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Zusammenarbeit für nachhaltige Bildung: Internationale Konferenz in Lima vernetzt mehr als 200 Organisationen

„Gemeinsam Wandel gestalten: Nachhaltige Gemeinschaften und Territorien“ bringt des Encuentro mehrere hundert Teilnehmende aus ganz Lateinamerika zusammen. 

© Siemens Stiftung

Vom 21. bis 23. Juli kommen beim V. Encuentro Red STEM Latinoamérica in Lima, Peru, Vertreter*innen von Universitäten, Schulen, Forschungs-einrichtungen, lokalen und regionalen Bildungsbehörden, gemeinnützigen Organisationen sowie internationalen Institutionen zusammen. Die von der Siemens Stiftung initiierte dreitägige Bildungskonferenz wird gemeinsam von Red STEM Latinoamérica, Instituto APOYO, der Universidad Peruana Cayetano Heredia sowie dem CIDSTEM der Pontificia Universidad Católica de Valparaíso veranstaltet.

Die Konferenz bietet einen innovativen Raum für Austausch und Zusammenarbeit, um den MINTplus-Ansatz weiterzuentwickeln und zu stärken. Unter dem Motto „Gemeinsam Wandel gestalten: Nachhaltige Gemeinschaften und Territorien“ bringt die fünfte Ausgabe des Encuentro mehrere hundert Teilnehmende aus ganz Lateinamerika zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Ideen und konkrete Lö-sungsansätze, um Bildungsherausforderungen zu bewältigen und die Bildung der Zukunft aktiv mitzugestalten.

Vom Wissen zum Handeln: MINTplus -Bildung

„In einer Zeit, in der Klimawandel, Digitalität und globale Unsicherheiten unsere Welt grundlegend verändern, bleibt Bildung unser wirksamster Hebel für nachhaltige Entwicklung. Der interdisziplinäre MINTplus-Ansatz verbindet naturwissenschaftlich-technologische Kompetenzen mit kritischem Denken, Kreativität und Empathie. So werden Schüler*innen und Lehrkräfte befähigt, Lösungen für reale gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln“, sagt Dr. Nina Smidt, Geschäftsführende Vorständin der internationalen Siemens Stiftung, die als Gesamtkoordinatorin von Red STEM Latinoamérica fungiert.

Diese zentralen Themen werden während der Konferenz in unterschiedlichen Formaten beleuchtet – darunter Fachvorträge, Workshops, Podiumsdiskussionen und Livestreams. Die Eröffnungsveranstaltung gestaltet der argentinische Philosoph und Vordenker der digitalen Kultur Alejandro Piscitelli, der mit seinem Impuls „Hacking Education“ Denkanstöße für die Bildung der Zukunft gibt. Darüber hinaus bringen drei „STEM Talks“ Daniel Alfaro, den ehemaligen Bildungsminister Perus, die Lehrerin Ana Silva sowie Johans Ríos, Wissenschaftler und Coach bei Magia STEM, zusammen. Sie teilen ihre Erfahrungen und zeigen auf, wie innovative Bildungsansätze erfolgreich entwickelt und in die Praxis umgesetzt werden können.

Ein Ökosystem für starke Gemeinschaften

Ein zentrales Ziel von Red STEM Latinoamérica ist es, Lehrkräfte als Gestalter*innen von Veränderung zu stärken. Das von der Pontificia Universidad Católica de Valparaíso koordinierte regionale Netzwerk der „STEM+ Teacher Learning Communities“ fördert den fachlichen Austausch und die Zusammenarbeit von Lehrkräften in ganz Lateinamerika.

Lehrkräfte kommen zusammen, um Praxiserfahrungen auszutauschen, ihre Unterrichtspraxis zu reflektieren und gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen in ihren Schulen und Gemeinden zu entwickeln. In Workshops entwickeln sie gemeinsam kontextbezogene Offene Bildungsmaterialien (Open Educational Resources, OER). Spezielle Formate zur Klimawandelbildung beleuchten die regionalen Auswirkungen des Klimawandels in Lateinamerika und tragen dazu bei, die Zusammenarbeit zu stärken sowie gemeinsames Handeln für den Klimaschutz voranzubringen.

„Wo Menschen ihre Erfahrungen teilen, erweitern sich Perspektiven, entstehen tragfähige Netzwerke und wachsen Vertrauen sowie neue Ideen, Kooperationen und Initiativen – weit über die Veranstaltung hinaus“, sagt Dr. Nina Ibaceta Guerra, Wissenschaftlerin am CIDSTEM PUCV und Koordinatorin der STEM+ Teacher Learning Communities.

Die Konferenz gibt auch Jugendlichen eine Stimme. Sieben junge Frauen aus der Region – darunter drei Preisträgerinnen des „Young Climate Scientists Award“ – präsentieren im „Young Women in STEM+ Forum“ Projekte aus den Bereichen Umwelt, Gesundheit und inklusives Lernen. Sie zeigen, wie forschend-entdeckendes Lernen Neugier, wissenschaftliches Denken und Zukunftskompetenzen für nachhaltige Entwicklung fördert.

Peru: Zentrum für Bildungsinnovation

Während der Konferenz rücken Peru und seine Hauptstadt Lima in den Mittelpunkt des Austauschs über hochwertige Bildung und die Stärkung gemeinsamen Handelns. „Vor dem Hintergrund kultureller Vielfalt, gesellschaftlicher Bedürfnisse, wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und nachhaltiger Entwicklung stellt das Encuentro innovative Lehr- und Lernansätze vor, die unterschiedliche Wissensbereiche miteinander verbinden und bürgerschaftliche Kompetenzen fördern, um die Lebensqualität der Menschen nachhaltig zu verbessern“, sagt Mayte Morales, Geschäftsführerin des Instituto APOYO.

Dieses Engagement spiegelt sich auch im Netzwerk der STEM+ Territories wider, dem 55 Regionen in 8 lateinamerikanischen Ländern angehören. Durch wirkungsorientierte Partnerschaften schaffen die Territorien lokal verankerte Bildungsökosysteme, die Schüler*innen dabei unterstützen, den gesellschaftlichen, ökologischen und technologischen Wandel aktiv mitzugestalten. In Peru wird dieses Netzwerk durch STEM+ Territories im Großraum Lima sowie in den Regionen Arequipa, Cusco, Cajamarca und Apurímac gestärkt.

Wegweiser für die Zukunft: Die Lima-Erklärung

Den Abschluss der dreitägigen Konferenz bildet die „Lima-Erklärung“, einen Fahrplan, der das gemeinsame Engagement für die Förderung verantwortungsbewusster Bürger*innen mit Zukunftskompetenzen bekräftigt. Sie unterstreicht die Bedeutung, junge Menschen zu befähigen, zum Klimaschutz beizutragen, sich souverän in der Kultur der Digitalität zu bewegen und nachhaltige Gemeinschaften aktiv mitzugestalten.

Über unsere Partner*innen

Red STEM Latinoamérica
Red STEM Latinoamérica ist ein regionales Netzwerk für Bildungs- und soziale Innovation, das von der internationalen Siemens Stiftung koordiniert wird. Es vernetzt Institutionen aus Lateinamerika und der Karibik, fördert den Austausch von Wissen, stärkt die Zusammenarbeit und verfolgt eine gemeinsame Vision zur Weiterentwicklung von Bildung.
Auf Grundlage der Monterrey-Erklärung (2023) setzt sich das Netzwerk dafür ein, verantwortungsbewusste, empathische und engagierte Bürger*innen zu stärken, die aktiv zur Gestaltung nachhaltiger Gemeinschaften und Territorien beitragen. Dabei versteht es MINTplus als einen innovativen, interdisziplinären Bildungsansatz, der ganzheitliches Lernen fördert und Lernende mit den Kompetenzen ausstattet, die sie benötigen, um den gesellschaftlichen, ökologischen und technologischen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Mehr als 200 Organisationen aus 14 Ländern gehören dem Netzwerk an. Vertreten sind Akteur*innen aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft, Schulen, der Zivilgesellschaft, dem Privatsektor, Museen sowie weiteren formalen und non-formalen Bildungsinstitutionen. Gemeinsam treiben sie die systemische Transformation von Bildung in der Region voran.
https://educacion.stem.siemens-stiftung.org/red-stem-latinoamerica/

Universidad Peruana Cayetano Heredia (UPCH)
Die Universidad Peruana Cayetano Heredia (UPCH) ist eine privat geführte, gemeinnützige Hochschule und eine der führenden Bildungseinrichtungen Perus. Ihr zentrales Anliegen ist es, Menschen durch lebenslanges Lernen zu Gestalter*innen wissenschaftlicher, technologischer, gesellschaftlicher und ökologischer Veränderungen zu machen. Mit ihren Studien-, Postgraduierten-, Spezialisierungs- und Weiterbildungsprogrammen bildet sie Fachkräfte aus, die sich durch gesellschaftliche und ethische Verantwortung auszeichnen und auf der Grundlage exzellenter Forschung sowie der Wertschätzung von Vielfalt und Umwelt nachhaltige Lösungen entwickeln.
https://cayetano.edu.pe/

Center for Research in Science Education and STEM Education (CIDSTEM) at Pontificia Universidad Católica of Valparaiso, Chile
Das Center for Research in Science Education and STEM Education (CIDSTEM) der Pontificia Universidad Católica de Valparaíso entwickelt, erweitert und nutzt Wissen für die Lehre in den Naturwissenschaften, der Mathematik und den Ingenieur-wissenschaften aus einer MINT-Perspektive, die das Wohlergehen von Menschen, Gemeinschaften und Umwelt in den Mittelpunkt stellt.

Das Zentrum fördert die professionelle Weiterentwicklung von Lehrkräften und stärkt die naturwissenschaftliche Bildung und Wissenschaftskommunikation in den Bereichen Biologie, Chemie, Physik, Geografie, Mathematik und Ingenieurwissen-schaften. Dabei verbindet es wissenschaftliches, berufliches und lokales Wissen. Darüber hinaus baut CIDSTEM tragfähige Partnerschaften zwischen Hochschulen, Schulen, non-formalen Bildungsorten und lokalen Gemeinschaften auf und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der naturwissenschaftlichen Bildung im öffentlichen Interesse.
https://cidstem.cl/

Instituto APOYO
Instituto APOYO wurde von der APOYO Group gegründet und verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Konzeption, Steuerung und Umsetzung wirkungsorientierter Bildungsprojekte und -programme in Peru und Lateinamerika. Ziel der Organisation ist es, eine Bildung für das Leben zu fördern, die durch die Stärkung von Zukunftskompetenzen bei Kindern und Jugendlichen zur Entwicklung aktiver und verantwortungsbewusster Bürger*innen beiträgt. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium, Regionalregierungen und Partner*innen aus der Privatwirtschaft.
https://institutoapoyo.org.pe/

Siemens Stiftung Regional Office, Latin America
Ulrike Wahl
ulrike.wahl@siemens-stiftung.org

Pressekontakt

Communications / Head of Media Relations
Jagori Dhar
jagori.dhar@siemens-stiftung.org
+49  172 7215 736

Weitere Informationen:

Gemeinsam Wandel gestalten: Encuentro Red STEM 2026

Die Konferenz fördert den Gedankenaustausch und die Weiterentwicklung des STEMplus-Ansatzes. Das Encuentro bringt Teilnehmer aus Lateinamerika zusammen, um Bildungslösungen zu entwickeln.

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