empowering people. Network
Netzwerk für Sozialunternehmer im Bereich Entwicklungszusammenarbeit
Das empowering people. Network der Siemens Stiftung vereint rund 50 Organisationen aus der ganzen Welt: Start-ups und kleinere Unternehmen, die mit einfachen Technologien die Versorgung von Menschen in Entwicklungsregionen verbessern und zugleich Perspektiven durch Jobs und Einkommen bieten. Ihre Lösungen machen wir für möglichst viele Menschen nutzbar und begleiten sie auf ihrem Weg zu organisatorischer Weiterentwicklung, Wachstum und wirtschaftlicher Eigenständigkeit.
Arbeitsgebiet:
Sozialunternehmertum
Region/Land:
International sowie Argentinien, Bangladesch, Ghana, Honduras, Kenia, Nicaragua, Uganda
Technologie und Unternehmertum für nachhaltige Entwicklung
Technik hilft – diese Überzeugung gab 2013 den Anstoß, das empowering people. Network ins Leben zu rufen. Denn gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern bieten einfache, an vorhandene Bedingungen angepasste Techniklösungen großes Potenzial für positive soziale, ökologische und wirtschaftliche Veränderungen. Gleichzeitig wissen wir: Gute Ideen allein reichen nicht aus. Nur in gut aufgestellten Organisationen können sie langfristig wirken. Mit dem empowering people. Network unterstützen wir Erfinder*innen und Entrepreneur*innen, die ihre Technologien auf der Basis von sozialem Unternehmertum umsetzen, um Menschen in Entwicklungsregionen nachhaltig mit Produkten und Dienstleistungen zu versorgen.
Was macht das empowering people. Network besonders?
- Alle Lösungen sind qualitätsgeprüft: Die Technologien sowie der unternehmerische Ansatz aller Mitgliedsorganisationen wurden durch ein unabhängiges Expertengremium anhand definierter Kriterien bewertet und als erfolgsversprechend eingestuft.
- Das Netzwerk stellt das Entwicklungspotenzial der Organisationen in den Vordergrund: Es bietet zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Zugang zu Kooperationspartnern und Finanzierungsoptionen.
- Die Zusammenarbeit fördert Wissens- und Technologietransfer über Kontinente und Sektoren hinweg: Die Mitglieder sind in fast 100 Ländern weltweit aktiv. Ihre Schwerpunkte liegen in den unterschiedlichsten Bereichen der Entwicklungskooperation.
Im Verbund mit starken Partner*innen der Entwicklungszusammenarbeit
Die Wirkung eines internationalen Netzwerks lässt sich durch die Kooperation mit engagierten Partnerorganisationen verstärken. Die Siemens Stiftung arbeitet in ihrem empowering people. Network seit vielen Jahren mit renommierten international aktiven Organisationen wie zum Beispiel adelphi, enpact, Intellecap oder Engineering for Change zusammen, entwickelt gemeinsam mit ihnen Angebote für Sozialunternehmer*innen, teilt Wissen, Netzwerke und Kommunikationskanäle.
Kooperationen mit Netzwerkmitgliedern
Mit einzelnen Organisationen aus dem empowering people. Network arbeiten wir in ganz konkreten Kooperationsprojekten zusammen:
Nilus, die im Bereich Ernährungssicherheit arbeiten, konnten durch unsere Hilfe ihr Geschäftsmodell nach Mexico und Puero Rico expandieren.
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SOLshare mussten ihr Geschäftsmodell bedingt durch Covid-19 entsprechend adaptieren und unterstützen nun E-Rikscha-Fahrer.
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Durch die Förderung von Sesi Technologies werden Farmer*innen in Ghana dazu befähigt, in ihrer Nachernte Verluste zu reduzieren und Nahrung für den sicheren Verzehr zu produzieren.
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WASHKing errichtet umweltfreundliche, biologische Mamaakiban Toiletten.
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TakaTaka Solutions arbeitet im Bereich Abfallwirtschaft und recycelt in einem aktuell von uns unterstützen Projekt PPE (Personal Protective Equipment, welches speziell im Rahmen von Covid-19 anfällt).
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EOS International erreichen besonders abgelegene Gebiete in Nicaragua und Honduras und stellen dort sauberes Trinkwasser zur Verfügung.
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MPACC MakaPads Ltd. fertigt Menstruations-/Hygieneartikel aus Papyrus.
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Die persönliche Betreuung ist entscheidend
Wie wirksam ist das empowering people. Network? Kann es durch seine Angebote tatsächlich Organisationen unterstützen, die mit ihren Technologien die Grundversorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern verbessern? 2017 hat das Centrum für Evaluation (CEval GmbH) das Netzwerk für Sozialunternehmer*innen evaluiert: Neben Online-Befragungen und detaillierten Fallstudien wurden Expert*inneninterviews sowie Fokusgruppendiskussionen mit Akteur*innen aus dem Umfeld des Netzwerks, Vertreter*innen ähnlicher Netzwerke und vor allem mit den Mitgliedsorganisationen selbst geführt. Für die Analyse wurden die DAC-Kriterien der OECD angewendet.
CEval-Evaluation belegt Wirksamkeit
Die Bilanz: Entscheidend für den Erfolg des Netzwerks sind die Menschen – die Gründer*innen und Geschäftsführer*innen der Mitgliedsorganisationen, ihre Teams wie auch die für das Programm Verantwortlichen innerhalb der Siemens Stiftung. Als besonders wirksam bewerteten die Befragten die persönliche, langfristig angelegte Betreuung sowie den Austausch und die Kooperationsmöglichkeiten der Erfinder untereinander. Offline-Trainings wurden besonders positiv bewertet, weshalb diese in Zukunft verstärkt werden. Themenwünsche der Mitglieder werden soweit möglich in das Angebot integriert.
Datenbank für wirksame Technologien
Die Solutions Database zeigt die sozialunternehmerischen Innovationen aller Mitglieder des empowering people. Networks. Die acht Kategorien der Datenbank decken wichtige Bereiche der Grundversorgung ab. Sie beziehen sich auf die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen und konzentrieren sich auf Bereiche die zur Armutsbekämpfung und für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen Voraussetzung sind.
empowering people. Award
Der empowering people. Award zeichnet innovative Technologien ausgezeichnet, die die Grundversorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern verbessern. Die Lösungen und ihre dazugehörigen Organisationen sind in der Datenbank des empowering people. Network auffindbar. Der letzte Award fand 2019 statt.
Sabine Baumeister
+49 172 859 84 27
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