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Pressemitteilung | Bildung | 17. Dezember 2019

Bildungsprojekt “Design Thinking in MINT” startet in Lateinamerika

Durch kreative Methoden werden Fähigkeiten wie kritisches Denken und Innovationsfähigkeit geschult.
© Siemens Stiftung, Fotograf*in: Cristobal Saaveda
  • Die Siemens Stiftung und The Index Project setzen ihr Bildungsprojekt fort, das sie in Südafrika begonnen haben
  • Lehr- und Lernmethode verbindet MINT und Kreativität im Unterricht
  • Schulung von Lehrkräften und Multiplikatoren aus Chile, Mexiko und Kolumbien

 

Nach dem erfolgreichen Start in Südafrika bringen die Siemens Stiftung und The Index Project ihr Bildungsprojekt Design Thinking in MINT nach Lateinamerika. Am 16. Dezember startete der erste Workshop für Lehrkräfte und Multiplikatoren aus Chile, Mexiko und Kolumbien an der Pontificia Universidad Católica de Chile in Villarrica. Naturwissenschaftliche Bildung mit kreativen Prozessen zu verknüpfen und damit das innovative Denken bei jungen Menschen zu fördern, ist hier das Ziel der Siemens Stiftung.

Fähigkeiten wie kreative Problemlösung, Innovationsfähigkeit und kritisches Denken – die sogenannten „21st Century Skills“ – gewinnen zunehmend an Bedeutung, um für komplexe Fragestellungen etwa aus den Themenfeldern Klimawandel, Globalisierung und Digitalisierung Lösungsansätze zu entwickeln und Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten. Wie es Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern gelingt, mit einer innovativen Lehr- und Lernmethode wie Design Thinking kreative Prozesse in den MINT-Unterricht zu integrieren, zeigen aktuelle Umsetzungsbeispiele aus dem Projekt im Südafrika. Dort wird seit Frühjahr 2019 an Schulen in Kapstadt, Johannesburg und Durban mit der Methode gearbeitet.

 

MINT und Kreativität fördern

Die Fortsetzung des Projektes in Chile greift die Erfahrungen aus Südafrika auf und adaptiert diese für den neuen Kontext. Die teilnehmenden Lehrkräfte und Multiplikatoren aus Chile, Mexico und Kolumbien lernen die Grundprinzipien der Lehr- und Lernmethode Design Thinking kennen, um diese dann gemeinsam für ihren MINT-Unterricht weiterzuentwickeln.

Die Methode leitet Schülerinnen und Schüler im Unterricht dazu an, Herausforderungen durch Empathie und einen Perspektivwechsel aus dem Blick der Nutzer zu explorieren. Ideen und Lösungsansätze werden in Form von Prototypen möglichst früh sichtbar und anfassbar gemacht, um sie testen und bewerten zu können. Dabei ist es wichtig, in Teams zu arbeiten und die Grenzen von Unterrichtsfächern zu überwinden.

Der Workshop findet im Rahmen des Congreso Internacional de Educación para un Desarrollo Sustentable (CIEDS) 2019 am neu errichteten Nachhaltigkeitszentrum CEDEL (Centro UC Desarrollo Local) der Pontificia Universidad Católica de Chile in Villarrica statt. Der Kongress versammelt vom 16. bis 17. Dezember internationale Akteure zu einem Dialog über Forschungsergebnisse aus der Bildung für nachhaltige Entwicklung und fördert einen Erfahrungsaustausch über mögliche Ansätze.

 

Design Thinking in MINT als Ansatz von Bildung für nachhaltige Entwicklung

Auf Grund ihrer kreativen Lösungsorientierung sowie der fächerübergreifenden Arbeitsweise ist die innovative Lehr- und Lernmethode Design Thinking gut geeignet für den Einsatz in der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Deshalb bringt das Projekt Design Thinking in MINT neben dem kreativen Arbeitsprozess in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern einen weiteren Aspekt in den Unterricht: die UN Sustainable Development Goals. Komplexe MINT-Themen unseres Jahrhunderts lassen sich durch lokale Herausforderungen wie sauberes Wasser oder nachhaltige Energiegewinnung darstellen und lösungsorientiert erarbeiten.

The Index Project ist eine dänische NPO, die 2001 gegründet wurde, mit alleinigem Fokus auf Design für nachhaltige Lösungen – ‚Design to Improve Life‘ genannt. Design bedeutet dabei nicht nur Mode und Möbel, sondern ist ein wichtiges Werkzeug, wenn es darum geht, Lösungen für drängende globale Probleme zu entwickeln und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Die Bildungsprogramme lehren Teilnehmer, wie sie konkrete Probleme in der Gesellschaft, wie z. B. Lebensmittelverschwendung oder Klimawandel, mit Hilfe von design-basiertem Wissen und Methoden angehen können. Mit Hilfe des innovativen und zertifizierten ‚Design to Improve Life‘ Toolkits, möchte The Index Project die jetzige und kommende Generation von Changemakern unterstützen.

Weiterführende Links

The Index Project

CEDEL (Centro UC Desarrollo Local)

Projekt Design Thinking in MINT

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