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Smart Energy Solutions for Africa

Innovationen für nachhaltige Energieversorgung in Afrika

Das Konsortium SESA zielt darauf ab, breiten Zugang zu nachhaltigen und lokalen Energielösungen zu ermöglichen. Das Sozialunternehmen WeTu bringt in der Demonstration Site seine Expertise ein.
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Der afrikanische Kontinent steht vor vielfältigen Herausforderungen im Energiebereich: Große Teile der Bevölkerung haben noch immer keinen Zugang zu bezahlbarer und verlässlicher Energieversorgung –  diese Bedarfe werden in den nächsten Jahren aufgrund von Bevölkerungswachstum und wirtschaftlichem Wachstum weiter steigen. Hier setzt das 30 Partner starke Konsortium „Smart Energy Solutions for Africa“ (SESA) an. Es zielt darauf ab, den Energiezugang für vulnerable Gruppen zu verbessern, ökologischen Wandel zu fördern und wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben.  

Arbeitsgebiet:

Entwicklungskooperation

Region/Land:

Kenia, Ghana, Marokko, Südafrika, Malawi, Namibia, Nigeria, Ruanda, Tansania

Um Ziele des Europäischen Green Deal in Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten umzusetzen, wurde ein vielfältiges, 30 Partner starkes Konsortium gegründet. Innerhalb des Projektes „Smart Energy Solutions for Africa“ (SESA) arbeiten afrikanische und europäische Universitäten, Forschungszentren, Industrieakteure, lokalen Regierungen, Wissens- und Umsetzungsorganisationen und Netzwerke eng zusammen. Mitglieder sind auch die Siemens Stiftung und ihr kenianischen Sozialunternehmen WeTu. Das gemeinsame Ziel des Konsortiums ist es, innovative Energielösungen und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Afrika zu fördern. Lösungen, die bereits auf dem Kontinent vorhanden sind, sollen besser genutzt und skaliert werden.

Photovoltaik und Solar Stationen, innovative Energiespeichersysteme, Recycling von Altbatterien für Elektromobilität, ländlicher Internetzugang – das SESA Projekt fördert eine vielseitige Bandbreite an Lösungen, die Energie für die produktive Nutzung bereitstellen. Zunächst werden die Innovationen an ausgewählten Standorten („Demonstration Sites“) in Kenia entwickelt und getestet. Zuständig für die Demonstration Sites ist unser Sozialunternehmen WeTu, das entlang der Küste des Viktoriasees an innovativen Lösungen zur Energie- und Trinkwasserversorgung arbeitet.

Im zweiten Schritt werden durch offene Ausschreibungen Unternehmen in den Ländern Ghana, Malawi, Südafrika und Marokko gesucht, die ausgewählte lokale Innovationen und Business Modelle für vulnerable Gruppen mit niedrigem Einkommen testen, validieren und an die jeweiligen lokalen Bedarfe anpassen („Validation Sites“). Daraufhin werden durch eine zweite Ausschreibung Sozialunternehmen in den Ländern Namibia, Nigeria, Ruanda und Tansania ausgewählt, die bei einer großflächigen Replikation und Skalierung ausgewählter, besonders vielversprechender Lösungen  unterstützt werden („Replication Sites“).

Die Test Sites, Validation Sites und Replication Sites repräsentieren eine diverse Mischung von Regionen in Afrika und bieten ein breites Spektrum an unterschiedlichen sozioökonomischen und politischen Umfeldern.

Um die Reproduzierbarkeit der Projektergebnisse und eine langfristige gesellschaftliche Wirkung zu gewährleisten, arbeiten lokale Interessensgruppen, nationale und regionale Verwaltungen und europäische Institutionen eng zusammen. Lokale Behörden und Unternehmen werden in den gemeinsamen Entwicklungsprozess einbezogen, nehmen an den Peer-Learning-Aktivitäten und dem Kapazitätsaufbau im Rahmen des Projekts teil und werden bei der Replikation und Skalierung unterstützt. Es wird ein Austauschprogramm für die beteiligten Institutionen und Unternehmen entwickelt, um Erfahrungen aus erster Hand zu sammeln. Zu jeder Technologie, die in den Ländern getestet, validiert oder repliziert wird, werden umfassende Informations- und Schulungspakete bereitgestellt, um die Umsetzung, Verbreitung und Vervielfältigung in weiteren afrikanischen Ländern zu vereinfachen. Die Pakete werden über eine Online-Toolbox frei zugänglich sein.

Wussten Sie…

… dass zurzeit 573 Millionen Menschen in Subsahara-Afrika keinen hinreichenden Zugang zu Elektrizität haben?

Die Siemens Stiftung verfügt über langjährige Erfahrung in der Unterstützung von Sozialunternehmen in Afrika mit Fokus auf Grundversorgung. Dazu gehört die Suche nach erfolgsversprechenden Unternehmen über unser breites Partnernetzwerk, der Aufbau von Kapazitäten, Mentoring und Schulungen für Unternehmen und die Bereitstellung von Zugang zu langfristiger Finanzierung über unsere Netzwerke oder unsere eigenen finanziellen Förderungen. Im Rahmen des SESA Projektes sind für die oben erwähnten Ausschreibungen („Open Calls“) zuständig, wobei wir eng mit unserem Konsortiumspartner Smart Innovation Norway zusammenarbeiten.

Das SESA Projekt hat eine Laufzeit von 48 Monaten von Oktober 2021 bis einschließlich September 2025 und basiert auf einer starken Partnerschaft zwischen führenden afrikanischen und europäischen Universitäten, Forschungszentren, Industrieakteuren, lokalen Regierungen, Wissens- und Umsetzungsorganisationen und Netzwerken. Gefördert wird das Konsortium durch das HORIZON2020 Programm der Europäischen Kommission.

Mitglieder des Konsortiums sind: F6S Innovation, Green Energy Park, Going Green, Leitat, Make It Green, Metanogenia, Siemens Stiftung, Cenex Nederland, WeTu, ICLEI, UN Environment Programme, UNEP DTU Partnership, Urban Electric Mobility Initiative (UEMI), UN-Habitat, Aamusted, uYilo eMobility Programme, Namibia University of Science and Technology (NUST), Smart Innovation Norway, Blekinge Institute of Technology (BTH), TECNALIA, The University of Rwanda (UR), Wuppertal Institut, Basic Internet Foundation und Elico Foundation.

Projektansprechpartnerin Siemens Stiftung
Elisabeth Biber

+49 8954 0487 304