Meldung | Bildung 15.06.2012

Sprechen gehört zum Forschen - Fachforum „Sprache und Naturwissenschaften"

Welche Synergien gibt es zwischen naturwissenschaftlicher Kompetenz-entwicklung und sprachlicher Bildung bei Kindern? Diese Frage stand im Fokus des Fachforums „Sprache und Naturwissenschaften“, zu dem die Siemens Stiftung gemeinsam mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, der Metzler Stiftung, der NORDMETALL Stiftung und dem TransferZentrum Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) im April eingeladen hatte.

Die Experten aus den Bereichen Sprachpädagogik, naturwissenschaftliche Bildung, Lernforschung und pädagogischer Bildung waren sich einig: Die Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Fragen fördert die kindliche Sprachentwicklung. Denn sie bietet ab dem Kindergartenalter viele Anlässe für Kommunikation – so werden Forschungsfragen formuliert, Beobachtungen beschrieben und Ergebnisse diskutiert. „Während der Ansprache verschiedener Sinnesmodalitäten entwickeln die Kinder einen mentalen Begriff, also ein Konzept, und dazu passend erlernen sie das sprachliche Symbol – das Wort.“, erläuterte PD Dr. Markus Kiefer, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Ulm, den Zusammenhang. Der Bericht weist darüber hinaus auf Studien hin, die zeigen, dass durch das Forschen mehr sprachliche Prozesse angestoßen werden als in Alltagssituationen.

Durch ihre Erfahrungen aus der Praxis sehen die Stiftungen die Synergie von naturwissenschaftlicher Bildung und Sprachkompetenz bestätigt. Pädagogen und Kinder seien begeistert bei der Sache, wenn es um gemeinsames Entdecken und Erforschen geht. Der Schlüssel für eine gezielte Entwicklungsunterstützung von sprachlicher und naturwissenschaftlicher Bildung sei aber ein entsprechendes Fachwissen der Erziehungskräfte. Durch kontinuierliche Fortbildungen könnten pädagogische Fachkräfte ihre Kenntnisse in beiden Kompetenzbereichen erweitern.

Hier finden Sie eine ausführlichere Zusammenfassung der Expertendiskussion.