Meldung | Bildung 22.07.2015

Experimento im Heiligen Tal der Inka

In Urubamba profitieren derzeit drei Lehrer und 68 Schüler der dritten, vierten und fünften Klasse unmittelbar von Experimento.
© Siemens Stiftung, Fotograf: HiLinks Comunicaciones

In der Region Cusco nahe der peruanischen Ruinenstadt Macchu Picchu markiert ein Regenbogen ein herausragendes Bildungsprojekt. Mit viel Ausdauer und Beharrlichkeit gelang es der Niederländerin Helena van Engelen, die Stiftung „Niños del Arco Iris Cusco-Perú“ („Kinder des Regenbogens Cusco-Perú“) zu gründen, um die Lebensqualität der Bewohner des Urubamba-Tals zu verbessern. Sie fördert an der Schule 130 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren aus extrem armen Verhältnissen, die zu überwiegender Zahl dem Stamm der Quechua-Indianer angehören. Die Stiftung, die finanziell durch die niederländische Stiftung Kuychi unterstützt wird, gilt als standardsetzendes Beispiel für umfassende Hilfsprojekte in Peru.

Seit neuestem ist auch die Siemens Stiftung mit ihrem Bildungsprogramm Experimento in Urubamba vor Ort, das nun im Unterricht an der Schule der „Niños del Arco Iris“ Stiftung eingesetzt wird. Die Schulleitung nahm den Vorschlag Experimento einzuführen dankbar an. Um die lokale Implementierung kümmerte sich das Instituto Apoyo, das drei Jahre zuvor bereits das Bildungsprojekt „Mathematik für alle“ an der Schule eingeführt hatte.

Schulleitung, Lehrer und Stiftungsvertreter sind von Experimento begeistert. Juan Bautista Sánchez von der Stiftung „Niños del Arco Iris“ betonte: „Während des Unterrichts können wir immer wieder eine sehr hohe Motivation bei unseren Schülern beobachten. Sie wollen die Experimente ausprobieren, sie wollen forschen und werden zu richtigen kleinen Wissenschaftlern. Und auch die Lehrer sind inspiriert und freuen sich über die neuen Impulse für den naturwissenschaftlichen Unterricht.“

Experimento wurde von der Siemens Stiftung zusammen mit Bildungsexperten für den Einsatz in Kindergärten sowie in Grund- und weiterführenden Schulen entwickelt. Es bietet Lehr- und Erziehungskräften eine alltagsgerechte und lehrplanorientierte Auswahl an Themen rund um die Bereiche Energie, Umwelt und Gesundheit. Spezifisch entwickelte Schulungen vermitteln den Pädagogen relevantes Wissen zum Einsatz von Experimento. Konkrete Anleitungen, Methoden und Materialien zum Experimentieren unterstützen die erfolgreiche Einbettung in das Unterrichtsgeschehen.

In Urubamba profitieren derzeit drei Lehrer und 68 Schüler der dritten, vierten und fünften Klasse unmittelbar von Experimento: das Programm bietet Unterrichtsleitfäden für Lehrer, Arbeitshefte für Schüler und Experimentiermaterial für die Durchführung der naturwissenschaftlichen Versuche. Im nächsten Schritt werden die Lehrkräfte der Stiftung „Niños del Arco Iris“ zusammen mit der Direktorin die Verbreitung des Programms in der gesamten Region fördern und Schulungen für Pädagogen anderer Schulen anbieten.