Meldung | Bildung 01.03.2013

Siemens Stiftung unterstützt Studie zur frühen Sprachförderung

Vergleichende nationale und internationale Studien der letzten Jahre zeigen: Ein wesentlicher Anteil an Kindern verfügt hierzulande bei Schulbeginn nicht über ausreichend Deutschkenntnisse. Meist haben die betroffenen Kinder einen Migrationshintergrund oder sind mehrsprachig aufgewachsen – und starten aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten bereits benachteiligt in die Schullaufbahn. Um allen Kindern gleiche Bildungschancen zu ermöglichen, ist eine frühe Förderung der Umgebungs- bzw. Bildungssprache zentral.

Welchen konkreten Nutzen die frühe Sprachförderung mit der KIKUS (Kinder in Kulturen und Sprachen) Methode für die beteiligten Kinder hat, steht im Mittelpunkt einer Studie, die das TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) im Laufe der nächsten drei Jahre durchführen wird. Im Herbst 2013 wird der Startschuss für die groß angelegte Evaluierung fallen.

Kinder ab drei Jahren systematisch und spielerisch beim deutschen Spracherwerb zu unterstützen und ihnen somit einen gelungenen Start in die Grundschule zu ermöglichen, ist das Ziel der KIKUS-Methode. Entwickelt wurde das Sprachförderkonzept von Dr. Edgardis Garlin, Sprachwissenschaftlerin und Vorstandsmitglied des Zentrums für kindliche Mehrsprachigkeit e.V. (zkm). Die Siemens Stiftung setzt sich seit 2008 gemeinsam mit dem zkm für die Verbreitung von KIKUS ein.

Regelmäßige Befragungen der an den KIKUS-Fortbildungen teilnehmenden Erzieherinnen und Erzieher ergaben: Die Anwendung von KIKUS in der Einrichtung trägt zu einer verringerten Fehlerquote der Kinder beim Sprechen und einer verstärkten Teilnahme am Gruppengeschehen bei. Nun soll die Effektivität des Sprachlernprogramms in seiner Gesamtheit untersucht werden.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des ZNL.