Pressemitteilung | Bildung 17.11.2010

400 Teilnehmer aus sechs Ländern zeigen beim Schülerwettbewerb 2011, wie man Ressourcen künftig effizienter einsetzt.

Eignet sich der Golfstrom als Energiequelle? Kann man mit Abgasen düngen?
Und kommen im Fahrzeugbau künftig Brennnesseln zum Einsatz? Das sind nur drei der insgesamt rund 200 Forschungsfragen, denen sich die Teilnehmer- (teams) beim mit rund 100.000 Euro prämierten diesjährigen Schülerwettbewerb der Siemens Stiftung in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik stellen. Erstmals nehmen auch deutschsprachige Schulen aus Österreich, der Schweiz, Spanien, Griechenland und der Türkei teil. Bis zum 14. Januar 2011 haben die Schülerinnen und Schüler nun Zeit, ihr Forschungsprojekt zum Thema „Heute schon(en). An morgen denken! Ressourcen intelligent nutzen.“ fertigzustellen.

„Bemerkenswert ist, dass sich viele Teilnehmerteams auch mit den sozialen
Aspekten des Themas beschäftigen“, freut sich Projektleiterin Christa Mühlbauer von der Siemens Stiftung. Neben den großen gesellschaftsrelevanten Herausforderungen wie Mobilität, Energie und Recycling forschen die Jugendlichen auch zur Lebensmittelversorgung in Afrika oder am effizienteren Einsatz von Arbeitskraft und Arbeitszeit. „Gerade weil das Thema Ressourcenschonung so vielschichtig ist, haben wir es für den Wettbewerb 2011 gewählt“, erläutert Christa Mühlbauer. „Schließlich wollen wir junge Menschen motivieren, sich aktiv mit zentralen Fragen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Da sollte Raum für Kreativität und Einfallsreichtum bleiben.“


Insgesamt haben sich rund 400 Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse mit ihren Arbeiten zum Wettbewerb angemeldet. Sie werden von mehr als 150 Lehrkräften betreut. Die meisten der rund 200 Projekte zählen mit jeweils 27 Prozent zur Kategorie Technik oder zu den interdisziplinären Einsendungen.


Die Arbeiten werden an den drei Partner-Universitäten Rheinisch-Westfälische
Technische Hochschule (RWTH) Aachen, Technische Universität (TU) Berlin und
Technische Universität München (TUM) juriert. Anfang März präsentieren dann die besten Teams der Jury ihr Forschungsprojekt im Rahmen von drei Vorentscheiden. Die drei besten Schülerteams pro Universität stellen anschließend ihre Arbeiten beim Finale vom 02. bis 04. April 2011 in München vor.


Insgesamt werden Preisgelder in einer Gesamthöhe von rund 100.000 Euro
vergeben, die für Studienzwecke sowie die Fachbereiche der betreuenden Lehrkräfte vorgesehen sind. Zusätzlich stellt die Siemens Stiftung den Gewinnern Tutoren zur Seite und unterstützt Uni-Tage in Aachen, Berlin und München.


Weitere Informationen finden Sie unter: www.siemens-stiftung.org/schuelerwettbewerb


Die gemeinnützige Siemens Stiftung wurde im Herbst 2008 mit einem Startkapital von 390 Mio. EUR gegründet. Sie verstärkt nachhaltig die mehr als 160-jährige Tradition des gesellschaftlichen Engagements der Siemens AG. Sie ist mit Projekten zur Stärkung der Zivilgesellschaft insbesondere in Afrika, Lateinamerika und Europa tätig. Ziel ist es, einen langfristigen Beitrag zur Minderung von Armut und zu höherer Chancengleichheit zu leisten. Die Stiftung arbeitet auf drei Gebieten: Sie unterstützt den Ausbau der Grundversorgung sowie die Verbesserung von Sozialstrukturen, initiiert Bildungsprojekte und trägt zur Weiterentwicklung kultureller Identität bei. Maßgeblich ist für die Stiftungsarbeit, Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern. Die Projektentwicklung
der Siemens Stiftung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Kooperationspartnern sowie in Allianz mit anderen Siemens Stiftungen in Argentinien, Brasilien, Frankreich, Kolumbien und den USA. Weitere Informationen unter www.siemensstiftung.org.