Pressemitteilung | Bildung 01.04.2010

Halbzeit bei den KIKUS-Seminaren: Fortbildungsreihe der Siemens Stiftung zur Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund stößt auf reges Interesse

Im Schuljahr 2009/2010 bietet die Siemens Stiftung, gemeinsam mit dem Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit e.V. (ZKM), bundesweit sechs kostenlose Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte in der Sprachlernmethode KIKUS (Kinder in Kulturen und Sprachen) an. Nach Kursen in Hamburg, Bremen und Düsseldorf zieht die Stiftung nun ein positives Fazit: Über 50 Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer wurden in der KIKUS-Methode ausgebildet und können nun in ihren Einrichtungen Kinder mit Migrationshintergrund beim Spracherwerb unterstützen. Im April und Mai folgen Kurse in Frankfurt/Main, Stuttgart und Nürnberg. Interessenten können sich für die Teilnahme bewerben.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildungen in Hamburg, Bremen und Düsseldorf lobten vor allem die Praxisnähe der zweitägigen Fortbildung sowie die  Verbindung von theoretischen Grundlagen und Übungen in der Gruppe. Der Kurs vermittele das Handwerkszeug und die Motivation, Kinder im Vor- und  Grundschulalter systematisch beim Erlernen der deutschen Sprache zu fördern. Dies war das einhellige Fazit in den Abschlussgesprächen. „Mangelnde  Sprachkenntnisse sind die Hauptursache für schulisches Scheitern und damit für schlechtere Zukunftschancen von Kindern mit Migrationshintergrund“, so Ellen Blessing, Projektleiterin bei der Siemens Stiftung. „Mit unserem Fortbildungs-Angebot für pädagogische Fachkräfte leisten wir einen Beitrag für eine frühe und gezielte  Sprachförderung in Kindergarten und Grundschule.“

Im April und Mai geht die Fortbildungsreihe mit Kursen in Frankfurt/Main (19./20.04.2010), Stuttgart (26./27.04.2010) und Nürnberg (10./11.05.2010) in die zweite  Runde. Jeweils maximal 20 Fachkräfte haben dort die Möglichkeit, sich ebenfalls in den Grundlagen frühkindlicher Sprachförderung weiterzubilden. Inhalte der  Seminare sind unter anderem Aufbau und Planung einer Unterrichtseinheit in Deutsch nach der KIKUS-Methode, Sprachförderinhalte wie Wortschatz, Grammatik und  sprachliche Handlungsmuster sowie der sinnvolle Einsatz von Fördermaterialien.

Interessenten können sich unter  www.siemens-stiftung.org/kikus für die Teilnahme bewerben. Die Plätze für das Grundseminar werden nach Eingang der  Bewerbung vergeben, wobei Einrichtungen, die einen besonderen Bedarf an Sprachförderung vorweisen, bevorzugt werden können. Die Kosten von 300 Euro pro  Teilnehmer trägt die Siemens Stiftung.

Über die KIKUS-Methode

Gemeinsam spielen, singen, Spaß haben und dabei die Sprache lernen − dies ist das Grundkonzept von KIKUS. Die Methode wurde speziell für die Anforderungen  einer spielerischen Sprachförderung für Kinder ab drei Jahren entwickelt. Die kindliche Mehrsprachigkeit bildet dabei einen wichtigen Bestandteil: Über die  angeleitete Eltern-Kind-Arbeit wird die Beschäftigung mit der Erstsprache des Kindes in der Familie angeregt. KIKUS wurde 1998 erstmals angewendet und kommt  heute bereits in einer Vielzahl von Kindertagesstätten zum Einsatz. Bereits über 20.000 Kinder konnten auf diese Weise gefördert werden. Die Siemens Stiftung  und das ZKM arbeiten gemeinsam an der Verbreitung der Sprachlernmethode KIKUS Deutsch, um Kinder und Familien mit Migrationshintergrund zu unterstützen.

Die Siemens Stiftung wurde im September 2008 als gemeinnützige Stiftung b. R. mit Sitz in München gegründet und von der Siemens AG mit einem Stiftungskapital  von 390 Millionen Euro ausgestattet. Die Stiftung setzt damit die mehr als 160-jährige Tradition des gesellschaftlichen Engagements des Unternehmens fort. Die  Aufgabe der Siemens Stiftung ist es, Antworten auf weltweite gesellschaftliche Herausforderungen zu erarbeiten, Chancen aufzuzeigen und in Notfällen Hilfe zur  Selbsthilfe zu leisten. Nach dem Stiftungsauftrag stehen im Fokus der Tätigkeit soziales Engagement, Bildung, Technik sowie Kunst und Kultur. Die Siemens Stiftung ist überwiegend operativ tätig, d. h., sie initiiert vor allem eigene Projekte und führt diese durch.