Meldung | Bildung 27.04.2016

Erstes Experimento-Treffen in Lateinamerika

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Erstes Regionaltreffen aller Experimento-Kooperationspartner in Lateinamerika: Mehr als 40 Teilnehmer trafen sich in Santiago de Chile.
© Siemens Stiftung

Das erste Experimento-Regionaltreffen in Lateinamerika des internationalen Programms der Siemens Stiftung, fand im April in Santiago de Chile statt. Es nahmen aus den sechs Partnerländern Chile, Argentinien, Brasilien, Mexiko, Kolumbien und Peru über 40 Vertreter aus 22 Institutionen teil.

Auf der zweitägigen Veranstaltung konnten die Teilnehmer ihre Erfahrungen in Workshops und Diskussionsrunden austauschen und den Ausbau des Experimento-Programms diskutieren. Themen waren der Auf- und Ausbau von Bildungsplattformen sowie die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften hinsichtlich der Anforderungen denen sie in einer sich wandelnden und immer stärker digital geprägten Gesellschaft entgegenstehen. Auch das gesamte Angebot von Experimento, sowie dessen Evaluierung und Implementierung waren ein wesentliches Thema.

Welche Herausforderungen die MINT-Bildung im 21. Jahrhundert darstellt und wie  erfolgreiche Herangehensweisen und Methoden für eine gezielte Evaluation von Experimento aussehen können, wurde in Experten-Vorträgen der TUM School of Education thematisiert und vertieft. Die Referenten waren Dr. Manfred Prenzel, Vorsitzender des deutschen Wissenschaftsrats, Dr. Kristina Reiss, Dekanin der Fakultät; und Dr. Eva Maria Lankes, Lehrstuhlinhaberin für MINT-Didaktik und Projektleiterin für die internationale Evaluierung des Experimento-Programms.

Aufbau von Netzwerken für die Verbreitung von Experimento

Durch einen offenen und intensiven Dialog zwischen den Experten und Teilnehmern wurde die Diskussion noch verstärkt. Auch die Präsentationen der Implementierungsansätze für Experimento durch die einzelnen Landersvertreter, war durch einen anschließenden Erfahrungs- und Meinungsaustausch äußerst produktiv.

„Wir sehen in diesem Treffen den Startschuss für ein langfristiges Partnernetzwerk, das Experten mit Engagierten zusammenbringt und Allianzen schaffen wird“, sagte Dr. Barbara Filtzinger, die Leiterin des Bereichs Bildung der Siemens Stiftung, die am Treffen  in Santiage de Chile teilnahm und führte weiter aus: „Dies ist ein wesentlicher Grundstein für die Entwicklung und Verbreitung von Experimento – um so die naturwissenschaftlich-technische Bildung und Innovationen in den Regionen voranzutreiben.“

Gemeinsames Ziel ist es, allen Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, Sprache oder Kultur, die bestmöglichen Bildungschancen in Wissenschaft und Technik zu ermöglichen. Die  MINT-Bildung und Förderung wird in den nächsten Jahren ein sehr wichtiger Aspekt sein, die drei große Herausforderung darstellt:

  • Ein wachsendes Netzwerk, um die MINT-Bildung sowohl in der Politik als auch in der Praxis voranzutreiben.

  • Stetiger Austausch, um die Kommunikation auf nationaler Ebene zu fördern und Impulse zu setzen.

  • Evaluierung, um zu garantieren, dass Experimento die Unterrichtsqualität verbessert.