Meldung | Bildung 16.06.2016

Die Siemens Stiftung, das Büro der UNESCO in Mexiko und INNOVEC arbeiten gemeinsam an einer Verbesserung des naturwissenschaftlichen und technologischen Unterrichts in Mexiko

Mexiko
Das Programm Experimento unterstützt Kinder vom Vorschulalter über die Primar- und Sekundarstufe hinweg, wobei der praxisorientierte Ansatz eine aktive Lernkultur in Gruppen fördert und bereits gelernte Inhalte stärkt.
© Siemens Stiftung

Die international tätige Siemens Stiftung, das Büro der UNESCO in Mexiko und die gemeinnützige Organisation INNOVEC (Innovation im naturwissenschaftlichen Unterricht, Innovación en la Enseñanza de la Ciencia A. C.) haben das erste internationale Kooperationsabkommen vorgestellt, um das Interesse und die Leistungen von Kindern, insbesondere Mädchen, für die Naturwissenschaften bereits im Vorschulalter zu fördern.

Im Rahmen der Ausstellung „Made in Germany“ haben die drei Organisationen bestätigt, dass sie, zusammen mit weiteren mexikanischen Institutionen, ab 2016 mit einem Projekt für den naturwissenschaftlichen und technologischen Unterricht für Kinder im Vorschulalter gemeinsam tätig werden wollen. Die Initiative soll insbesondere die Kreativität in der Lehre und die Motivation von Mädchen für diese Unterrichtsfächer fördern. Das Pilotprojekt wird an 150 öffentlichen Schulen in zehn mexikanischen Bundesstaaten durchgeführt.

Dies verkündeten Nuria Sanz, Direktorin und Stellvertreterin der UNESCO in Mexiko, Ulrike Wahl, Verantwortliche der Siemens Stiftung für Projektentwicklung in Lateinamerika, und Guillermo Fernández de la Garza, Mitglied des Beirats von INNOVEC.

Die UNESCO und die Siemens Stiftung stimmen überein, dass qualitativ hochwertiger naturwissenschaftlicher und technologischer Unterricht dazu beiträgt, Lösungen für wirtschaftliche und soziale Herausforderungen sowie Umweltprobleme zu finden, um so weltweit eine nachhaltige Entwicklung zu erzielen. Dafür ist es unverzichtbar, dass noch mehr Mädchen und Frauen sich für die Naturwissenschaften interessieren. „Dieses Kooperationsprojekt stellt einen strategischen Schritt dar, um die Ziele nachhaltiger Entwicklung und der Agenda Bildung 2030 der Vereinten Nationen weiter zu verfolgen“, erläutert Nuria Sanz, Direktorin und Stellvertreterin der UNESCO in Mexiko.

Auch die Siemens Stiftung setzt sich für Bildung und praxisorientierten Unterricht in den Naturwissenschaften ein. Dieses neu geschlossene Abkommen ist Teil der geplanten Aktivitäten, um das Programm Experimento, das zusammen mit INNOVEC 2014 an Schulen in den mexikanischen Bundesstaaten Guanajuato und Querétaro eingeführt wurde, über sämtliche Bildungsschichten hinweg auszuweiten. Die gemeinnützige Organisation INNOVEC arbeitet bereits seit mehr als zehn Jahren an einer Verbesserung des naturwissenschaftlichen Unterrichts für Kinder und Jugendliche an öffentlichen Schulen in Mexiko. Auch INNOVEC setzt sich hierbei für einen praxisorientierten Ansatz ein, damit die Schüler von der Vorschule bis zur Sekundarstufe „Naturwissenschaften lernen indem sie Naturwissenschaften ausprobieren“.

Zur Stärkung des naturwissenschaftlichen und technologischen Unterrichts an den Schulen wird die Siemens Stiftung in den kommenden Jahren fast eine Million Euro bereitstellen.  

Mit dem Programm Experimento sollen die didaktischen Fähigkeiten der Lehrer unterstützt werden, um das Interesse und die Neugier der Kinder und Jugendlichen an den Naturwissenschaften mit Hilfe didaktischer Materialien und Versuche zu erhöhen. Das Programm unterstützt Kinder vom Vorschulalter über die Primar- und Sekundarstufe hinweg, wobei der praxisorientierte Ansatz eine aktive Lernkultur in Gruppen fördert und bereits gelernte Inhalte stärkt. Die Siemens Stiftung ist in elf Ländern auf drei Kontinenten präsent. Mexiko ist eines der derzeit sieben lateinamerikanischen Länder, in denen Experimento eingesetzt wird.

„Von Anfang an hat Experimento einen positiven Einfluss auf Schüler und Lehrer gezeigt. Daher möchten wir das Programm ausweiten und so beitragen, dass noch mehr Kinder in Mexiko lernen indem sie die Naturwissenschaften aktiv ausprobieren. Die Siemens Stiftung freut sich, dass sie nun gemeinsam mit einer so hochrangigen Institution wie der UNESCO an diesem Projekt arbeiten kann“, erklärt Ulrike Wahl, Verantwortliche der Siemens Stiftung für Projektentwicklung in Lateinamerika.