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Ohne Internet und Handyempfang: Unterricht im mobilen Klassenzimmer

Selene Esparza unterrichtet Kinder von Wanderarbeiterinnen und -arbeitern in abgelegenen Orten Mexikos, die oft nicht mal einen Klassenraum zur Verfügung haben, geschweige denn Internet oder Handyempfang. Die junge Lehrerin hat es trotzdem geschafft, mit ihren Schülerinnen und Schülern einen interessanten und lebensnahen Unterricht zu gestalten – der auch die Eltern überzeugte, ihre Kinder in die Schule gehen zu lassen anstatt sie zur Feldarbeit mitzunehmen.

Die COVID-19-Pandemie hat die Notwendigkeit digitaler Lehr- und Lernmaterialien für den Schulunterricht sichtbar wie nie zuvor gemacht. Laut UNESCO waren alleine in Lateinamerika rund 160 Millionen Schülerinnen und Schüler von Schulschließungen betroffen. Anlässlich des akuten Handlungsbedarfs hat sich die Siemens Stiftung mit Partnerinstitutionen und Bildungsministerien in Lateinamerika zusammengeschlossen und die Initiative MINT-Bildung für Innovation ins Leben gerufen. Mit der finanziellen Unterstützung von Siemens Caring Hands e. V. ist es gelungen, innovative Bildungsformate im MINT-Unterricht in sieben Ländern zur Verfügung zu stellen. In einer Interview-Reihe berichten Pädagoginnen und Pädagogen, was sich seither in ihrem Kindergarten- oder Schulalltag verändert hat.

MINT-Bildung für Innovation

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Durch die inhaltliche Unterstützung der Bildungsinitiative MINT-Bildung für Innovation ist es der Lehrerin Selene Esparza gelungen, mit ihren Schülerinnen und Schülern einen interessanten und lebensnahen Unterricht zu gestalten – trotz aller Herausforderungen, die die Pandemie mit sich brachte. Sie hat ihrer Klasse Naturphänomene erklärt und es mithilfe der Inhalte des Medienportals und CREA (Centro Recursos Educativos Abiertos) sogar geschafft, dass die Jugendlichen eine Lösung für ein alltägliches Problem finden konnten: einen Wasserfilter, der auf einfache Weise Wasser reinigt und zu Trinkwasser aufbereitet. Damit hat Selenes Unterricht die Lebensbedingungen des gesamten Ortes verbessert.

Die Schule der Saisonarbeiter

Die „Schule der Saisonarbeiter“ (spanisch: Escuela Jornaleros Migrantes) liegt inmitten der weitläufigen Bohnen-, Chili- und Tomatenfelder des Bundesstaats Zacatecas in Mexiko. In kleinen Hütten zwischen den Feldern wohnen Wanderarbeiterinnen und -arbeiter mit ihren Familien. Sie leben dort nur für die Zeit der Aussaat oder der Ernte, dann ziehen sie weiter, dorthin, wo es gerade Arbeit gibt.

Die Ansammlung von Häusern ist kein richtiger Ort, sie hat nicht mal einen eigenen Namen. Umgangssprachlich nennt man sie den „Ort der kollektiven Wasserlöcher“ (spanisch: Pozos colectivos), weil es hier Auffangbecken für Wasser gibt, die der Bewässerung der Felder dienen.

Von Guadalupe aus, der Hauptstadt der gleichnamigen Region, verlasse ich nach etwa 30 Minuten Fahrt die asphaltierte Straße, dann führt ein kleiner Pfad durch Felder. Nach weiteren 30 Minuten erreiche ich einen großen Baum und einen Eisenbahnwaggon. Das ist die Schule. Es gibt an diesem Ort keine Form von technischer Verbindung zur Außenwelt. Nicht mal eine Antenne oder einen Telekommunikationsmast.

Ein Zugwaggon, der als Klassenzimmer für die Schule umgebaut wurde.
© Siemens Stiftung, Fotograf*in: Selene Esparza

Die Kinder und Jugendlichen dort stehen stellvertretend für rund 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler Lateinamerikas. Sie haben keine Möglichkeit für digitalen Unterricht. An meinem ersten Tag dort bekam ich den Schlüssel vor Ort ausgehändigt. Ich schloss den Eisenbahnwaggon auf und musste mich erstmal setzen. Ich dachte: Das ist also die Realität – ich sitze zwischen Tomaten, Bohnen und Chili. Kein Computer und kein Internet werden hier funktionieren.

Wir waren drei Lehrerinnen, die insgesamt rund 80 Schülerinnen und Schüler und Kindergartenkinder betreut haben. Täglich fuhren wir zu dritt mit einem unserer Autos gemeinsam ins Dorf und zurück. Die Jugendlichen kamen oft mit dem Moped in die Schule und hatten die kleineren Kinder hinten drauf. Fünf 13- bis 15-Jährige waren in meinem Unterrichtsbereich.

Das ist also die Realität – ich sitze zwischen Tomaten, Bohnen und Chili. Kein Computer und kein Internet werden hier funktionieren.

Mein Unterricht musste die Eltern überzeugen, dass die Schulstunden wichtiger als die Arbeit auf dem Feld sind.

Mit einer kleinen tragbaren Tafel habe ich meist draußen unter dem großen Baum Matheaufgaben vermittelt, während die Jugendlichen um mich herum auf Felsblöcken saßen. Sie wollten lieber im Freien sitzen, in der Gegend wird es bitterkalt und der Eisenbahnwaggon ist unbeheizt. So konnte ich ihnen viel über die Beobachtung ihrer Umwelt beibringen. Doch je kälter es wurde, desto weniger Schülerinnen und Schüler kamen zum Unterricht. Ein Grund dafür waren auch die Eltern: Sie baten oft ihre Kinder, teilweise schon ab acht Jahren, auf den Feldern mitzuhelfen. Mein Unterricht musste also die Eltern davon überzeugen, dass die Schulstunden wichtiger als die Arbeit auf dem Feld sind.

Die COVID-19-Pandemie

In der Pandemie musste ich meinen Unterricht grundlegend verändern. Als Corona begann, habe ich anfangs versucht, meinen Schülerinnen und Schülern per Nachricht auf das Handy Anweisungen für den Unterricht zu schicken. Doch der Ort selbst hat keinen Empfang. Die Jugendlichen müssen auf ein Feld in der Gegend laufen und ihr Telefon an bestimmten Punkten in die Luft halten, um Netz zu haben. Sie besitzen keine großen Internetpakete auf dem Handy. Oft haben sie die Nachrichten einfach nicht abgerufen oder es hat sehr lange gedauert. Ihre Eltern haben sie öfter als sonst mit aufs Feld genommen, sie haben dort manchmal zwölf Stunden gearbeitet und waren dann zu erschöpft, um noch Aufgaben zu erledigen.

Die Jugendlichen müssen auf ein Feld in der Gegend laufen und ihr Telefon an bestimmten Punkten in die Luft halten, um Netz zu haben.

Anfangs war ich verzweifelt: Wie sollte ich die Kinder und Jugendlichen dazu bringen können, zu lernen, wenn ich selbst nur selten vor Ort sein konnte? Zu meinem eigenen und dem Schutz meiner Schülerinnen und Schüler bin ich nicht mehr täglich in das Dorf gefahren, sondern nur noch alle 15 Tage. Aber ich musste hin, anders kamen die Jugendlichen in dieser abgelegenen und von der Außenwelt abgeschotteten Gegend nicht an Lernmaterialien.

Ich habe also an meinem eigenen Computer zu Hause ein Lehrbüchlein mit Anweisungen vorbereitet und es dann vor Ort mit Maske und Gesichtsschutz bekleidet an die Schülerinnen und Schüler ausgeteilt. Die Jugendlichen selbst trugen Mund-Nase-Schutz, mehr konnten sich die meisten Familien nicht leisten. In dem Lehrbüchlein habe ich den Lehrplan des mexikanischen Bildungsministeriums mit Elementen des experimentellen Lehrens und Lernens verbunden, mit einer Mischung aus Materialien aus dem CREA-Portal und den Webinaren von Siemens Stiftung und INNOVEC. Zu jeder Aufgabe des Büchleins gehört ein Experiment aus dem MINT-Bereich, das erarbeitet und dokumentiert werden sollte.

Viel von meinem eigenen didaktischen Wissen habe ich aus den Kursen, in denen ich Experimento kennenlernte. Und viele Materialien, mit denen ich arbeite, habe ich von der CREA-Plattform, dem Bildungsportal der Siemens Stiftung in spanischer Sprache. Ich habe dort tolle Anregungen bekommen, die meine eigenen Ideen für einen forschenden Unterricht sortiert und systematisiert haben. Ich habe gelernt, Kinder anzuleiten, ihre Umwelt genau zu beobachten, und über Naturphänomene Inhalte für Biologie, Mathematik, Spanisch und Geschichte zu vermitteln.

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Die Online-Version der Unterrichtsmaterialien hat mir sehr viel geholfen. Ich konnte die Dokumente auch ausdrucken und offline vermitteln – in den abgelegensten Orten Mexikos. Dadurch, dass die Materialien frei verfügbar sind, konnte ich sie als Lehrkraft überhaupt erst kennenlernen und letztlich für die konkrete Situation meiner Schülerinnen und Schüler aufbereiten, ihnen zur Verfügung stellen und mit ihnen daran arbeiten.

Abschluss des Schuljahres 2020-2021, mit der Schülerin Perla aus der zweiten Klasse.
© Siemens Stiftung, Fotograf*in: Selene Esparza
Feierlichkeiten zum mexikanischen Unabhängigkeitstag in einer Schule für Wanderarbeiter*innen.
© Siemens Stiftung, Fotograf*in: Selene Esparza

Mit einem Experiment zu mehr Lebensqualität

Wie kann ich unter diesen Bedingungen Hygiene vermitteln? Wie unterrichte ich das Thema Trinkwasser? Solche Fragen beschäftigten mich, weil sie die Jugendlichen direkt betrafen. Im Ort gab es nur die Auffangbecken für Regenwasser und ein paar gebohrte Brunnen, aber das Wasser war nicht sauber, geschweige denn trinkbar.

Die Idee für das Bauen eines Wasserfilters habe ich aus dem Medienportal der Siemens Stiftung. Der Filter besteht aus einfachen Materialien: einem Stück Stoff, einem feinen Drahtgewebe und kleinen Kieseln. Das Experiment erschien mir sinnvoll – für die Jugendlichen, deren Neugier und naturwissenschaftliches Wissen, aber auch für ihre Familien. Als die Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal das Wasser gesehen haben, das aus den Filtern floss, waren sie unheimlich überrascht: Es hatte eine komplett andere Farbe als das verschmutzte Wasser, das sie kannten. Es schmeckte nicht mehr schmutzig.

Als die Schüler*innen zum ersten Mal das Wasser gesehen haben, das aus den Filtern floss, waren sie unheimlich überrascht.

Die Eltern haben den Nutzen sofort erkannt und selbst Materialien beigesteuert.

Ein Wasserfilter wurde an einer Wasserquelle in direkter Nähe der Schule eingesetzt, die Jugendlichen bauten diese einfachen Filter dann für die Verwendung zu Hause nach. Die Eltern haben den Nutzen sofort erkannt und selbst Materialien beigesteuert, die sie in der Umgebung gefunden haben. Und die Schülerinnen und Schüler waren so stolz. Sie haben gelernt, dass sie selbst in der Lage sind, Probleme ihrer Gemeinde mit MINT zu lösen. Und dass sie dieses Wissen in der Schule bekommen.

Solche Lösungen verbessern die Lebenssituation der Kinder direkt. Das war tatsächlich das Fach, in dem die Schülerinnen und Schüler am meisten Motivation gezeigt und gar nicht genug kriegen konnten. Der Bezug zu ihrer eigenen Realität, der sichtbare Nutzen dieses Wissens hat sie schneller und besser lernen lassen.

Wie ich zu den Naturwissenschaften kam

Ich habe Biologie studiert. Eigentlich wollte ich nie Lehrerin werden. Doch nach Abschluss meines Biologiestudiums bin ich mit der Bildungsinstitution INNOVEC in Kontakt gekommen. Ich habe mich sehr dafür interessiert, wie das Forschende Lernen und die Naturwissenschaften über das SEVIC-Experimento-Programm vermittelt werden. Ich habe alle Fortbildungen gemacht, die für die unterschiedlichen Schulstufen angeboten wurden, auch nahm ich an dem Train-the-Trainer-Programm teil und schulte sogar andere Lehrkräfte. Das hat mir super gefallen. Die Workshops und Programme haben mir die Welt des Lehrens und des Lehrerin-Seins eröffnet.

Ein kleiner Pfad über Felder führt in das Klassenzimmer der Ramón López Velarde Grundschule.
© Siemens Stiftung, Fotograf*in: Selene Esparza

Als meine Mutter an Krebs erkrankte und ich die Familie finanziell mitunterstützen musste, entschied ich, eine reguläre Lehrstelle anzunehmen. Hier in Mexiko haben wir ein Bildungssystem speziell für entlegene Gemeinden. Es wurde aufgebaut, um auch dort möglichst allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, zu lernen. Das System, das für 12- bis 15-Jährige entwickelt wurde, basiert vor allem auf Remote-Education, also Distanzlernen.

Ich unterrichtete in kleinen abgelegenen Orten, die weit davon entfernt waren, an irgendwelche Systeme angebunden zu sein.

Bevor es großflächig Internet gab, lief diese Form der Bildung über das Radio und den Fernseher. Es wurden staatliche Kanäle entwickelt für Bildungsprogramme und Inhalte. Viele Menschen, die anfangs in diesem Bereich unterrichteten, hatten keine pädagogische Ausbildung – wie ich. Ich habe die Fortbildung von INNOVEC beendet, wurde aber in erster Linie als Biologin angestellt für den Bereich Naturwissenschaften.

Meine Anstellungen in diesem Bereich waren alle ähnlich herausfordernd: Ich unterrichtete in kleinen abgelegenen Orten, die weit davon entfernt waren, an irgendwelche Systeme – weder didaktisch, noch technisch oder gesellschaftlich – angebunden zu sein. Ich unterrichtete stets eine große Zahl Kinder unterschiedlichster Herkunft und Bildungsniveaus. Und ich lehrte oft nicht in Fächern, für die ich ausgebildet war. Die Pandemie hat diesen Herausforderungen die Krone aufgesetzt.

Heute

Seit kurzer Zeit unterrichte ich an einem neuen Einsatzort 15 Schülerinnen und Schüler. Der Ort hat Handyempfang, sodass ich mit den Kindern über WhatsApp kommunizieren kann. Das funktioniert fantastisch! Sie bekommen Aufgaben von mir zugesendet, als Text- oder Audiodatei und als Fotos. Auch hier versuche ich, die Lehrinhalte eng mit der Erlebniswelt der Jugendlichen zu verknüpfen.

Inzwischen haben sich viele Eltern in die Gruppe eingeklinkt, sie stellen Fragen und lernen mit. Wir diskutieren in der Gruppe auch Fragen, die um die Verknüpfung von Naturwissenschaften und Kunst kreisen.

Inzwischen haben sich viele Eltern in die Gruppe eingeklinkt, sie stellen Fragen und lernen mit.

„Was seht ihr heute um euch herum?“, frage ich oft. „Haltet inne und fotografiert das, was euch am meisten interessiert. Es kann das kleinste Detail sein.“

Ich bekomme die interessantesten Fotos zugesendet. Die Schülerinnen und Schüler schicken Fotos von Grashalmen, von Pferden. Manche schreiben: „Ich liege auf dem Gras und schaue in den Himmel und sehe die Wolken.“ Andere schicken Fotos von Blumen, von Gerichten, die es zu essen gibt. Auch darüber wird gesprochen.

Ramón López Velarde Grundschule, Pozos Colectivos, Guadalupe, Zacatecas
© Siemens Stiftung, Fotograf*in: Selene Esparza

Wir sprechen auch über Sozio-Emotionales. Gerade in der Pandemie empfinden die Jugendlichen einen ganz anderen Druck, was Freundschaften, was soziales Miteinander angeht. Auch die Eltern fragen mich, wie sie damit umgehen sollen, schildern, dass die Kinder unter dem Gefühl der Isoliertheit leiden, unter den fehlenden direkten Sozialkontakten. Ich muss kreativ sein, um das aufzufangen. Doch so einschränkend WhatsApp auch aussieht, so überraschend interessant hat sich dieser Austausch bisher gestaltet.

Ein Projekt der Bildungsinitiative MINT-Bildung für Innovation der Siemens Stiftung erstellt gerade Podcasts und virtuelle Cafés von Lehrerinnen und Lehrern für Lehrkräfte zum Unterrichten während der Pandemie. Auch ich wurde dafür interviewt. Durch das Projekt bin ich in Kontakt gekommen mit Lehrkräften aus ganz Lateinamerika, die in ähnlichen Lehrsituationen sind wie ich. Sie alle haben mit Experimento und den digitalen Inhalten aus der CREA-Plattform und dem Medienportal gearbeitet und diese Materialien im Rahmen der Pandemie für ihre Schülerinnen und Schüler offline zugänglich gemacht. Das Netzwerk ist enorm hilfreich, der Erfahrungsaustausch so inspirierend.

Centro Recursos Educativos Abiertos (CREA)

Alle Experimente und Lehrmaterialien unseres Bildungsprogramms Experimento finden Sie frei zugänglich online.

Materialien ansehen

Als Teil meiner Masterarbeit möchte ich mit den Jugendlichen dort einen solarbetriebenen Erhitzer entwickeln.

Jetzt mache ich meinen Master, arbeite aber weiterhin mit den Schülerinnen und Schülern zusammen. Ich habe auch nach meiner Abberufung an eine andere Schule noch Kontakt mit einigen Kindern aus dem „Ort der kollektiven Wasserlöcher“ gehalten. Als Teil meiner Masterarbeit möchte ich mit den Jugendlichen dort einen solarbetriebenen Erhitzer entwickeln – er soll das Problem Kälte an diesem entlegenen Ort lösen. Das Ergebnis wird dazu führen, dass die Schülerinnen und Schüler der Escuela Jornaleros Migrantes regelmäßig in ein gewärmtes Klassenzimmer im Eisenbahnwaggon gehen. Und dass sie nicht so schnell krank werden, weil auch die Hütten ihrer Familie gewärmt sind. Dies würde auch in den Familien die Akzeptanz einer Schulausbildung erhöhen. Das ist mein Ziel, ich bin mir sicher, dass ich es erreichen werde.

Wir haben noch nicht das Geld für die Materialien, die Eltern können dies nicht beisteuern. Aber ich werde es auftreiben. Bis dahin bin ich mir sicher, dass die Jugendlichen das Wissen, das sie beim Bau des Wasserfilters erlangt haben, auch in die nächste Wanderarbeiter-Siedlung tragen werden, sollten ihre Eltern nach der Saison weiterziehen.

September 2021

MINT-Bildung für Innovation

Gemeinsam mit Partner*innen in Chile, Kolumbien, Mexiko, Argentinien, Peru, Brasilien und Ecuador adaptieren wir MINT-Lehr- und -Lerninhalte für den digitalen Einsatz im Unterricht. Siemens Caring Hands e. V. und das Auswärtige Amt unterstützen die Initiative.

Leitung Regionalbüro Lateinamerika
Ulrike Wahl​
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