Pressemitteilung | Grundversorgung & Social Entrepreneurship 11.03.2014

Die Siemens Stiftung verstärkt ihr Programm zur Förderung von Kleinunternehmern in Kenia

© Siemens Stiftung

Die Siemens Stiftung weitet ihr Trainingsprogramm zu Unternehmertum aus und fördert damit Eigeninitiative und sozialen Unternehmergeist. Am 10. März startete mit der Eröffnung einer neuen Solarstation, dem Water-Energy-Hub, das Training zu Unternehmertum für die umliegende Gemeinde in Honge am Viktoriasee. Gemeinsam mit der Kenyatta University in Nairobi wurde ein umfassendes Curriculum entwickelt, das teilnehmende Kleinunternehmer mit dem Zertifikat einer anerkannten, formalen Bildungsinstitution auszeichnet. Das Programm wird gemeinsam mit der kenianischen Organisation The Youth Banner an Projektstandorten der Siemens Stiftung umgesetzt.

Ein eigenes kleines Unternehmen führen und davon leben können – das ist der Wunsch vieler Menschen in ländlichen und peri-urbanen Gebieten Kenias und oft auch die einzige Chance, überhaupt ein regelmäßiges Einkommen zu generieren. An Kreativität mangelt es nicht: Der Handel mit Büchern und Haushaltswaren, ein kleiner Shop mit Fischerei-Utensilien oder das Herstellen und Vertreiben von Seife und Spülmittel sind nur einige der zahlreichen Geschäftsideen. Damit sich diese auch wirklich in eine wirtschaftliche und soziale Perspektive für die angehenden Kleinunternehmer entwickeln können, unterstützt die Siemens Stiftung die professionelle Umsetzung solcher Vorhaben mit ihrem Trainingsprogramm zu Unternehmertum.

Neue Partnerschaft mit Kenyatta University

Gemeinsam mit der School of Business der Kenyatta University wurde ein eigener Lehrplan zu Unternehmensführung, Kundenservice, Buchhaltung und Finanzmanagement entwickelt. Neben der Vermittlung grundlegender betriebswirtschaftlicher Kenntnisse steht die Förderung persönlicher Kompetenzen und Fähigkeiten, sogenannte „Social and Life skills“, im Mittelpunkt. Im Fokus stehen Kleinunternehmer aus ländlichen und peri-urbanen Gebieten, die durch dieses Programm erstmalig ein solches Bildungsangebot vor Ort wahrnehmen können und am Ende ein national anerkanntes Abschlusszertifikat der Kenyatta University erhalten.

Erfolgreiche Kombination aus Training und Mentoring
Nach Absolvieren dieses vier- bis sechswöchigen Trainings werden die Teilnehmer in ein sechsmonatiges Mentoring-Programm eingebunden. Hier werden sie von erfahrenen Trainern und Mentoren begleitet, zu ihren Businessplänen beraten, mit lokalen und überregionalen Geschäftskontakten vernetzt und ihnen bei Bedarf Mikrokredite vermittelt. Eine große Chance sieht auch Wamuyu Mahinda, Gründerin und CEO der kenianischen Jugendförderorganisation The Youth Banner, mit der die Siemens Stiftung seit 2012 kooperiert: „Durch das neu aufgesetzte Trainingsprogramm mit der Siemens Stiftung und der Kenyatta University schaffen wir weitere Vorbilder, die durch ihre Erfolgsstory ganze Gemeinden motivieren und damit wirtschaftlich und sozial transformieren können.“

Ausweitung des Programms auf neue Gemeinden
Das Trainingsprogramm zu Unternehmertum findet an bestehenden Grundversorgungsprojekten der Siemens Stiftung statt. „Projekte wie der Water-Energy-Hub schaffen Zugang zu sauberem Trinkwasser und Energie, und somit eine lebensnotwendige Infrastruktur für die umliegenden Gemeinden“, sagte Christine Weyrich von der Siemens Stiftung bei der Eröffnungsfeier des Water-Energy-Hubs in Honge am Viktoriasee. „Bei unseren Trainings nutzen wir diese Infrastruktur und bieten zum Beispiel auch Computer-Kurse an, um so die Administration und Kommunikation der werdenden Kleinunternehmer zu professionalisieren.“ In den kommenden Monaten starten weitere Trainings zu Unternehmertum in verschiedenen Regionen Kenias: An den Water-Energy-Hubs im Westen des Landes und an den Wasserstationen um Nairobi und Thika. Auch die lokalen Betreiber werden in die Trainings integriert und mit dem notwendigen Grundwissen ausgestattet, ein solches Kleinunternehmen erfolgreich zu führen.   


Kenyatta University

Die Kenyatta Universität ist ein dynamisches, inklusives und wettbewerbsfähiges Kompetenzzentrum für Lehre, Lernen und Foschung im Dienst für die Menschheit. Sie bietet hochwertige Bildung und Weiterbildung, bietet Stipendien, Service, Innovation und Kreativität und prägt moralische Werte für nachhaltige individuelle und gesellschaftliche Entwicklung. Das Center for Entrepreneurship and Enterprise Development (CEED) der Wirtschaftsfalkultät ist ein führendes Zentrum für Forschung, Weiterbildung und Beratung in den bereichen Unternehmertum und Unternehmensentwicklung über die Region hinaus. Seine Mission ist es Armut und Arbeitslosigkeit zu verringern und Wohlstand durch inspirierendes, stärkendes Unternehmertum bei Jugend und in der Allgemeinheit zu fördern.

The Youth Banner

Die gemeinnützige Organisation Youth Banner (TYB) wurde im Mai 2010 von Wamuyu Mahinda gegründet. Sie ermöglicht jungen Menschen in Kenia eine wirtschaftliche Perspektive indem sie ein Umfeld schafft in dem Jugendliche nachhaltig Einkommen generieren können. Das hilft ihnen Themen wie Arbeitslosikeit, HIV-Infektionen, die besonders häufig Frauen betreffen, und Armut zu bewältigen. Das Angebot von Newsbanner beinhaltet Ausbildung in unternehmerischen Kenntnissen, Coaching, Mentorship und Verbindungen zu Märkten und Finanzierungsmöglichkeiten, Kommunikation, gemeinnützige Arbeit und Netzwerke.

Siemens Stiftung
ENCOURAGE. empowering people. Die Siemens Stiftung will Menschen in die Lage versetzen, sich aktiv gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen. Gemeinsam mit Kooperationspartnern konzipiert und realisiert sie lokale sowie internationale Projekte mit der Zielsetzung, Eigenverantwortung und Selbständigkeit zu fördern. Die Stiftung engagiert sich in den Bereichen Ausbau der Grundversorgung und Social Entrepreneurship, Förderung von Bildung sowie Stärkung von Kultur. Sie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und steht für verantwortungsvolle, wirkungsorientierte und innovative Projektarbeit.