Experimento Blended

Experimento Blended: Ciencias desde Latinoamérica

Offene MINT-Lernformate für Lateinamerika

Lernmaterialien zu Ciencias desde Latinoamérica unterstützen Lehrkräfte dabei, naturwissenschaftlichen Unterricht gemeinsam und kontextbezogen weiterzuentwickeln.
© Siemens Stiftung

Experimento Blended: Ciencias desde Latinoamérica bringt Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen in ganz Lateinamerika zusammen, um naturwissenschaftlichen Unterricht gemeinsam weiterzuentwickeln. In länderübergreifender Zusammenarbeit entstehen offene Lernmaterialien, die sich an den Lebensrealitäten der Schüler*innen orientieren und lokale wie gesellschaftliche Herausforderungen aufgreifen. Das Programm verbindet offene Bildungspraktiken (Open Educational Practices, OEP) mit forschendem MINTplus-Lernen und stärkt so sowohl den Unterricht als auch die Zusammenarbeit in Bildungsnetzwerken. 

Das Programm baut auf den von der Siemens Stiftung entwickelten Experimento-Bildungsressourcen auf und überführt sie in ein Blended-Learning-Format. Gemeinsam mit dem Forschungszentrum CIDSTEM der Pontificia Universidad Católica de Valparaíso (Chile) sowie Partnern aus dem lateinamerikaweiten MINT-Netzwerk Red STEM Latinoamérica wurden die Materialien kontextualisiert, um kulturelle, ökologische und gesellschaftliche Gegebenheiten Lateinamerikas widerzuspiegeln. Dabei folgt das Programm einem ganzheitlichen MINTplus-Ansatz, der soziale, kulturelle und ökologische Perspektiven integriert. 

Warum Teilen allen zugutekommt: Ein länderübergreifendes Netzwerk 

Experimento Blended vernetzt Lehrkräfte, Universitäten und Bildungspartner*innen in ganz Lateinamerika. Innerhalb dieses kollaborativen Netzwerks tauschen Pädagog*innen Erfahrungen aus und passen Materialien an unterschiedliche lokale Gegebenheiten an – von ländlichen Schulen bis hin zu urbanen Klassenzimmern. 

Das Programm stärkt dabei das Red STEM Latinoamérica, ein Netzwerk von über 200 Institutionen in 14 Ländern, und ermöglicht den Austausch von Wissen, Fortbildungsansätzen und Bildungsressourcen über Ländergrenzen hinweg. 

Schüler*innen arbeiten mit MINTplus-Materialien, die im Rahmen des Programms gemeinsam mit lateinamerikanischen Partnern entwickelt wurden.

© Siemens Stiftung

Experimento Blended fördert die Zusammenarbeit von Lehrkräften in ganz Lateinamerika bei der Entwicklung, Anpassung und dem Teilen offener MINT-Lernressourcen. 

Entwicklung offener Bildungsressourcen

Im Rahmen des Experimento-Programms wurden offene Bildungsmaterialien gemeinsam mit CIDSTEM an der PUC Valparaíso entwickelt. Bestehende Experimento-Module (4+, 8+ und 10+) wurden in ein Blended-Learning-Format überführt, das sowohl digital als auch offline genutzt werden kann. Die Materialien behandeln Themen wie Energie, Wasser, Umwelt und Gesundheit und sind an die naturwissenschaftlichen Lehrpläne der Region angepasst. 

Alle Ressourcen stehen als Open Educational Resources (OER) auf der Plattform CREA der Siemens Stiftung zur Verfügung, die Zugang zu mehr als 2.000Materialien bietet. Die Experimento-Blended-Inhalte sind Teil dieser Sammlung und unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC BY-NC-SA 4.0) veröffentlicht, sodass Lehrkräfte sie frei nutzen, anpassen und weitergeben können. 

Förderung offener Bildungspraktiken

Experimento Blended konzentriert sich nicht nur auf Lehr- und Lernmaterialien, sondern auch darauf, Lehrkräfte zu befähigen, diese kollaborativ zu nutzen und weiterzuentwickeln. Fortbildungsprogramme, die von CIDSTEM und Partnerorganisationen organisiert werden, unterstützen Pädagog*innen dabei: 

  1. forschendes MINT-Lernen umzusetzen  
  2. offene Bildungsressourcen anzupassen  
  3. gesellschaftlich relevante naturwissenschaftliche Themen zu integrieren  
  4. geschlechtersensible und inklusive MINT-Bildung zu fördern

Die Lehrkräfte werden so zu Multiplikator*innen, die Materialien weiterentwickeln und regionale Perspektiven sowie lokale Herausforderungen in den Lernprozess einbringen 

Stärkung von Netzwerken

Konferenzen und regionale Austauschformate bringen Lehrkräfte, Forschende und Multiplikator*innen zusammen, die mit Experimento Blended arbeiten. Teilnehmende teilen ihre Anpassungen der Materialien und erörtern, wie offene Bildungspraktiken die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg unterstützen können. Plattformen wie CREA tragen dazu bei, diese Erfahrungen einer breiteren Bildungsgemeinschaft zugänglich zu machen und die kontinuierliche gemeinsame Weiterentwicklung der Ressourcen zu fördern. 

Zwischen 2024 und 2025 wurden bereits rund 3.000 Lehrkräfte in Argentinien, Bolivien, Kolumbien, Chile, Ecuador, Peru und Mexiko geschult. Eine Ausweitung in der Region ist geplant. 

Experimento Blended Konferenz 2026 

Lehrkräfte, Bildungsexpert*innen und Partnerinstitutionen sind eingeladen, an einer ersten regionalen Konferenz teilzunehmen und sich über die Ergebnisse und Erfahrungen in ihrer Arbeit mit offener MINT-Bildung auszutauschen. Auch Gasthörer*innen sind willkommen. 

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Das Projekt wird in verschiedenen Ländern der Region gemeinsam mit Partnerinstitutionen aus dem Red STEM Latinoamérica umgesetzt. Die Zusammenarbeit lebt vom Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Erfahrungen: Alle Beteiligten bringen ihre Expertise in der Lehrkräftefortbildung sowie ihre fundierte Kenntnis der lokalen Kontexte ein und gestalten die Umsetzung aktiv mit. 

Aktuell engagieren sich 15 Partnerorganisationen aus der Red STEM Latinoamérica in der gemeinsamen Umsetzung: PUCV-CIDSTEM, UNIMINUTO, UNICEF Mexico, Gobernación de Magdalena, Gobernación de Antioquia, UNIFRANZ, Universidad Peruana Cayetana Heredia, Siemens Fundación Argentina, INNOVEC, Fundación Robotix, Pauta, Municipalidad de Vicente López, Ministerio de Educación de Buenos Aires, Fundación Patiño, Fundación Educacional San Agustín. 

Projektmanagement
Latin America
Ximena Álvarez
ximena.alvarez@siemens-stiftung.org

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Adaptation of the Experiment 4+, 8+, and 10+ programs to a blended learning format for Latin America