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Experimento

Naturwissenschaft und Technik lebensnah vermitteln

Das internationale Bildungsprogramm Experimento wird derzeit in elf Ländern in Europa, Lateinamerika und Afrika eingesetzt.

Die Bildungsanforderungen sind in jedem Land unterschiedlich und von kulturellen Voraussetzungen stark geprägt. Deshalb sind in allen Ländern örtliche Kooperationspartner wie etwa Bildungsministerien und Universitäten eingebunden. Die Partnerschaften mit den lokalen Bildungspartnern helfen, die jeweils spezifischen Lehr- und Lernanforderungen der unterschiedlichen Länder zu erfüllen.

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  • Lehrer aus Nigeria beim Experimento Workshop.
    Experimento kommt seit 2016 in Nigeria zum Einsatz.
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  • Lehrer aus Nigeria beim Experimento Workshop
    Bei der Vermittlung der didaktischen und methodischen Ansätze von Experimento setzt die Siemens Stiftung auf die Zusammenarbeit mit der University of Lagos.
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  • Lehrer aus Nigeria beim Experimentieren
    Die erste Experimento-Schulung fand im September 2016 an der University of Lagos statt.
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Nigeria ist mittlerweile nicht nur die größte Volkswirtschaft Afrikas, sondern auch der bevölkerungsreichste Staat des Kontinents. Seine Bewohner sind sehr jung: 63 Prozent der Menschen sind jünger als 24 Jahre. Sie bedeuten ein enormes Potential für das Land, gleichzeitig aber auch eine große Herausforderung. Denn sie werden in absehbarer Zeit eine Ausbildung und einen Arbeitsplatz benötigen und damit den Druck auf den Arbeitsmarkt weiter erhöhen. Doch dieser kann schon heute vielen Nigerianern bei extremer Armut der Bevölkerung kein gesichertes Einkommen bieten.

Vor allem Infrastrukturengpässe in Bereichen wie Stromversorgung oder Transport sowie große Herausforderungen im Bildungssystem sind es, die die wirtschaftliche und soziale Weiterentwicklung des Landes hemmen. So beträgt die Alphabetisierungsquote bei Männern aktuell 70 Prozent, bei Frauen rund 50 Prozent. Dabei wird die Bedeutung von Bildung von staatlicher Seite als wichtig anerkannt: es besteht Schulpflicht und der Besuch der Grundschule ist kostenlos. In dem über 180 Millionen Einwohner zählenden Land gehen zwar immer noch über zehn Millionen Kinder nicht zur Schule, der Staat unternimmt aber größte Anstrengungen dagegen anzugehen. Er investiert u. a. in den Ausbau von Universitäten und fördert die Basisbildung. Denn den Verantwortlichen ist bewusst, dass das Unterrichtsniveau langfristig angehoben werden muss, damit – insbesondere in ländlichen Regionen – die Kinder nach Abschluss einer öffentlichen Schule zumindest Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben oder Rechnen beherrschen.

Der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften belastet auch die Produktivität im Land. Mit einer Verbesserung der Strukturen und Prozesse ließe sich diese und damit die Wertschöpfung im Land wesentlich steigern. Hier möchte die Siemens Stiftung langfristig einen Betrag leisten. Nach Südafrika und Kenia engagiert sie sich nun auch in Nigeria. Mit ihrem Bildungsprogramm Experimento setzt sie entlang der Bildungskette an und gibt den Lehrkräften Materialien und Methoden an die Hand, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern und die naturwissenschaftlich-technischen Kompetenzen ihrer Schüler zu fördern. Die Vermittlung der didaktischen und methodischen Ansätze von Experimento erfolgt in Zusammenarbeit mit der University of Lagos. Hier werden engagierte Lehrkräfte zu Experimento-Multiplikatoren ausgebildet, die ihr Wissen im Anschluss an ihre Kollegen und an ihre Schüler weitergeben. Die erste Schulung von Experimento-Multiplikatoren fand im September 2016 statt.