Meldung | Bildung 02.10.2013

„Volle Fahrt voraus!“ Alumni-Camp des Schülerwettbewerbs in Münster

Gewinner war der Flugzeugträger „Bounty“, von dem aus kleine Flugzeuge starten können.
© Siemens Stiftung

Vom 27. bis 29. September fand in Münster das vierte Alumni-Camp des Schülerwettbewerbs in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik statt. 26 junge Frauen und Männer, ehemalige Wettbewerbsteilnehmer der Jahre 2007 bis 2013, kamen zusammen, um sich gegenseitig kennenzulernen, ein Wochenende lang an einem Thema zu arbeiten und dabei ihre Teamkompetenzen zu erweitern.

Im Mittelpunkt des Camps 2013 stand das Thema Projektmanagement. Nachdem Tobias Nowak, Mitarbeiter des Career Service Center der Universität Münster in die theoretischen Grundlagen eingeführt hatte, ging es gleich an die praktische Arbeit: Aufgabe war es, im Team ein schwimmfähiges Boot zu bauen. Dabei musste natürlich die zuvor erarbeitete Theorie angewendet werden. Dazu erstellten die Gruppen Projektpläne, führten Analysen durch, bereiteten Präsentationen vor und verfassten Abschlussberichte.

Die Teams waren bunt gemischt. So arbeiteten beispielsweise ein Schüler aus dem Wettbewerbsjahr 2013 mit zwei Maschinenbaustudenten, einer Geographiestudentin und einem Psychologie-Promotionsstudenten, der bereits 2007 beim Schülerwettbewerb teilgenommen hatte, in einer Gruppe zusammen. Jeder konnte sich dabei mit seinen Fähigkeiten einbringen: Während die einen hochkonzentriert Schwerpunkte berechneten und Entwürfe zeichneten, führten die anderen erste praktische Tests durch. Im engen Austausch mit diesen beschäftigten sich wieder andere mit Designfragen und Präsentation. Auftretende Herausforderungen wurden gemeinsam bewältigt, so dass fünf kreativ gestaltete Boote das Ergebnis waren.

„Gerade diese Mischung macht es so spannend“, betonte der Maschinenbaustudent Franz Radke. „Die Stunden, die wir in der Werkstatt saßen und die Hobelspäne flogen, haben am meisten Spaß gemacht. Alle hatten wirklich Lust, an solch einem Projekt zu arbeiten.“ Fazit: „Die Zusammenarbeit war richtig gut, obwohl wir uns zum größten Teil noch gar nicht kannten. In der kurzen Zeit sind echt coole Sachen entstanden.“ Den Praxistest auf dem münsterschen Aasee bestanden am Ende alle Boote mit Bravour.

Neben der Projektarbeit blieb aber auch noch ausreichend Zeit, sich auszutauschen und zu vernetzen. Franz, der bereits zum dritten Mal am Alumni-Camp teilnahm, betrachtete dies als große Bereicherung: „Beim Camp hat man die Möglichkeit, auch Teilnehmer aus anderen Wettbewerbsrunden zu treffen. Man lernt so viele extrem interessante Menschen kennen.“ „Auch wenn wir alle unterschiedliche Wege einschlagen, uns gemein ist einerseits das Interesse für eine nachhaltige und technisch optimierte Welt, andererseits aber auch die Art, wie man an etwas herangeht“, fügte Anna Nyfeler aus Zürich hinzu.

Die Siemens Stiftung fördert mit dem Alumni-Camp den Austausch zwischen den früheren, erfolgreichen Teilnehmern am Schülerwettbewerb. Ziel ist es, den Alumni die Möglichkeit zu geben, sich näher kennenzulernen, miteinander in Kontakt zu bleiben und sich untereinander zu vernetzen. Hierfür existiert unter anderem eine Facebook-Fanpage als Plattform zur Information und Vernetzung. Mit dem vierten Alumni-Camp hat die Siemens Stiftung an den Erfolg des letztjährigen Ehemaligentreffens in Heidelberg angeknüpft.

 

Über die Siemens Stiftung

ENCOURAGE. empowering people. Die Siemens Stiftung will Menschen in die Lage versetzen, sich aktiv gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen. Gemeinsam mit Kooperationspartnern konzipiert und realisiert sie lokale sowie internationale Projekte mit der Zielsetzung, Eigenverantwortung und Selbständigkeit zu fördern. Die Stiftung engagiert sich in den Bereichen Ausbau der Grundversorgung und Social Entrepreneurship, Förderung von Bildung sowie Stärkung von Kultur. Sie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und steht für verantwortungsvolle, wirkungsorientierte und innovative Projektarbeit.