Meldung | Grundversorgung & Social Entrepreneurship 15.11.2011

Siemens Stiftung fördert Bildung und nachhaltige Entwicklung in ruralen Regionen Lateinamerikas

In Zusammenarbeit mit lokalen Kooperationspartnern startet die Siemens Stiftung zwei neue Projekte in der Fokusregion Lateinamerika. Durch die Unterstützung von Kleinbauern in Peru und Kolumbien sollen die wirtschaftliche Situation der Landbevölkerung verbessert sowie die Dorfgemeinschaften nachhaltig gestärkt werden: nicht zuletzt durch Bildung, die Fähigkeit zur Eigenständigkeit und Unternehmergeist.

Das Projekt Fruqueña umfasst derzeit 600 kleine Obstproduzenten aus 13 Gemeinden im Department Antioquia in Kolumbien. Unter Koordination der Fundación El Cinco bilden sie landwirtschaftliche Genossenschaften, um gemeinsam am Aufbau und der Verbesserung der Wertschöpfungskette zu arbeiten – von der Erzeugung bis zur Vermarktung des Obstes. Die Siemens Stiftung unterstützt insbesondere die Weiterbildung der jungen Generation: Zunächst werden 67 Jugendliche in einem national zertifizierten Schulungsprogramm als Agrartechniker und Sozialarbeiter ausgebildet. Nach abgeschlossener Schule steht ihnen der Weg zu einer beruflichen Ausbildung als landwirtschaftliche Unternehmer und beratende Multiplikatoren offen.

In Peru engagiert sich die Siemens Stiftung gemeinsam mit dem „Instituto para una Alternativa Agraria - IAA“ für eine nachhaltige Entwicklung der indigenen Landbevölkerung der Regionen Canas/Cusco im Hochland und Ica/Pisco. Insgesamt nehmen knapp 370 Familien aus elf Gemeinden und drei Distrikten an dem Kooperationsprojekt Sierra Productiva teil. Die Siemens Stiftung setzt vor allem bei den Entwicklungsschritten im Bereich Wasser und Energie an, wie z.B. solarthermische Anlagen für Warmwasser und sauberes Trinkwasser. Maßgeblich für das Projekt sind die Einbindung der Familien sowie die Weitergabe von Wissen innerhalb der Bevölkerung.

Mit den beiden Projekten baut die Siemens Stiftung ihr Engagement im Bereich Grundversorgung und Social Entrepreneurship weiter aus. Mit dem Ziel der finanziellen Selbstständigkeit fördert sie lokale Eigeninitiativen in Lateinamerika und Afrika. Hauptanliegen ist dabei die Maximierung des ‚Community Impacts‘, das heißt, die Verbesserung der Lebensqualität und der sozialen Strukturen insgesamt.