CATALISE

Kreislaufwirtschaft stärken, Unternehmen auf Wachstum vorbereiten

Recycling von Elektrogeräten in Kenia
© Siemens Stiftung

CATALISE unterstützt kleine und mittlere Unternehmen  in Kenia, Tansania, Uganda und Malawi dabei, ihre Geschäftsmodelle im Bereich der Kreislaufwirtschaft weiterzuentwickeln, Investitionen vorzubereiten und nachhaltige Lösungen für Kunststoff, Verpackungen und Elektroschrott zu skalieren. Ein besonderer Fokus liegt auf von Frauen geführten und fraueneigenen Unternehmen.

Geschätzte 17 Millionen Tonnen Plastikmüll entstehen in Ost- und Südafrika jährlich. Die Mengen an Kunststoff- und Elektroschrott wachsen, während oft geeignete Sammel-, Wiederverwendungs- und Verwertungssysteme fehlen. Lineare Wirtschaftsmodelle dominieren und belasten Umwelt und Gesundheit – etwa durch Kunststoffeinträge in Gewässer, offene Verbrennung oder unsachgemäßen Umgang mit schadstoffhaltigem Elektroschrott.

Innovative Unternehmen entwickeln bereits Lösungen für Wiederverwendung, Reparatur, Refurbishment, Recycling und effizientere Materialkreisläufe. Häufig fehlen ihnen jedoch passende Finanzierung, technische und unternehmerische Unterstützung sowie Zugänge zu Märkten, Investor*innen und strategischen Partnern. Hier setzt unser Projekt CATALISE an. 

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© Siemens Stiftung

Projekt

Circular-Economy-Unternehmen gezielt beim Wachstum begleiten

CATALISE schafft einen integrierten Unterstützungsweg für wachstumsorientierte Unternehmen im Bereich der Kreislaufwirtschaft. Über zwei Jahre hinweg sollen 20 bereits am Markt aktive kleine und mittlere Unternehmen aus Kenia, Tansania, Uganda und Malawi begleitet werden. Der Schwerpunkt liegt auf Geschäftsmodellen in den Bereichen Kunststoffe, Verpackungen und Elektroschrott.

Mindestens 70 Prozent der geförderten Unternehmen sollen in Besitz oder Führung von Frauen sein, um Frauen als Gründerinnen, technische Expertinnen und Unternehmerinnen in der Kreislaufwirtschaft sichtbar zu machen und ihre wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten zu stärken.

CATALISE verbindet Unternehmensentwicklung mit spezifischer Expertise zur Kreislaufwirtschaft, Coaching, technischer Unterstützung, Netzwerkzugang und katalytischer Finanzierung. Ziel ist es, Unternehmen Schritt für Schritt auf nachhaltiges Wachstum und weitere Finanzierung vorzubereiten. 

20

Circular-Economy-Unternehmen

4

Länder: Kenia, Tansania, Unganda, Malawi

980 Tsd

Euro Finanzierung für Unternehmen

Ansatz

Von der Unternehmensanalyse zur Investitionsreife

Das Projekt folgt einem mehrstufigen Förderansatz.

Die 20 ausgewählten Unternehmen durchlaufen eine Pre-Investment Phase, für die das Konsortium einen modularer Lehr- und Beratungsansatz entwickelt. Diagnostik, Coaching und technische Beratung helfen dabei, individuelle Entwicklungsbedarfe zu identifizieren und gezielt zu bearbeiten. Jedes Unternehmen soll zudem einen Catalytic Readiness Grant in Höhe von 4.000 Euro erhalten, um konkrete Verbesserungen umzusetzen und die Voraussetzungen für weiteres Wachstum zu schaffen.

Mindestens zwölf Unternehmen sollen anschließend in die Investment Phase wechseln. Für sie sind größere, an klar definierte Meilensteine gekoppelte Zuschüsse zwischen 30.000 und 150.000 Euro vorgesehen. Parallel werden sie weiter durch Coaching und technische Beratung begleitet und auf zusätzliche Finanzierung vorbereitet.

Nach der Investment Phase verbindet eine Networking Facility die unterstützten Circular-Economy-Unternehmen gezielt mit technischen Expert*innen, Marktpartner*innen und Finanzierungsakteur*innen und ist eng mit Coaching, Diagnostik und Investment Readiness verzahnt. Über die Netzwerke von SeedlingHub und den Projektpartnern erhalten die Unternehmen Zugang zu Technologieanbietern, Abnehmern, Forschungseinrichtungen, Investor*innen sowie relevanten Veranstaltungen und Präsentationsmöglichkeiten.

Partner

Die Siemens Stiftung verantwortet den Aufbau der Förderfazilität sowie die Investment Phase. Gemeinsam umgesetzt wird das Projekt mit Seedstars, Impact Gateway Africa (IGA) und SeedlingHub. Seedstars verantwortet insbesondere die Pre-Investment Phase, IGA die Entwicklung des Curriculums und die lokale Verankerung des Projektes in den Zielländern, während SeedlingHub fachliche Expertise zu Kreislaufwirtschaft und Abfallmanagement einbringt und die Networking Facility verwaltet.

CATALISE ist ein Beitrag zum Programm SWITCH to Circular Economy in East and Southern Africa gefördert von der Europäischen Kommission und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und implementiert von COMESA, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Expertise France. 

Kontakt

Projektleitung
Sebastian Gruss
sebastian.gruss@siemens-stiftung.org