StaRK
Selbstregulationskompetenzen in der frühen Bildung stärken
Wie lernen Kinder, mit Emotionen, Anforderungen und neuen Situationen umzugehen? Genau hier setzt das Projekt StaRK an (SRK steht für Selbstregulationskompetenz), das die Stiftung Kinder forschen gemeinsam mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin ins Leben gerufen hat. Gefördert wird das Programm von der hkk Krankenkasse, der RWE Foundation und der Siemens Stiftung. Ziel ist es, Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in ihrer Selbstregulation zu stärken und damit früh wichtige Grundlagen für Resilienz, Gesundheit und Bildungserfolg zu schaffen.
Warum Selbstregulation wichtig ist
Selbstregulationskompetenzen helfen Kindern dabei,
- Emotionen und Verhalten bewusst zu steuern,
- mit Herausforderungen und Stress umzugehen,
- konzentriert zu lernen und
- soziale Beziehungen positiv zu gestalten.
Studien zeigen, dass gut entwickelte Selbstregulationskompetenzen langfristig positive Auswirkungen auf Gesundheit, Wohlbefinden, Bildungserfolge und gesellschaftliche Teilhabe haben können. Besonders wichtig ist die Förderung für Kinder, die in sozial benachteiligten Lebensrealitäten aufwachsen (vgl. z.B. Dunedin-Studie).
Gemeinsam bewährte Ansätze weiterentwickeln
Auf Basis des bewährten australischen Programms PRSIST (Prescool Situational Self-Regulation Toolkit) werden neue Fortbildungsangebote und Materialien für die frühkindliche Bildung entwickelt. Die Inhalte werden in einem ko-kreativen Prozess mit pädagogischen Fachkräften erprobt.
Diese Workshops finden im MINT-Hub der Siemens Stiftung in Berlin-Spandau statt. Die Region bietet mit ihren vielfältigen Lebensrealitäten einen wichtigen Erprobungsraum für bedarfsgerechte und wirksame Ansätze.
Ziel des Projekts ist es, neben den Kindern auch die Fachkräfte und Kindergarten-Leitungen praxisnah zu schulen und Informationen und Materialien bereitzustellen. Siehe dazu weiter unten die aktuellen Fortbildungsangebote.
Das Projekt knüpft an den Aufruf der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina an, Selbstregulationskompetenzen stärker als Leitperspektive im deutschen Bildungssystem zu verankern.
Aktuelle Fortbildungsangebote
90 Minuten Webinar
In den 90 Minuten des Webinars erfahren die Teilnehmenden, was unter Selbstregulation zu verstehen ist, und lernen am Beispiel des entdeckenden und forschenden Lernens, wie sich Selbstregulation im Alltag fördern lässt. So können Kinder beispielsweise ihre Impulskontrolle üben, indem sie zunächst Vermutungen formulieren, ihr Vorgehen planen und abwarten, bis sie an der Reihe sind.
Auch das Arbeitsgedächtnis wird beim gemeinsamen Forschen trainiert, etwa wenn sich die Kinder ihre wichtigsten Erkenntnisse noch einmal in Erinnerung rufen. Gleichzeitig thematisiert das Webinar, wo die Selbstregulationskompetenzen der Erzieher*innen gefragt sind – etwa, wenn es darum geht, den Frust eines Kindes auszuhalten, wenn beim Forschen etwas anderes herauskommt als erhofft.
Das Webinar wird Herbst 2026 zwei Mal angeboten.
- Montag, 28. September 2026, 16 – 17.30 Uhr
- Donnerstag, 19. November 2026, 16.30 – 18 Uhr
Erste Termine für 2027 stehen bereits fest. Alle Termine und die Anmeldung erfolgen über den Campus, die digitale Lernplattform der Stiftung Kinder forschen.
Online-Kurs schafft Grundlagen
Ergänzend zum Webinar gibt es einen Online-Kurs zum Selbstlernen. Er steht auf der Campus-Seite der Stiftung Kinder forschen zur Verfügung und beschäftigt sich mit grundlegenden Fragen zum Thema Selbstregulation: Was ist Selbstregulation? Welche Bedeutung hat sie und wie entwickeln sich Selbstregulationskompetenzen bei Kindern? Wie schaffen Pädagog*innen eine unterstützende Lernumgebung und welche Rolle spielt das Spielen bei all dem?
Der Onlinekurs mit dem Titel „Der Turm fällt um – und jetzt? Selbstregulation fördern“ steht ab Anfang September 2026 ebenfalls kostenlos zur Verfügung.
Partner*innen Partner*innen im MINT-Hub Siemensstadt Square
Kontakt
Ansprechpartnerin bei der Siemens Stiftung
Ursula Gentili
ursula.gentili@siemens-stiftung.org
Ansprechpartnerin bei der Stiftung Kinder forschen
Tanja Kiziak
tanja.kiziak@stiftung-kinder-forschen.de