Joe Barasa
Joe Barasa

Von der Idee zur gemeinnützigen SolarFountain gGmbH

Siemens Stiftung und Solarkiosk AG sind seit Jahren in Kenia aktiv. Während sich die Siemens Stiftung auf sauberes Trinkwasser,  Gesundheit und die Befähigung von Menschen konzentriert, ist die Solarkiosk AG auf den Bau und das Betreiben von Solarkiosken spezialisiert, die von der Firma Graft entwickelt wurden. Für die innovative Kioskkonstruktion wurde die Solarkiosk AG mehrfach ausgezeichnet, zum Beispiel 2013 mit dem empowering people. Award der Siemens Stiftung. Im Zuge der Preisverleihung lernten sich beide Organisationen kennen und beschlossen gemeinsam neue Wege zu gehen und das gemeinnützige Joint Venture – die SolarFountain gGmbH – zu gründen.

Infrastruktur sicherstellen, Bevölkerung weiterbilden

Das Design und die modulare Struktur der Kioske erlaubt es seinen Betreibern, neben Solarstrom und sauberes Trinkwasser auch andere Produkte zu verkaufen, zum Beispiel umweltfreundliche Kochherde, Solarleuchten oder Hygieneprodukte. Darüber hinaus bietet die SolarFountain gGmbH den Nutzerinnen und Nutzern ihrer Kioske zielgerichtete Entrepreneurship-Trainings und Hygienekurse an. Mit Hilfe dieser Kurse können die Anwohnerinnen und Anwohner die Vorteile von sauberes Trinkwasser und sauberer Energie besser nutzen, ihre Gesundheit schützen und eigene Geschäftsideen in die Tat umsetzen.

Social Franchise Modell

In den Zielregionen besteht ein hoher Bedarf an Produkten des täglichen Lebens, der jedoch aufgrund der mangelnden Kaufkraft der Kunden von bestehenden Anbietern nicht gedeckt wird. Solar Fountain hat ein operatives Modell entwickelt, wie sich eine solche Versorgungsstruktur dennoch selbst tragen kann: Investitionen werden von Spendern und Sozialinvestoren übernommen, der Betrieb dies Kiosks trägt sich wirtschaftlich durch den Verkauf von Produkten und Services zu erschwinglichen Preisen selbst. Ein wichtiger Aspekt, denn viele Projekte scheitern weil die Finanzierung langfristig nicht gesichert oder zu kostspielig ist.

Verändern, um sich treu zu bleiben

Das Geschäftsmodell der SolarFountain gGmbH ermöglicht eine flexiblere Organisationsstruktur mit der Möglichkeit die soziale Wirkung in einem Umfang zu skalieren, der innerhalb der Stiftung so nicht möglich gewesen wäre. Die Siemens Stiftung hat in der ersten Aufbauphase den Geschäftsführer gestellt und wird auch in Zukunft die Aufbauphase und auch das operative Wachstum von SolarFountain begleiten und unterstützen. Mit der Gründung eines Joint Ventures gemeinsam mit einem Solarunternehmen betritt die Siemens-Stiftung Neuland im Stiftungssektor.

Außerdem wird sie im Rahmen ihres operativen Projektportfolios in Afrika die  SolarFountain gGmbH mit ihren Trainingsprogrammen rund um Hygiene und Entrepreneurship unterstützen.