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MINT-Bildung in Nigeria

Perspektiven für Bildung und Beschäftigung

Gute MINT-Bildung – ein erster Schritt für chancenreiche Zukunftsberufe, neues Wissen und Innovationen.
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Das gemeinsame Experimentieren fördert nicht nur Fachwissen, sondern auch Selbstständigkeit und Teamfähigkeit.
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Workshop an der University of Lagos: Die Ausbildung der Lehrkräfte ist ausschlaggebend für den Lernerfolg der Schüler.
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Klassen mit 90 Kindern sind keine Seltenheit: Beim Experimentieren lernen sie, zu diskutieren und verantwortlich zu entscheiden.
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„We have to make it happen”, gibt die Aufbruchstimmung in Nigeria wieder. Das multikulturelle und vielfältige Land verfügt über wirtschaftliche Dynamik, kreativen Erfindergeist und eine wachsende Gründerszene im digitalen Zukunftssektor. Vor allem aber ist Nigeria jung, sehr jung: Zwei Drittel der zirka 190 Millionen Einwohner des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas sind Jugendliche. Motiviert und ambitioniert wollen sie eigene Lebenswege entwickeln und das Land bewegen. Aber knapp die Hälfte von ihnen ist ohne Einkommen. Da kaum etwas im Land produziert wird, gibt es wenig nachhaltige Wertschöpfung und kaum Chancen für die Jugend.

Realistische Beschäftigungsperspektiven und eine fundierte Bildung sind zentral für Veränderung und Entwicklung, für chancenreiche Zukunftsberufe, für neues Wissen und Innovationen. Doch hier gibt es noch einiges zu tun: Immer noch besucht ein großer Teil der Kinder im Schulalter keine Schule. Gut ausgestattete Schulen und eine gute Lehrerausbildung sind gefragt.

  • Vierstufiges Bildungssystem: Primary school (6 Jahre), Junior secondary school (3 Jahre), Senior secondary school, (3 Jahre, weiterführend, akademisch orientiert), Hochschulbildung (4 Jahre)
  • Ausgaben für Bildung: keine Angaben
  • WEF Ranking Maths and Science Education: Platz 118 von 137 (2016 – 2017)
  • Wichtige Themen: Fundierte Bildung und Schaffung von Arbeitsplätzen, die Wertschöpfung erlauben für eine junge und wachsende Bevölkerung

Die Siemens Stiftung engagiert sich mit nationalen Bildungsinstitutionen für eine Stärkung der MINT-Bildung, insbesondere durch Konzepte für eine verbesserte Lehrerausbildung:

Internationales Bildungsprogramm Experimento

Die University of Lagos in Nigeria bildet gemeinsam mit der Lagos Energy Academy und „Empowering Africans through Education, einer lokalen NGO, seit 2016 das Experimento-Partnernetzwerk der Siemens Stiftung in Nigeria, um engagierte Lehrkräfte zu Experimento-Multiplikatoren weiterzubilden. Akademische und praxisorientierte Ausbildung gehen damit Hand in Hand. Das ermöglicht gute Chancen für einen direkten Berufseinstieg.

»Wenn Menschen schon früh eine Perspektive haben, stabili­siert das die Gesellschaft. Das hält sie vom Fanatismus ab.«

Berufliche Orientierung

Der Mangel an Arbeitsplätzen und gut ausgebildeten Fachkräften hemmen die Wertschöpfung und das wirtschaftliche Wachstum in Nigeria. Die Verbesserung der Bildungs- und Ausbildungsstrukturen ist essenziell für individuelle Perspektiven und ökonomisches Wachstum mit nachhaltiger Produktivität. Berufliche Orientierung im Rahmen der formalen Schulbildung spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie fördert die gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe junger Menschen und trägt zu Innovation und Entwicklung bei. Mit ihrem Konzept, die Experimento-Schulungen für Lehrkräfte „dual“, also mit einem pädagogisch-didaktisch und praxisorientierten Fokus durchzuführen, gehen die University of Lagos und die Lagos Energy Academy einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung.

Bildung in Afrika

Rebecca Ottmann

+49 174 155 94 83

Länderinformationsportal der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

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