Meldung | Bildung 16.10.2012

Spielerische Sprachvermittlung – mit KIKUS in Südafrika

Die Idee, Kindern mit der KIKUS-Methode Sprache bildhaft und spielerisch zu vermitteln, entfaltet sich seit einem Jahr auch in Südafrika: Im Rahmen der Kooperation mit dem Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit e.V. (zkm) engagiert sich die Siemens Stiftung in der Region Kapstadt und unterstützt dort Kinder beim Erlernen der Bildungssprache Englisch. Im August und September fanden erneut KIKUS-Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte statt. Dr. Edgardis Garlin, Begründerin der Methode und Vorstandsmitglied des zkm, hospitierte vor Ort – und stellte erstmals die neue englische Version der Sprach-Lern-Software KIKUS digital vor.

Der Andrang auf die Fortbildungen in Südafrika war groß: Pädagogen aus der DISA Primary School, der Valley Pre-School, dem Deutschen Kindergarten St. Martini, der Capricorn Primary School, dem Angel Starfish Educare Centre und der Kronendal Primary School waren Ende August bei den KIKUS Grund- und Aufbauseminaren mit dabei.  Die Teilnehmerinnen hatten Gelegenheit, KIKUS kennen zu lernen, ihre Kenntnisse zu vertiefen und ihre praktischen Erfahrungen mit der Methode auszutauschen. Vor Ort kümmern sich die beiden KIKUS-Mitarbeiterinnen Petra Schüler und Christina van der Riet um die Organisation der Fortbildungen. Als Koordinationspunkt KIKUS hat sich die Kronendal Primary School in Hout Bay nahe Kaptstadt etabliert, die ein „Outreach Programme“ für umliegende Schulen ins Leben gerufen hat.

Gerade aufgrund der in Südafrika vorherrschenden Sprachenvielfalt ist es wichtig, Kindern bereits frühzeitig Kompetenzen in der Bildungssprache Englisch zu vermitteln. „Entscheidend ist dabei, den verschiedenen Sprachen die gleiche Wertschätzung entgegen zu bringen und somit auch den kulturellen Austausch zu fördern“, erläutert Dr. Edgardis Garlin. „Die Einbeziehung der Erstsprache ist ein zentraler Baustein der KIKUS-Methode, der in Südafrika eine besonders wichtige Rolle spielt.“

Die Teilnehmerinnen des Aufbauseminars lernten auch die neue englische Version von KIKUS digital kennen. Die Sprach-Lern-Software unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, KIKUS  auch in der Großgruppe im Klassenzimmer anzuwenden – unter Einsatz moderner Unterrichtstechnologien wie Beamer und Whiteboard. „Von den Seminarteilnehmerinnen erhielten wir zahlreiche positive Rückmeldungen, insbesondere zur neuen englischen Version von KIKUS digital“, so Ursula Gentili, Projektleiterin Sprachförderung bei der Siemens Stiftung. „Dies bestärkt uns, unser gemeinsames Engagement in Südafrika fortzuführen.“  2013 unterstützt und finanziert die Siemens Stiftung die offizielle Zertifizierung von zehn Teilnehmerinnen des KIKUS-Aufbauseminars.