Solar Fountain unterstützt dezentralisierte und modulare Versorgungsstrukturen für eine verbesserte Grundversorgung in ländlichen Regionen Afrikas.
© Siemens Stiftung, SolarFountain

Über 630 Millionen Menschen in Subsahara Afrika haben keinen Zugang zu Elektrizität, 40% sind ohne eine funktionierende Trinkwasserversorgung. Trinkwasser und moderne Energie sind jedoch unverzichtbar, damit Menschen gesund bleiben und ihre Lebensbedingungen verbessern können.

Die Siemens Stiftung und die Solarkiosk AG haben sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Menschen im ländlichen Raum dauerhaft mit Energie und sauberem Trinkwasser zu versorgen. Zu diesem Zweck haben beide im Sommer 2015 die gemeinnützige SolarFountain gGmbH gegründet in der die Gründer ihre Expertise im Bereich Grundversorgung in Afrika bündeln.

Die solarbetriebenen und mit Wasserfiltern ausgestatteten Kioske verkaufen Energie, sauberes Trinkwasser und elementare Produkte des täglichen Lebens. Dadurch dass die Kiosk auf der Basis eines Social Franchise Modells von lokalen Kleinunternehmern betrieben werden entstehen einerseits stabile Jobs in ländlichen Gegenden andererseits stellen die Kioskbetreiber den Vertrieb ihrer Produkte sowie die Wartung des Kiosks sicher.

Die SolarFountain gGmbH in Berlin steuert die Geschäftsentwicklung vor Ort und verantwortet das Partnermanagement und die Finanzierung. Die Anfangsinvestitionen in die geplanten Versorgungssysteme werden durch Spenden gesichert, der weitere Betrieb wird kostendeckend durch das eigenständige und unternehmerische Engagement vor Ort ermöglicht. Dieser Ansatz erlaubt es den Kioskbetreibern, ihre Produkte kostengünstig entsprechend der geringen Kaufkraft seiner Anwohner anzubieten. Auf diese Weise kombiniert die SolarFountain gGmbH ein bereits bewährtes Kioskmodell mit einem finanziell nachhaltigen Ansatz.

Die ersten SolarFountain Kioske werden bis Ende des Jahres in Kenia ihren Betrieb aufnehmen. In den kommenden Jahren möchte die SolarFountain gGmbH zahlreiche weitere Kioske gründen und strebt zu diesem Zwecke Partnerschaften mit Stiftungen, Unternehmen und Entwicklungsorganisationen an.