Meldung | Bildung 17.03.2015

Nationales MINT Forum in Lima, Peru

Es war bereits das dritte Treffen des Nationalen MINT Forums, das vor Kurzem im peruanischen Lima zu Ende ging. Gefördert wurde die Veranstaltung neben der Siemens Stiftung vom Instituto Apoyo, das die Initiative maßgeblich koordiniert und leitet. In den Beiträgen namhafter Referenten wurden die verschiedenen Aspekte analysiert und vorgestellt, die der MINT-Bildung ihre Bedeutung für Gesellschaften, Volkswirtschaften und Völker verleihen.

Das MINT Forum fördert lebenslanges Lernen auf allen Bildungsebenen, damit die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik nicht nur in Schulen, sondern im Alltags- und Arbeitsleben der Menschen ankommt und davon ein fester Bestandteil wird.

Zur Eröffnung dieser dritten Ausgabe des Nationalen MINT Forums sprach José Pereyra, Academic Vice Chancellor der Universidad Peruana de Ciencias Aplicadas (UPC), dem Veranstaltungsort dieses dritten Forums. Er hob die bedeutende Rolle der MINT-Bildung für das Erreichen von Zielen, das in jeder beruflichen Entwicklung unabdingbar ist, hervor.

Paul Neira, Leiter des Instituto Apoyo, stellte das Nationale MINT Forum vor. In seiner Rede betonte er, „die zentrale Herausforderung dieses Forums“ bestehe darin, „die MINT-Bildung den öffentlichen Bereich durchdringen zu lassen und die Behörden zu sensibilisieren.“

„Die Herausforderungen von Human Capital und ITC in Peru und die ergriffenen Maßnahmen“ (The Challenges of Human Capital and ITC in Peru and the measures taken), so lautete der Titel der Präsentation von Angélica Matsuda, CEO des nationalen peruanischen Rats für Wettbewerbsfähigkeit. In ihrer Präsentation zeigte sie auf, wie eng die Beziehung zwischen MINT-Bildung und den Wachstumsfaktoren für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in Peru ist.

Barbara Fitzinger sprach zum Thema „Das MINT Forum Transfermodell – Erfahrungen aus Deutschland“ vor einer hochkarätigen Zuhörerschaft aus Pädagogen, Universitätsdozenten, Wissenschaftlern und Professoren der peruanischen Organisationen mit dem größten Bezug zum Thema. Die Leiterin des Arbeitsgebiets „Bildung“ der Siemens Stiftung betonte, auf dem deutschen wie auch auf dem peruanischen Arbeitsmarkt gäbe es zu wenige Arbeitskräfte mit Kompetenzen in den MINT-Fächern. In den Schulen herrscht Lehrermangel im MINT-Bereich.

„Unsere moderne Welt ist wissenschaftlich-technologisch geprägt. MINT-Bildung ist zum Verständnis der modernen Welt und zur Lösung der Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht, unerlässlich.“

Eine weitere renommierte Gastrednerin beim MINT Forum war Kristina Reiss, Dekanin der deutschen TUM School of Education. Sie hielt die Abschlusspräsentation „MINT-Lernen und die Analyse der PISA-Ergebnisse“ (The STEM learning and analysis of PISA results). Sie sagte: „MINT zielt auf Grundfertigkeiten, anwendbares Wissen und vor allem Bildung für alle Schüler ab. Die MINT-Bildungs- und Informationsprogramme zur Verbesserung der technischen und wissenschaftlichen Grundkompetenz (Literacy) unterstützen Schüler auf ihrem Weg zu aufgeschlossenen, verantwortungsbewussten Bürgern in einer hochkomplexen Welt. Das Hauptziel der PISA-Tests ist die Festlegung von anwendbarem Wissen und, an allererster Stelle, Bildung für alle.“

Das Nationale MINT Forum ist ein Zusammenschluss von Institutionen und Verbänden, die sich für die Förderung der Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) entlang der gesamten Bildungskette einsetzen.

Die am MINT Forum teilnehmenden Institutionen repräsentieren die wichtigsten Bildungseinrichtungen des Landes.

Zu den Gründungsmitgliedern gehören: Instituto Apoyo, Siemens Stiftung, TUM School of Education of Germany, Universidad Ruiz de Montoya, Universidad Peruana de Ciencias Aplicadas, Pontificia Universidad Católica del Perú und Universidad Cayetano Heredia.

Zum Jahresabschluss 2015 ist im Rahmen des Forums in Peru ein großes übergreifendes Seminar geplant, das aufzeigen soll, was sich in Lateinamerika im Moment Besonderes tut. In diesem Seminar, das für November 2015 geplant ist, sind alle Teilnehmer dazu aufgefordert, ihren Maßnahmenplan zum Thema MINT-Bildung in jeder ihrer Organisationen und Einrichtungen vorzustellen.