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Meldung | Bildung | 30. Juni 2021

Berufliche Orientierung im MINT-Bereich: Das Engagement der Siemens Stiftung in Ghana

Dem Ansatz folgend „hands-on – minds-on“ schlägt das Programm „Experimento – Vocational Orientation" die Brücke von der Schule zum beruflichen Alltag.
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Die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte im MINT-Bereich ist eine wichtige Voraussetzung für die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Allerdings erfährt die berufliche Bildung oftmals gesellschaftlich keine ausreichende Wertschätzung. Gerade aber fundiert ausgebildete Facharbeiterinnen und -arbeiter tragen maßgeblich zur Wertschöpfung eines Landes bei.

Um die Brücke zwischen schulischer Theorie und praktischem Berufsalltag zu schlagen, ist zum einen die Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Akteuren auf dem Gebiet der MINT-Bildung essenziell. Zum anderen gilt es die Lehrkräfte dahingehend zu schulen, dass sie ebendiese Brücke schlagen können.  

Die Siemens Stiftung unterstützt diesen Weg mit Fortbildungen für Lehrkräfte zur beruflichen Orientierung. Dabei werden praxisorientierte Lerninhalte um digitale Komponenten ergänzt: Das Medienportal der Siemens Stiftung bietet neben digitalen Schulungsmaterialien für Lehrkräfte und Lernende auch Web-Based-Trainings (WBT) zur Berufsorientierung an. In den WBTs werden anhand der Vorstellung von Berufsbildern, wie dem des Elektrikers und der Elektrikerin oder des Agripreneurs, niedrigschwelliges MINT-Wissen und berufliche Orientierung miteinander verbunden. Das Ziel ist, die Wahrnehmung von MINT-Berufen positiv zu verstärken.

Kooperation für berufliche Orientierung in Ghana

In Ghana arbeitet die Stiftung mit CTVET, der Commission for Technical and Vocational Education and Training, eine dem Bildungsministerium zugeordnete Behörde, die verantwortlich ist für berufliche Bildung. Ein Ziel von CTVET ist es, die Wertschätzung und Anerkennung der beruflichen Bildung im Land zu stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, hat CTVET zahlreiche Programme, Initiativen und Marketingstrategien aufgelegt.

Ein Programm sind sogenannte TVET-Clubs, die an Junior High Schools angesiedelt werden. An diesen Schulen – und zwar in den sensiblen Jahrgangsstufen 7 bis 9 – treffen Jugendliche die Entscheidung, welchen Schwerpunkt oder welchen weiteren Zweig sie in ihrer Schullaufbahn wählen. Hier wollen CTVET und die Siemens Stiftung ansetzen, um Schülerinnen und Schüler für MINT und nachfolgend für MINT-Berufe zu begeistern.

Die Herangehensweise erfolgt über das Programm „Experimento – Vocational Orientation“, das Lehrkräfte zu zukünftigen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der TVET-Clubs schult. Inhalte der Schulungen sind Themen, die im Lehrplan verankert sind, wie z. B. erneuerbare Energien, Klimawandelbildung, aber auch Computational Thinking und Elektronik. Im Rahmen von Computational Thinking etwa liegt der Fokus der Experimento-Schulungen auf naturwissenschaftlichen Experimenten, die mit der Computing-Plattform Arduino verknüpft werden und somit den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit bieten, Computational Thinking in der Praxis anzuwenden. Mittels der Lehrplaninhalte der naturwissenschaftlichen Fächer in den Junior High Schools vermitteln die Lehrkräfte Jugendlichen einen handlungsorientierten Zugang zu MINT und zu den Anforderungen der Praxis. Schließlich bleibt Wissen, das durch Experimentieren im Unterricht selbst erfahrbar wurde, nachhaltig präsent.

Lesen Sie hier über die Marktchancen für deutsche Aus- und Weiterbildungsanbieter in der aktuellen iMOVE Marktstudie Ghana.

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