlagen für nachhaltigen Klimaschutz.
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Die Folgen abschätzen: Über Fragen zum eigenen Wohnort sowie zum persönlichen Konsumverhalten können Schüler*innen ihren ökologischen Fußabdruck berechnen.
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Das Video „Der Treibhauseffekt“ auf unserem Medienportal veranschaulicht, wie dieser entsteht und warum Kohlendioxid unter den Treibhausgasen so eine zentrale Rolle spielt.
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Welche Bedeutung hat der Klimawandel für Meere, Gletscher und Co.? Interaktive Animationen ergänzen die OCE-Leitfäden für Lehrkräfte.
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Ein Bildungsprojekt im Rahmen der Initiative MINT-Bildung für Innovation nutzt MICA, eine Smartphone-App mit regionalen Informationen über den Klimawandel.
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Entscheidend für gute Klimawandelbildung sind die Lehrkräfte: Sie unterstützen wir mit innovativen Materialien und Weiterbildungen, z.B. zur Design Thinking-Methode.
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Wie kann Klimawandelbildung erfolgreich sein? Wir bringen Bildungsakteure zusammen – lokal, regional und international.
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Wir alle wissen, dass unsere Treibhausgasemissionen bis spätestens 2050 auf Null sinken müssen, um die Erderwärmung zu stoppen. – Ein Ziel das nur erreichbar ist, wenn wir unser Leben und Wirtschaften radikal verändern. Doch „Nachhaltigkeit kann man nicht aufzwingen, man muss sie lernen“, heißt es in der Studie „Social tipping dynamics for stabilizing Earth’s climate by 2050“ des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Ein interdisziplinäres Forschungsteam hat darin untersucht, welche „Kippmechanismen“ die notwendigen Veränderungen herbeiführen können, um den Klimawandel aufzuhalten. Bildung ist einer von insgesamt sechs solchen Hebeln. Denn nur wer Ursachen und Folgen des Klimawandels versteht, kann neue Wege etablieren, sie zu begrenzen, betonen auch die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen und der Weltbildungsbericht 2020 der UNESCO.

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hat sechs „Kippmechanismen“ definiert, die den Klimawandel stoppen können. Klimabildung ist einer von ihnen.
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Bildung kann Gesellschaften tiefgreifend verändern. Diese Überzeugung treibt uns und unser Netzwerk an, Lehrkräfte zu Klimawandelbildung fortzubilden, Unterrichtsmaterial herzustellen, Workshops und wissenschaftliche Diskussionen zu organisieren sowie regionale, nationale und internationale Gremienarbeit voranzubringen.

Klimawandelbildung gehört in den Lehrplan

Klimawandel und damit auch Klimawandelbildung verstehen wir als globale Herausforderung, die nur durch Lernen und Handeln vor Ort sowie systemisches Denken zu bewältigen ist. Gute Klimawandelbildung vereint für uns die Vermittlung von Klimawissen, Maßnahmen zum Klimaschutz und die Förderung der individuellen und gemeinschaftlichen Klimaresilienz. Zentrales Ziel ist es, Klimawandelbildung stärker in nationale Bildungsagenden zu integrieren. Als Referenz dienen uns dabei die Nachhaltigkeitsziele 4.7 (Bildung für nachhaltige Entwicklung) und 13.3 (Bildung für Klimaschutz und Klimaadaption) der Vereinten Nationen.

Was wir erreichen wollen

Bildung für nachhaltige Entwicklung und Global Citizenship müssen in 1) nationale Bildungspolitik, 2) Lehrpläne, 3) Ausbildung von Lehrkräften und 4) Leistungsbewertung der Lernenden integriert werden. (Indikatoren für SDG 4.7 und 13.3)

MINT-Wissen als Schlüssel für nachhaltige Transformation

Unser Fokus liegt auf den MINT-Fächern (Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik, Technik), die ausgerichtet auf nachhaltige Entwicklung einen wichtigen Hebel für eine umfassende Transformation von unten darstellen. Eine fundierte naturwissenschaftlich-technische und an digitalen Kompetenzen orientierte Grundbildung öffnet Kindern den Blick für komplexe Zusammenhänge. Im Erwachsenenleben korreliert solches Wissen vielfach mit der Möglichkeit, sich aktiv in lokale und globale Fragen einzubringen und Verantwortung für gesellschaftliche Prozesse zu übernehmen. 

Unser Ziel: Aktive Akteure für den Klimaschutz

Klimawandelbildung ist für uns dabei immer multidisziplinär. Sie ist nicht nur eine Strategie zum Klimaschutz, sondern eine Strategie zur nachhaltigen Klimaadaption ganzer gesellschaftlicher Systeme. Wissen zum Klimawandel macht somit nicht nur Politik und Wirtschaft, sondern auch mündige Bürgerinnen und Bürger zu wichtigen Akteuren beim Klimaschutz und der Stärkung der lokalen und globalen Klimaresilienz. Alle müssen gleichberechtigt in die Transformationsprozesse einbezogen werden. Und wenn jede und jeder Einzelne willens ist, System, Strategie, Konsumverhalten und Lebensstil an den Grundsätzen nachhaltiger Entwicklung auszurichten, können wir die gemeinsam gesetzten Ziele erreichen.

Es gibt nur den einen Planeten: Klimawandel und somit auch Klimawandelbildung sind globale Herausforderungen, die nur durch Lernen und Handeln vor Ort sowie systemisches Denken zu bewältigen sind.
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Internationale Perspektiven auf Klimaschutz

In unserem Podcast „Courage & Innovation“ sprechen Dr. Claudia Uribe (UNESCO) und Dr. Nina Smidt (Siemens Stiftung) darüber, wie internationale Zusammenarbeit Bildung zum Klimawandel verbessern kann.

Tragweite und Verflechtungen beim Klimawandel – und somit auch bei der Klimawandelbildung – sind so enorm, dass kein Land, keine Gruppe oder Einzelperson die Herausforderungen alleine bewältigen kann. Es gilt, Staatsgrenzen zu überwinden und innerhalb der Länder alle gesellschaftlichen Gruppen bei der Suche nach Lösungen einzubeziehen. Bei unserem Engagement ist uns deshalb ein besonderes Anliegen, Partnerinnen und Partner auf allen Ebenen miteinander zu vernetzen, Impulse zu geben und Brücken zu bauen – lokal, regional und international.

Klimawandelbildung international: Nur wenn Partner*innen aus allen Bereichen zusammenarbeiten, können wir die Nachhaltigkeitsziele 2030 erreichen.
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Lehr- und Lernmaterialien sowie Weiterbildungen zum Thema Klimaschutz

Für den Einsatz im Unterricht entwickeln wir mit unseren Partnerinnen und Partnern hochwertige Lehr- und Lernmaterialien zum Thema Klimawandel. Darin kombinieren wir kreative Bildungsansätze und wissenschaftliche Erkenntnisse mit innovativen Methoden und bestärken Lehrkräfte, zusammen mit Schülerinnen und Schülern das komplexe System des Klimawandels zu erfassen und auf globale sowie lokale Herausforderungen zu reagieren.

Office for Climate Education

Als Mitglied des Office for Climate Education (OCE) arbeiten wir gemeinsam mit internationalen Stiftungen, NGOs und Forschungsinstituten an kostenlosen und weltweit nutzbaren Unterrichtsmaterialien für Klimabildung. Grundlage aller Materialien des OCE sind die Berichte des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), deren Ergebnisse in überschaubare und leicht verständliche Lektionen aufgeteilt werden. Weiterbildungen für Lehrkräfte und Konferenzen in Entwicklungs- und Schwellenländern ergänzen die auf Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch verfügbaren Medien. Schirmherrin der Initiative ist die UNESCO.

Medienportal der Siemens Stiftung

In unserem Medienportal bieten wir ebenfalls zahlreiche Unterrichtsmaterialien zur Klimawandelbildung zum kostenlosen Download. Enthalten sind dort auch die Materialien unseres internationalen Bildungsprogramms Experimento. Die Arbeitsblätter, Videos und interaktiven Grafiken sind in drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Spanisch) erhältlich und an zahlreiche länderspezifische Lehrpläne angepasst. Als Open Educational Resources (OER) können sie von den Pädagogen bearbeitet und mit anderen/eigenen Inhalten kombiniert werden. Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche methodische Anleitungen zum Einsatz im Unterricht.

Regionale und internationale Netzwerke zur Klimawandelbildung

Um Klimawandelbildung auch über das Klassenzimmer hinaus in Bildungsagenden zu verankern und Akteure zusammenzubringen, initiieren wir regionale und internationale Netzwerke und Konferenzen.

Internationale Konferenz: „Bildung zum Klimawandel“

Gemeinsam mit der Universidad de Chile und deren Center for Climate and Resilience Research (CR²) organisieren wir jedes Jahr die internationale Konferenz zur Klimawandelbildung „Conferencia Internacional en Educación en Cambio Climático“ (CIECC) für Lateinamerika. In Diskussionen und Vorträgen tauschen sich Bildungsexpertinnen und -experten über Visionen und Erfahrungen in der Klimabildung aus, knüpfen Netzwerke und beraten sich über zukünftige Ausbildungsmöglichkeiten. Denn darin sind sich alle einig: Bildung zum Klimaschutz verdient einen festen Platz in den Lehrplänen. Zu den Veranstaltern gehört u.a. auch das Office for Climate Education.

Sie waren nicht dabei?

Alle Beiträge zur Konferenz zur Klimawandelbildung CIECC 2021 sind online abrufbar.

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International Dialogue on STEM Education

Zusammen mit der Stiftung Haus der Kleinen Forscher leiten wir das internationale Peer-Netzwerk „International Dialogue on STEM Education“ (IDoS). Bildung für nachhaltige Entwicklung und Klimawandelbildung spielen dabei eine zentrale Rolle. Das Netzwerk vereint über 120 Bildungsexpertinnen und -experten aus mehr als 30 Ländern, die gemeinsam ein Ökosystem für Bildungsinnovation und nachhaltige Transformation bilden. 2019 verabschiedeten sie das Positionspapier Using Science to Do Social Good: STEM Education for Sustainable Development“, in dem sie die wichtige Rolle von MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung herausarbeiten.

Klimawandelbildung im Red STEM Latinoamérica​

Unser MINT-Netzwerk Red STEM Latinoamérica vereint über 60 lateinamerikanische Bildungsexpertinnen und -experten zum Thema MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung und Klimawandelbildung. Im Rahmen von STEAM Territories arbeiten lokale Akteure an kontextspezifischen Bildungskonzepten für ausgewählte Regionen. Das Centro Recursos Educativos Abiertos (CREA) des Red STEM versammelt eine Fülle didaktischen Materials aller Partnerorganisationen. Im Rahmen der Initiative MINT-Bildung für Innovation entstehen weitere innovative Unterrichtsmaterialien für die Klimawandelbildung – von neuen Blended-Learning-Formaten bis hin zu interaktiven Klimawandel-Karten und Virtual Classrooms.

Voneinander lernen

In der Broschüre „Klimawandelbildung in Lateinamerika“ haben wir Best-Practice-Ansätze sowie Positionen zur Klimawandelbildung zusammengetragen. Sie soll Bildungsakteure weltweit ermutigen, Bildung zum Klimawandel auf die eigene Bildungsagenda zu setzen.

Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Projektleiter MINT & Klima / Internationale Netzwerke
Badin Borde
Leitung Regionalbüro Lateinamerika
Ulrike Wahl Haber

Unterrichtsmaterial

Die Zusammenfassung für Lehrkräfte des IPCC-Sonderberichts Ozean und Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima hält Impulse für den Unterricht, ein Glossar und weiterführende Links bereit.

Das Handbuch Das Klima in unseren Händen – Ozean und Kryosphäre beinhaltet einen Unterrichtsplan, wie Lehrkräfte der Klassenstufen 5 bis 10 das Thema Klimawandel im Kontext von Meeren, Gletschern und Co. behandeln können.

Die Broschüre fasst die wichtigsten Ergebnisse des IPCC-Sonderberichts 1,5°C globale Erwärmung für Lehrkräfte zusammen und beinhaltet ergänzend Aufgaben für den Unterricht.

Klimawandelbildung im Medienportal der Siemens Stiftung: Interaktive Grafiken, Videos und Arbeitsblätter auf Deutsch, Englisch und Spanisch

Medien des Office for Climate Education: Interaktive Grafiken, Online-Spiele und Handreichungen für Lehrkräfte auf Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch

Medien zur Klimawandelbildung im Centro Recursos Educativos: Arbeitsblätter, Grafiken und Anleitungen für Lehrkräfte auf Spanisch

Hintergrundmaterial

Active Philanthropy (2020): Klimawandel: Wie jede Stiftung Teil der Lösung wird

Borde, B., Filtzinger, B., Wahl, U.: Bildung hat Reichweite: Nutzen wir sie! In: Siemens Stiftung (Hg.): Klimawandelbildung in Lateinamerika (2020)

Borde, B., Léna, P., Lescarmontier, L.: Education as a Strategy for Climate Change Mitigation and Adaptation. In: Lackner, M., Sajjadi, B., Chen, WY. (Hg.): Handbook of Climate Change Mitigation and Adaptation (2021)

Goldwaldt, T. & Karsgaard, C.: Center for Global Education. Annual Report 2018 (2018)

Intergovernmental Panel of Climate Change: Global warming of 1.5°C (2019)

Martens, J. & Obenland. W.: Die Agenda 2030. Globale Zukunftsziele für nachhaltige Entwicklung (2017)

Otto, I. M. et.al.: Social tipping dynamics for stabilizing Earth’s climate by 2050. In: Proceedings of the National Academy of Sciences (2020)

UNESCO: Education for sustainable development: a roadmap (2020)

UNESCO: Global Education Monitoring Report 2020 – Inclusion and education: All means all (2020)

UNESCO: Why we urgently need to teach and learn about climate change (2019)

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