Pressemitteilung | Sozialunternehmertum |

Gemeinsam für sauberes Wasser: Von globalen Zusagen zu lokalem Handeln

Dezentrale und lokal entwickelte Lösungen bringen sicheres Trinkwasser näher zu den Menschen 

© Siemens Stiftung 

Um die Dringlichkeit des Zugangs zu sicherem Wasser im Rahmen des High-Level Political Forum der Vereinten Nationen (HLPF) zu verdeutlichen, veranstalten Viva con Agua Sankt Pauli e.V., das German WASH Network, die well:fair foundation und die Siemens Stiftung gemeinsam mit Partnern der deutschen HLPF-Delegation am 14. Juli ein „Leadership Breakfast“  American Council on Germany im American Council on Germany in New York. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zu stärken und Fortschritte bei der Umsetzung des Nachhaltigkeitsziels SDG 6 „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“ zu beschleunigen.

Die veranstaltenden Organisationen bringen Expertise in den Bereichen Sozialunternehmertum, gemeinschaftsgetragene Wasser- und Sanitärprogramme, öffentliche Mobilisierung sowie internationale politische Interessenvertretung sowie weitreichende praktische Umsetzungserfahrung in das HLPF ein. Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Regierungen, den Vereinten Nationen, Stiftungen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Jugendorganisationen aus Europa, Afrika und den USA kommen unter dem Motto „Making Implementation Visible: Connecting Global Commitments with Local Action“ zusammen. 

Blaupause für sicheren Wasserzugang in abgelegenen Regionen

Die Siemens Stiftung wird ihr neues Positionspapier „Von Wasserknappheit zu Wassersicherheit: Ein systemischer Ansatz durch Sozialunternehmertum und Partnerschaften“ vorstellen. Aufbauend auf mehr als einem Jahrzehnt der Zusammenarbeit mit Sozialunternehmerinnen und Sozialunternehmern zeigt die Publikation deren zentrale Rolle bei der Sicherstellung eines nachhaltigen Zugangs zu sauberem Wasser sowie bei der Förderung weiterer wichtiger Nachhaltigkeitsziele auf – darunter Gesundheit, Geschlechtergleichstellung, Klimaschutz und Wirtschaftswachstum in Ostafrika. 

„Sicheres Wasser ist ein Menschenrecht und die Grundlage für Gesundheit, Bildung, wirtschaftliche Chancen und Klimaresilienz. Unsere Erfahrung zeigt, dass nachhaltige Lösungen durch sektorübergreifende Zusammenarbeit entstehen. Das HLPF bietet uns die Möglichkeit, lokale Innovationen mit globaler Politikgestaltung zu verknüpfen und die Partnerschaften zu stärken, die notwendig sind, um Fortschritte bei der Umsetzung von SDG 6 zu beschleunigen“, sagt Dr. Nina Smidt, CEO und Sprecherin, Siemens Stiftung. 

Globales Handeln stärken

Die Teilnehmenden werden auch zur Initiative Pass the Waterbeitragen, die vom German WASH Network mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von Viva con Agua, der Siemens Stiftung, der well:fair foundation und Hansgrohe initiiert wurde. Die Kampagne nutzt die verbindende Kraft des Sports, um auf das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung aufmerksam zu machen und Synergien im Vorfeld der UN-Wasserkonferenz 2026 zu erzeugen. Durch die symbolische Weitergabe eines Fußballs sowie das Teilen persönlicher Videobotschaften und Verpflichtungen appellieren die Teilnehmenden an Regierungen und Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, konkrete Maßnahmen zu beschleunigen. 

Agnes Fritz, Geschäftsführerin von Viva con Agua Sankt Pauli e.V., erklärt: „Wir sind überzeugt, dass Veränderung bei den Menschen und in den Gemeinschaften beginnt. Deshalb nutzen wir die universellen Sprachen von Kunst, Musik und Sport. Sie bringen Menschen zusammen, schaffen Verbindungen und verwandeln Bewusstsein in Handeln. Keine einzelne Organisation, Regierung oder kein einzelnes Unternehmen kann die globale Wasserkrise allein lösen. Wir brauchen Partnerschaften über Sektoren, Generationen und Kulturen hinweg. Wir müssen Wasser zu einer gemeinsamen Verantwortung machen. Denn wenn Menschen sich verbunden fühlen, beginnen sie sich zu engagieren. Und wenn sie sich engagieren, handeln sie.“ 

Auf dem Weg nach Abu Dhabi

er Dialog ist um eine einfache, aber wirkungsvolle Frage aufgebaut: „Was bedeutet Wasser für mich?“ Die Teilnehmenden werden praktische Erfahrungen, Erkenntnisse und erfolgreiche Partnerschaften teilen und sich mit der internationalen Wasser-Community vernetzen, um Impulse für die UN-Wasserkonferenz im Dezember in Abu Dhabi zu setzen. 

„Die Welt verfügt bereits über die Lösungen, die zur Erreichung von SDG 6 notwendig sind. Was fehlt, sind politische Führung und eine Umsetzung im erforderlichen Maßstab. Die internationale Gemeinschaft hat 46 Jahre zwischen der ersten und der zweiten UN-Wasserkonferenz gewartet – und wir können es uns schlicht nicht leisten, erneut so lange zu warten. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, Verpflichtungen in konkretes Handeln zu überführen“, sagt Thilo Panzerbieter, Vorsitzender des German WASH Network. 

Dieses gemeinsame Engagement, globale Ambitionen in lokal getragenes Handeln zu übersetzen, kann durch die Bündelung komplementärer Stärken und die konsequente Einbindung lokaler Gemeinschaften in den Mittelpunkt der Umsetzung verwirklicht werden. 

„Indem wir diese unterschiedlichen Sektoren in einem Raum zusammenbringen, besitzt dieses Gespräch das Potenzial, Silos aufzubrechen und unsere jeweiligen Kompetenzen zusammenzuführen: die technische Innovationskraft des Privatsektors, das soziale und kontextbezogene Wissen von NGOs und Stiftungen sowie den regulatorischen Rahmen staatlicher Institutionen. Es schafft die notwendige Brücke, um von transaktionsorientiertem Sponsoring zu echten, systemischen Partnerschaften zu gelangen“, ergänzt Shari Malzahn-Ape, Vorstandsmitglied der well:fair foundation. 

Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, am Leadership Breakfast teilzunehmen und mit unseren Sprecherinnen und Sprechern Interviews zu führen, um mehr über unsere Initiativen zu erfahren. Für Terminvereinbarungen wenden Sie sich bitte an Johannes Rueck, Koordinator des German WASH Network. 

Sie können das Positionspapier hier herunterladen:

Über unsere Partner*innen

Viva von Agua Sankt Pauli e.V. 
Viva con Agua is an international network and non-profit organization dedicated to establishing a world where all people have access to clean drinking water and basic sanitation. Through joyful engagement, art, and sustainable social businesses, Viva con Agua empowers people to actively participate in global change. “All in for Water.” https://vivaconagua.org  

German WASH Network
Das German WASH Network vertritt 30 deutsche Nichtregierungs-organisationen (NGOs), die weltweit in den Bereichen humanitäre Hilfe, Wiederaufbau und Entwicklungszusammenarbeit im Wasser-, Sanitär- und Hygienesektor (WASH) tätig sind. Das Netzwerk setzt sich durch gemeinsame politische Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit dafür ein, den politischen Stellenwert von WASH zu erhöhen. Zudem fördert es die Professionalisierung des Sektors durch kontinuierlichen Wissensaustausch sowie durch eine verbesserte Zusammenarbeit und Komplementarität zwischen humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit.
Gemeinsam sind wir stärker! 
https://www.washnet.de/en/  

well:fair foundation
(Formerly Neven Subotic Stiftung) is a non-profit foundation dedicated to providing rural communities in Ethiopia, Kenya, and Tanzania with sustainable access to water, sanitation, and hygiene (WASH). They uniquely guarantee that 100% of public donations go directly to their on-the-ground projects.
https://wellfair.ngo/ 

Senior Projektmanagerin, Siemens Stiftung
Christine Meinhardt
Christine.Meinhardt@siemens-stiftung.org

Pressekontakt

Communications / Head of Media Relations
Jagori Dhar
jagori.dhar@siemens-stiftung.org
+49  172 7215 736

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Sozialunternehmerische und eigenverantwortliche Lösungen für Trinkwasser und Hygiene

Mit unseren Programmen tragen wir dazu bei, einen Wandel in der Trinkwasserversorgung und der hygienischen Rahmenbedingungen in Ostafrika zu bewirken. Erfahren sie mehr über unsere Expertise und Best Practices in diesem Bereich.  

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