arrice

Initiative für Klimawandelbildung in Afrika

Klimaresilienz beginnt mit Bildung. ARRICE stärkt Lehrkräfte und junge Menschen durch Klimawandelbildung und schafft so die Grundlage für eine resiliente und nachhaltige Zukunft.
© Office for Climate Education

Junge Menschen brauchen mehr als Klimabewusstsein – sie brauchen Wissen, Orientierung und die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. ARRICE (African Regional Resilience Initiative on Climate Education) stärkt Klimawandelbildung in Kenia, Senegal und Mauritius, qualifiziert Lehrkräfte und unterstützt Schulen dabei, Klimathemen langfristig in den Unterricht zu integrieren. 

Gemeinsam mit lokalen und internationalen Partner*innen schafft ARRICE Lernräume, in denen junge Menschen Klimawandel verstehen, Lösungen entwickeln und Zukunft aktiv mitgestalten können. 

Klimaresilienz beginnt mit Bildung

ARRICE (African Regional Resilience Initiative on Climate Education) ist eine regionale Initiative für Klimawandelbildung (Climate Change Education, CCE), koordiniert vom Office for Climate Education (OCE), gemeinsam mit Partnern wie der Siemens Stiftung. 

Die Initiative basiert auf einer einfachen Überzeugung: 

Klimaresilienz braucht mehr als Bewusstsein.

Der Klimawandel beeinflusst bereits heute den Alltag vieler Menschen in Afrika. Dürren, Überschwemmungen, Biodiversitätsverlust und Ernährungsunsicherheit prägen, wie junge Menschen leben, lernen und ihre Zukunft gestalten. Gleichzeitig fehlen vielen Schulen weiterhin ausgebildete Lehrkräfte, geeignete Lernmaterialien und institutionelle Unterstützung, um Klimawandelbildung sinnvoll und lebensnah zu vermitteln. 

ARRICE stärkt formale Bildungssysteme, damit Klimawandelbildung dauerhaft Teil von Unterricht und Lernen wird. 

ARRICE schafft die Grundlage für Klimahandeln.

ARRICE unterstützt Lehrkräfte, Schulen und Bildungssysteme durch: 

  1. Open Educational Resources (OER), angepasst an lokale Lehrpläne
  2. Fortbildungen für Lehrkräfte mit praxisnahen Methoden
  3. klimaorientierte Projekte in Schulen und Gemeinden 
  4. skalierbare und anpassbare Modelle zur Integration in Bildungssysteme
  •  

Indem ARRICE Klimawissenschaft mit lokalen Lebensrealitäten und alltagsnahem Lernen verbindet, unterstützt die Initiative junge Menschen dabei:

  1. die Komplexität von Klimasystemen zu verstehen  
  2. konstruktiv mit klimabezogenen Unsicherheiten umzugehen  
  3. praktische Lösungen für Anpassung und Minderung zu entwickeln  
  4. in ihren Gemeinden aktiv zu werden  

So wird aus Wissen konkretes Handeln für eine resiliente und nachhaltige Zukunft.

ARRICE places climate science and pedagogy at the heart of learning, using inquiry-based, active, and project-oriented methodologies.
© Office for Climate Education

Von Pilotprojekten zur Bildungspolitik

ARRICE ist als länderübergreifendes Programm in Kenia, Senegal und Mauritius angelegt. Dies ermöglicht regionales Lernen und Skalierbarkeit, während die Maßnahmen gleichzeitig fest in den jeweiligen nationalen Bildungskontexten verankert bleiben. 

ARRICE verfolgt einen Bottom-up-, kontextsensiblen und forschungsbasierten Ansatz. Neue Ansätze und Lernformate werden zunächst gemeinsam mit Schulen und Lehrkräften in Pilotprojekten erprobt und anschließend Schritt für Schritt in nationale Bildungssysteme integriert. Mit diesem „Pilot-to-Policy“-Ansatz schafft ARRICE die Grundlage für relevante, glaubwürdige, kosteneffiziente und langfristig nachhaltige Klimawandelbildung. 

ARRICE trägt direkt bei zu:

  1. der Umsetzung der Nationally Determined Contributions (NDCs)  
  2. Action for Climate Empowerment (ACE) im Rahmen der UNFCCC und des Pariser Klimaabkommens  
  3. SDG 4 – Hochwertige Bildung  
  4. SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz  

Regionale Zusammenarbeit, lokale Wirkung

ARRICE ist eine Initiative des internationalen Office for Climate Education (OCE) – mit Unterstützung der Siemens Stiftung und des Fonds Français pour l’Environnement Mondial (FFEM) sowie in Zusammenarbeit mit Organisationen wie KOEE, ENDA, MIE und Reef Conservation. 

Die Rolle der Siemens Stiftung in ARRICE

Die Siemens Stiftung unterstützt die ARRICE-Initiative in der gesamten Region mit: 

  1. langjähriger Erfahrung in der Klimawandelbildung  
  2. Expertise im Bereich Open Educational Resources (OER)  
  3. innovativen, kompetenzorientierten Ansätzen für MINT-Bildung  
  4. starken regionalen Partnerschaften in Afrika  
  5. praktischer Erfahrung aus Klimawandelbildungsprojekten in Lateinamerika  
Projektauftakt in Mauritius
© Siemens Stiftung

Praxisnahe Modelle für Klimawandelbildung in Kenia

Über ihr Engagement in der gesamten ARRICE-Initiative hinaus arbeitet die Siemens Stiftung in Kenia eng mit KOEE, dem kenianischen Bildungsministerium und dem Kenya Institute of Curriculum Development zusammen, um Klimawandelbildung in den neuen kompetenzbasierten Lehrplan zu integrieren und konkrete Modellprojekte an Schulen und auf Gemeindeebene umzusetzen. 

Durch lernendenzentrierte Ansätze entwickeln Lehrkräfte und junge Menschen gemeinsam praktische Lösungen und werden in ihren Gemeinden aktiv. 

ARRICE-Projektleitung bei der Siemens Stiftung 
Badin Borde
badin.borde@siemens-stiftung.org

ARRICE-Projektleitung Kenia  
Rebecca Ottmann
rebecca.ottmann@siemens-stiftung.org