Pressemitteilung | Kunst & Kultur | 30. März 2016

„Future Forum: Focus on Africa“ auf der Musikmesse Frankfurt

8. bis 9. April 2016, Messe Frankfurt, Halle 8.0, „Classic & Future Forum“ / Stand E 50 und Brotfabrik

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte richtet die Musikmesse Frankfurt mit dem „Future Forum“ ihren Blick auf die Kreativwirtschaft und das Musikleben in Afrika. Im Mittelpunkt stehen dabei fünf Podiumsdiskussionen mit Vertretern namhafter Kulturinstitutionen, die die Themen Kulturaustausch, Archivierung und Copyright sowie ökonomische Fragestellungen aufgreifen. Ein Konzert in der Frankfurter Brotfabrik nimmt die Besucher mit auf eine musikalische Reise, die Kontinente umspannt.

Das „Future Forum“ taucht ein in die facettenreiche aufstrebende Kreativindustrie Afrikas und zeigt Möglichkeiten auf, die durch einen wechselseitigen Austausch mit der Musikszene dieses Kontinents entstehen können. Inhaltliche Anregungen dafür liefert das von Siemens Stiftung und Goethe-Institut initiierte Online-Portal „Music In Africa“, das seit einem Jahr aktuelle und qualitativ hochwertige Informationen zum afrikanischen Musiksektor und eine Plattform für die Vernetzung von Musikern auf dem afrikanischen Kontinent und darüber hinaus bietet.

Das „Future Forum: Focus on Africa“ ist Teil des Programms des „Classic & Future Forum“ von Deutschlandradio, neuer musikzeitung und Deutschem Musikrat. Gestaltet wird es durch die Music In Africa Foundation, Siemens Stiftung und neue musikzeitung. Mit Beiträgen von Goethe-Institut, Afroton, Weltkulturen Museum und SAMRO Foundation. Das Konzert der Band Macase aus Kamerun und Musikern der Popakademie Baden-Württemberg ist Teil des Musikmesse Festivals.

Programm: „Future Forum: Focus on Africa“

Präsentation: Die Musikwelt Afrikas auf einen Klick! Das Online-Portal „Music In Africa“
8. April, 13:30 – 14:00 Uhr; Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50

Musik hat einen besonderen Stellenwert in Afrika. Sie ist nicht nur traditionell ein kultureller Faktor, sondern bietet auch neue Geschäftsmöglichkeiten. Allerdings gibt es nur unzureichende Mittel für die Bewahrung der Musik, für den Erfahrungsaustausch zwischen professionellen Musikern oder Orte, an denen Künstler für ihre Musik werben können. Das auf Initiative von Siemens Stiftung und Goethe-Institut durch die Music In Africa Foundation entwickelte Internetportal „Music In Africa“ (musicinafrica.net) lädt die Menschen ein, die Musik des Kontinents kennen und schätzen zu lernen. Mit einem innovativen digitalen Konzept stärkt es die öffentliche Wahrnehmung des Musiksektors in Afrika, baut Netzwerke auf und trägt so zur Gestaltung einer lebendigen Zivilgesellschaft bei. Eddie Hatitye, der Direktor der Music In Africa Foundation, gibt Einblicke in das Portal (in englischer Sprache).

Diskussion: Analog/Digital – Oral History und Musikarchive
8. April, 15:00 – 15:30 Uhr; Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50

In Afrika hat die mündliche Weitergabe von Wissen einen hohen Stellenwert. Doch langsam verliert diese Tradition an Bedeutung. Das Internet bietet vielen Menschen einen neuen und umfangreichen Zugang zu Informationen. Welche Auswirkung hat dies für den Musikbereich? Wie lassen sich bei der Archivierung von Musik Traditionen bewahren und gleichzeitig die Chancen der Digitalisierung nutzen? Dr. Hauke Dorsch vom Archiv für die Musik Afrikas in Mainz, Dr. Markus Coester vom Iwalewahaus der Universität Bayreuth und Prof. Dr. Lars-Christian Koch vom Deutschen Phonogram-Archiv diskutieren darüber mit nmz-Chefredakteur Dr. Juan Martin Koch.

Diskussion: Gar nicht so fremd! Kulturaustausch mit Afrika
8. April, 17:00 – 17:45 Uhr; Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50

Afrika rückt zunehmend als Partner ins Blickfeld Europas. Es ist das Interesse an den vielfältigen Kulturen, den neuen Rhythmen und dem unglaublichen Optimismus, den dieser Kontinent zu bieten hat. Schon heute beschäftigen sich viele Vertreter deutscher Institutionen intensiv mit Politik, Gesellschaft und Kultur in Afrika. Zu ihnen gehören Alya Sebti vom Institut für Auslandsbeziehungen, der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert, der Leiter des Afrika Festivals Würzburg Dr. Stefan Oschmann und die Kuratorin Dr. Yvette Mutumba vom Weltkulturen Museum Frankfurt. In einem Gespräch mit Jenny Friedrich-Freksa, Chefredakteurin der Zeitschrift „Kulturaustausch“, geben sie einen Einblick in ihre vielfältigen Aktivitäten.

Diskussion: TTIP und die Auswirkungen auf die kulturelle Entwicklung in Afrika
8. April, 17:45 – 18:30 Uhr; Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50

Über mögliche negative Auswirkungen des Transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP) auf Kultur und Bildung wurde in Deutschland bereits viel und kontrovers diskutiert. Doch nicht nur Europa ist von TTIP betroffen. In unserer vernetzten Welt sind wichtige politische Richtungsentscheidungen kaum mehr auf den nationalen oder europäischen Raum begrenzbar. Vielmehr muss über die Grenzen hinaus gedacht werden. Christian Höppner, der Präsident des Deutschen Kulturrates, Hans-Jürgen Blinn, der Beauftragte des Bundesrates im Handelspolitischen Ausschuss des Europäischen Rates, und Boniface Mabanza von der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika KASA werden gemeinsam mit Theo Geissler, Herausgeber der „neuen musikzeitung“, mögliche Auswirkungen von TTIP auf Afrika diskutieren.

Diskussion: Live-Musik und Vernetzung in Afrika
8. April, 18:30 – 19:00 Uhr; Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50

Das musikalische Leben in Südafrika ist bunt und lebendig. Die SAMRO Foundation mit ihren Initiativen zur Förderung der Live-Musik spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Beispielhaft sollen Projekte zur Sprache kommen, die nicht nur in Südafrika vorbildlich sind, sondern, vermittelt über die Informationsplattform „Music In Africa“, auch für den europäischen Raum von Interesse sein könnten. Das Gespräch führen Andre Le Roux, der Direktor der Südafrikanischen SAMRO Foundation, und Eddie Hatitye, der Direktor der Music In Africa Foundation, gemeinsam mit Jens Cording, Projektleiter im Bereich Musik bei der Siemens Stiftung (in englischer Sprache).

Konzert: Macase & friends
8. April, 20:30 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr); Brotfabrik, Bachmannstr. 2-4, 60488 Frankfurt am Main

„Bantu Groove“: Makossa und Bikutsi, die urbane Musik Kameruns, kombiniert mit sehr viel poppigem Drive – das ist Macase. Seit vielen Jahren begeistert die Band aus Yaoundé mit inspirierenden Programmen und warmen, souligen Stimmen ihr Publikum in Zentralafrika und darüber hinaus – nun auch erstmalig in Frankfurt am Main. Zu hören ist Macase in der Brotfabrik in einer ganz besonderen Kombination: Neben ihrem klassischen Programm präsentieren sie die Ergebnisse eines Workshops mit der Rap-Legende Krotal und der jungen Sängerin Danielle Eog sowie Studenten der Popakademie Baden-Württemberg, der gemeinsam von Music In Africa Foundation und Siemens Stiftung im Vorfeld des Konzertes in Mannheim durchgeführt wird. Und das ist typisch für Macase: In ihrer 20-jährigen Geschichte hat sich die Band immer wieder neu erfunden und durch die Hinzunahme junger Musiker Stile integriert, Neues ausprobiert und damit frische Impulse gesetzt: eine tanzbare musikalische Reise, die Kontinente umspannt. Ein Konzert im Rahmen des Musikmesse Festivals.

Best Practice: Chancen für die Kreativwirtschaft in Afrika
9. April, 12:15 – 12:45 Uhr; Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50

Die Wirtschaft in Afrika und somit auch das Interesse am Handel mit dem Kontinent wächst. Gerade der Kreativwirtschaft trauen viele Strategen besondere Potentiale zu. Doch wie lässt sich eine für beide Seiten gewinnbringende Handelsbeziehung aufbauen? Wie fängt man an? Welche Vorgehensweise ist erfolgversprechend? Christoph Borkowsky von der World Music Expo (WOMEX), Judith Helfmann-Hundack, Leiterin Außenwirtschafts- und Entwicklungspolitik beim Afrika-Verein, sowie der in Afrika aktive Kulturmanager Jay Rutledge von Outhere Records widmen sich diesem Thema im Gespräch mit Theo Geissler, Herausgeber der „neuen musikzeitung“.

Präsentation: Afroton präsentiert afrikanische Musikinstrumente
9. April, 18:00 – 18:30 Uhr; Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50

Afroton ist eine Musikinstrumentenmarke für Rhythmus-, Klang- und Melodieinstrumente aus aller Welt mit Schwerpunkt Afrika. Als echte Spezialisten mit Liebe zum Detail und afrikanischem Spirit haben sie viel Erfahrung mit originalen Instrumenten und werden Kostproben handwerklicher Meisterschaft vorstellen.

Rahmenprogramm: Einzigartige Einblicke in die Kulturszenen Afrikas
7. – 10. April, ganztägig; Messe Frankfurt, Halle 8.0, Stand E 50

Werke der zeitgenössischen bildenden Kunst aus der Sammlung des Weltkulturen Museums Frankfurt und Musikvideos aus Afrika geben einen Eindruck von der Kreativität auf dem Kontinent. Die Notensammlung der SAMRO Foundation aus Johannesburg öffnet ihre Türen: Zu besichtigen sind Noten afrikanischer Komponistinnen und Komponisten, die auf der Musikmesse noch nie zu finden waren. Präsentiert werden einige Werke live am Flügel auf der Bühne von der Pianistin Caro Gstädtner und einer Stipendiatin der SAMRO Foundation, der jungen Sopranistin Andiswa Makana.

Eintrittskarten
Eintrittskarten Musikmesse/Future Forum (25 €):www.musikmesse.de

Eintrittskarten Konzert (18 €), mit Eintrittskarte der Messe frei:www.brotfabrik.de

Weiterführende Links

Zur Online-Plattform "Music In Africa"

Zur Website der nmz – neue musikzeitung

Programm des „Classic & Future Forums“

Zur Website der Musikmesse

Zur Webseite der Brotfabrik