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CHANGING PLACES / ESPACIOS REVELADOS in Peru

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An den Trennlinien der Stadt öffnet ESPACIOS REVELADOS / CHANGING PLACES in Lima neue ästhetische Erfahrungsräume. Sie machen bewusst, was wir teilen und was uns teilt. Künstlerinnen und Künstler zeigen neue Perspektiven auf ungenutzte Räume der 10-Millionen-Metropole und werfen dabei auch die Frage auf, wie Kunst gerade in Zeiten von pandemischen Kontaktbeschränkungen gemeinsamen öffentlichen Raum herstellen kann.

Fragmentierte Stadt

Es scheint paradox: Gesellschaften differenzieren sich immer weiter aus, Lebensstile werden vielfältiger. Dennoch wird die Stadt oft als Einheit verstanden. Doch welches Gemeinsame liegt der Stadt zugrunde? Welche Chancen ergeben sich für die Vorstellung und Entwicklung der Stadt, wenn künstlerische Arbeiten nicht nur als Events verstanden werden, sondern als kommunikative und räumliche Prozesse, die Konflikte produktiv werden lassen? Mit diesen Fragen startet das Projekt CHANGING PLACES in der peruanischen Hauptstadt.

Lima scheint wie eine Stadt aus unverbundenen Teilen, die sich unabhängig voneinander weiterentwickelt haben. Auch sozial und kommunikativ sind die Viertel oft voneinander getrennt. Jeder dieser Teile sucht seine Zukunft. Diese gesellschaftliche Kluft hinterlässt charakteristische Spuren im Stadtbild.

Mit Kunst gemeinsamen Raum schaffen

Besonders sichtbar wird das in den historischen Zentren an den Ufern des Flusses Rímac: Cercado de Lima und Barrios Altos auf der einen Seite, Rimac nördlich angrenzend auf der anderen Flussseite. Die ältesten Bezirke der Stadt erstrecken sich vom UNESCO geschützten Kulturerbe kolonialer Häuser bis zu den informellen Siedlungen an den Berghängen – eine Folge der intensiven Migration, die Lima in den letzten 30 Jahren erfahren hat.

Mehr als 20 Künstlerinnen und Künstler werden sich hier mit sichtbaren und unsichtbaren städtischen Räumen und Gebäuden beschäftigen, die ungenutzt sind, übersehen werden oder sich bewusst dem Blick entziehen. Ziel ist es, Aktionen und Werke zu initiieren, die öffentlichen Raum herstellen und Bewohnerinnen und Bewohner einladen, die Brücke zu überqueren – sinnbildlich und physisch. Wie lassen sich Verbindungen herstellen zwischen ungleichen Zentren, sozialen Schichten, Kultur und Natur? Thematisiert werden hier auch das Recht auf Kultur und die Bedeutung kultureller Dynamiken für die Erhaltung der Öffentlichkeit und des Gemeinwesens.

Erste Projektphase mit digitaler Dialogreihe

Zum Auftakt des Projekts findet von Juni bis Dezember 2020 eine monatliche digitale Dialogreihe statt. Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen werden sich dabei mit der Rolle von Kunst und Kultur im Kontext der Krise auseinandersetzen, mit Märkten als urbanen Räumen der Produktion, des Konsums und der Begegnung, mit Ungleichheit in der Stadt und Zugang zu gemeinsamen Gütern. Ebenso werden sie über nachhaltige Stadt und das Verhältnis von Urbanität und Natur nachdenken und sich über vulnerable Bevölkerungen und eine inklusive Stadt austauschen.

In Zusammenarbeit mit:

Goethe-Insitut Peru und weiteren Partnern.

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