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CHANGING PLACES / ESPACIOS REVELADOS in Bucaramanga, Kolumbien

Zwischen Kunst, kulturellem Erbe und Gemeinschaft

Im Gebäude der Plaza San Mateo thematisierten 7 Interventionen die Stadt als Gesellschaftsentwurf und Geschichtsspeicher.
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Edinson Arenas verknüpfte im Parque Bolívar in einer textilen Intervention die Lebensgeschichten venezolanischer Migranten.
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Der aufgegebene Club de Profesionales diente Aristeo Mora als Kulisse für die Reflexion über gescheiterte urbanistische Visionen.
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In einem verlassenen Wohnhaus ließ Daniel Lie Pflanzen vom Widerstand gegen den Kolonialismus sprechen.
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Architekten beschäftigten sich mit Fragen der Konnektivität und verwandelten einen schrottreifen Bus in einen Begegnungsort.
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Auf der Plaza Galán ließ Grecia Quintero auf 100 Stühlen Bevölkerungsgruppen aus Stadt und Land in Kommunikation treten.
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Alexandra Gelis schilderte in einer Videoinstallation und Performance die Lebensgeschichten geflüchteter venezolanischer Frauen.
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Oscar Leone stellte in einer Wanderung entlang der Wasserspeicher der Stadt das Verhältnis zwischen Kultur und Natur zur Diskussion.
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2018 fand CHANGING PLACES / ESPACIOS REVELADOS in Kolumbien statt. Im Fokus stand die Stadt Bucaramanga im Nordosten Kolumbiens mit einer Metropolregion von über eine Million Einwohner. Vom 23. November bis 2. Dezember entstanden an vierzehn Orten neue Sichtweisen auf die Stadt, ihr kulturelles Erbe und das Zusammenleben.

Bucaramanga – im Spannungsfeld von Migration und Klimawandel

Die Universitätsstadt Bucaramanga, auch „La ciudad bonita“ (die schöne Stadt) genannt, befindet sich unweit der Grenze zu Venezuela im Strom aktueller Migrationsbewegungen. Ihr schnelles Wachstum führte zu einer sozialen Spaltung zwischen dem Norden und dem Zentrum. Umgeben von durch Minenabbau gefährdeten Hochmoorgebieten spielen auch Fragen nach dem natürlichen Erbe für die Stadt eine bedeutende Rolle.

Kunst, die Risse in der Stadt aufdeckt und soziale Handlungsräume entstehen lässt

In der ersten Projektphase zwischen April und September 2018 arbeiteten Künstler aus Kolumbien, Lateinamerika und anderen Teilen der Welt dazu in elf Laboratorien mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen im Zentrum und Norden der Stadt zusammen. Ergebnisse wurden in einer abschließenden Ausstellung im Centro Cultural del Oriente gezeigt. Im zweiten Schritt entwickelten die Künstler ortsspezifische Arbeiten im Zentrum und Norden der Stadt. In leer stehenden Gebäuden, historischen Bauten und im öffentlichen Raum setzten sie sich mit den kulturellen und natürlichen Ressourcen auseinander sowie mit der Frage nach dem Zusammenleben in einem Land, in dem der Frieden vor einer Zerreißprobe steht und sich eine große soziale und ökonomische Kluft durch die Gesellschaft zieht.

Partizipatives Archiv der Stadt26

Während der Laufzeit des Projekts entstand ein partizipatives und künstlerisches Archiv zum Imaginären der Stadt, dessen Ergebnisse in der Casa Luis Perú de la Croix ausgestellt wurden.

Instituto Municipal de Cultura y Turismo Bucaramanga, ecoemprender, Escuela Municipal de Artes Bucaramanga, Fundación Mapa Teatro – Laboratorio de Artistas und weiteren Partnern.

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