Die ersten fünf Lebensjahre sind für die Sprachentwicklung entscheidend. Basierend auf diesem Wissen entwickelte Dr. Edgardis Garlin, Vorstand vom Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit e.V. (zkm), das Sprachförderprogramm KIKUS (Kinder in Kulturen und Sprachen). Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren spielen und singen in der Gruppe und lernen dabei mit viel Freude eine Zweitsprache. Bereits seit 2008 unterstützt die Siemens Stiftung die Weiterentwicklung und Verbreitung des Programms und fördert Forschungsvorhaben zum Spracherwerb, darunter eine Evaluierungsstudie zu KIKUS.

Im Mittelpunkt des Programms stehen die Erlebnisse und Erfahrungen der Kinder: Mit KIKUS setzen sie sich spielerisch mit Themen wie Familie, Kleidung oder Essen auseinander. Wortschatz, Grammatik und sprachlich-soziale Handlungsmuster werden systematisch und zugleich kindgerecht vermittelt und eingeübt. Eine angeleitete Eltern-Kind-Arbeit regt die Beschäftigung mit der Erstsprache des Kindes in der Familie an. Deren Anerkennung stärkt das Selbstvertrauen der Kinder und unterstützt ihre Mehrsprachigkeit.

Die KIKUS-Methode funktioniert nicht nur, um Deutsch als Zweitsprache zu erlernen, sondern ist auch auf andere Sprachen anwendbar und international einsetzbar.