Smart Energy Solutions for Africa

Innovationen für nachhaltige Energieversorgung in Afrika

Das SESA-Konsortium setzt sich für bezahlbare Energie und den Zugang zu Energie für ländliche einkommensschwache Gemeinden ein.
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Der afrikanische Kontinent steht vor vielfältigen Herausforderungen im Energiebereich: Große Teile der Bevölkerung haben noch immer keinen Zugang zu bezahlbarer und verlässlicher Energieversorgung –  diese Bedarfe werden in den nächsten Jahren aufgrund von Bevölkerungswachstum und wirtschaftlichem Wachstum weiter steigen. Hier setzt das 30 Partner starke Konsortium „Smart Energy Solutions for Africa“ (SESA) an. Es zielt darauf ab, den Energiezugang für vulnerable Gruppen zu verbessern, ökologischen Wandel zu fördern und wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben.    

Um den Europäischen Green Deal in Partnerschaft mit afrikanischen Ländern umzusetzen, brachte das Projekt „Smart Energy Solutions for Africa“ (SESA) ein vielfältiges Konsortium aus 30 Partner*innen zusammen, um innovative Energielösungen zu fördern. Darunter waren afrikanische und europäische Universitäten, Forschungszentren, Akteure aus der Industrie, Kommunalverwaltungen, Wissens- und Umsetzungsorganisationen, Netzwerke sowie die Siemens Stiftung und ihr kenianische Sozialunternehmen WeTu. Mit einem starken Fokus auf der Replikation und Skalierung lokal entwickelter Lösungen hat sich das Projekt mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) zusammengetan, um eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Afrika zu unterstützen. 

29

Partner

19

Anwendungsfälle

9

Afrikanische Länder

207

Eingegangene Bewerbungen

200

Direkte Arbeitsplätze 

30 %

mehr Kunden 

Das SESA-Projekt hat ein breites Portfolio innovativer Energielösungen für den produktiven Einsatz vorangetrieben, darunter Photovoltaik- und Solaranlagen, innovative Energiespeicher, Batterierecycling für die Elektromobilität und Internetanbindung im ländlichen Raum. Diese Innovationen wurden unter realen Bedingungen an „Demonstrationsstandorten“ in Kenia entwickelt, getestet und erprobt, unter der Leitung des Sozialunternehmens WeTu. Von der Siemens Stiftung gegründet, versorgt WeTu Fischergemeinden entlang der Region des Viktoriasees mit integrierten nachhaltigen Energie- und Wasserlösungen. 

Daran anschließend erweiterte SESA seine Wirkung durch „Validierungsstandorte“ in Ghana, Malawi, Südafrika und Marokko, wo lokale Unternehmer*innen Technologien und Geschäftsmodelle anpassten und validierten, um den Bedürfnissen einkommensarmer Gemeinden gerecht zu werden. Anschließend ermöglichten „Replikationsstandorte“ in Namibia, Nigeria, Ruanda und Tansania die groß angelegte Replikation und Skalierung der vielversprechendsten Lösungen und demonstrierten deren Tragfähigkeit in unterschiedlichen sozioökonomischen und politischen Kontexten. 

Ein zentraler Erfolgsfaktor von SESA war die enge Zusammenarbeit verschiedener Interessengruppen. Lokale Behörden und Unternehmen waren in den gemeinsamen Entwicklungsprozess eingebunden. Durch Peer-Learning, Kapazitätsaufbau und Austauschprogramme stärkten Institutionen und Unternehmen ihre Fähigkeiten zur Umsetzung, Anpassung und Skalierung von Lösungen. Umfassende Technologie- und Schulungspakete wurden entwickelt und über eine Online-Toolbox frei zugänglich gemacht, um die Verbreitung und Replikation von SESA-Innovationen in ganz Afrika zu unterstützen. 

SESA Call for Entrepreneurs 2023

Der zweite Unternehmer*innen-Call (2023) fokussierte die Replikation validierter Lösungen in Namibia, Nigeria, Ruanda und Tansania. Der Call zielte auf spezifische Technologiebereiche wie solare Bewässerung, sauberes Kochen (einschließlich Energiegewinnung aus Abfall), solare Kühlkettenlösungen und Energiespeicherung ab. Acht KMUs wurden im Rahmen eines von der Siemens Stiftung geleiteten Wettbewerbs-verfahrens ausgewählt und erhielten finanzielle Unterstützung von bis zu 100.000 €, sowie Mentoring und Zugang zum SESA-Inkubator. Ziel war es, bewährte Technologien und Geschäftsmodelle an neue lokale Gegebenheiten anzupassen und zu replizieren, um so den Zugang zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen, die ländliche Wirtschaft zu stärken und neue Möglichkeiten für grüne Arbeitsplätze zu schaffen.

SESA Call for Entrepreneurs 2022

Der erste Call für Unternehmer*innen (2022) wurde als offene und wettbewerbsorientierte Ausschreibung für kleine und mittlere Unternehmen in Ghana, Malawi, Marokko und Südafrika gestartet, mit einem Schwerpunkt auf Lösungen für die produktive Energienutzung wie Anwendungen im Bereich erneuerbare Energien, energie-effiziente Technologien, Biomasse sowie Informations- und Kommunikations-technologie. Aus fast 100 Bewerbungen wurden vier Unternehmen aufgrund ihres hohen Replikationspotenzials ausgewählt. Diese Unternehmen nahmen am SESA-Inkubatorprogramm teil, in dessen Rahmen ihre Technologien und Geschäftsmodelle in den Living Labs des Projekts getestet und validiert wurden, wodurch die Grundlage für skalierbare und lokal anpassbare Lösungen geschaffen wurde.

F6S Innovation, Green Energy Park, Going Green, Leitat, Make It Green, Metanogenia, Siemens Stiftung, Cenex Nederland, WeTu, ICLEI, UN-Umweltprogramm, UNEP-DTU-Partnerschaft, Urban Electric Mobility Initiative (UEMI), UN-Habitat, Aamusted, uYilo eMobility Programme, Namibia University of Science and Technology (NUST), Smart Innovation Norway, Blekinge Institute of Technology (BTH), TECNALIA, The University of Rwanda (UR), Wuppertal Institut, Basic Internet Foundation und Elico Foundation. 

Projektmanagerin, Siemens Stiftung
Elisabeth Biber
elisabeth.biber@siemens-stiftung.org