• Wasserstation auf dem Markt von Maragua,  Kenia
    Der Wasserkiosk auf dem Markt von Maragua, Kenia zieht viele Bewohner an: Sauberes Trinkwasser war in der Vergangenheit für viele nicht zugänglich.
    © Siemens Stiftung
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  • Flusswasser
    Bevor es die Wasserkioske gab, tranken die Menschen Wasser aus dem Fluss. Die Folge: lebensbedrohliche Darmerkrankungen.
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  • Wasserfilter
    Jetzt wird das verschmutzte Flusswasser von SkyHydranten gereinigt: Dabei fließt es aus einem Tank durch die Membranfilter – ohne elektrische Energie.
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  • Wasserkanister
    Gereinigte Container, die ebenfalls an den Wasserkiosken verkauft werden, halten das Trinkwasser auch beim Transport sauber.
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  • Sauberes Trinkwasser
    Für Kinder ist sauberes Trinkwasser besonders wichtig, denn ihr Immunsystem ist noch schwach und anfällig für wasserbedingte Krankheiten.
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  • Sauberes Trinkwasser
    Die kontinuierliche Einbindung der Gemeinde ist wichtig: Dazu gehört auch die feierliche Eröffnung der Safe Water Enterprises.
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  • Workshop
    In Workshops werden die Gemeinden über Hygiene und Gesundheitsvorsorge aufgeklärt.
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  • Kioskmanager
    Die Bewohner können sich zu lokalen Kioskmanagern ausbilden lassen und sich so eine Existenz aufbauen.
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Welches Ziel verfolgen wir mit den Safe Water Enterprises?

Sauberes Trinkwasser ist eine entscheidende Grundlage für die Lebensqualität des Einzelnen und für die Entwicklung einer ganzen Region. Laut dem Weltwasserbericht haben heute bereits 89 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser. Doch in Subsahara Afrika ist das Problem nach wie vor akut: Laut UNICEF und WHO leben dort 40 Prozent aller Menschen ohne Trinkwasserversorgung.

Besonders dramatisch ist die Situation in ländlichen Gebieten. So haben 17 Millionen Kenianer, die meist in abgelegenen Regionen leben, keinen Zugang zu sauberem Wasser. Oftmals müssen sie weite Strecken zur nächsten Wasserstelle laufen oder sind gezwungen, verunreinigtes Wasser zu trinken. Das führt besonders bei Kindern zu lebensgefährlichen Krankheiten wie Cholera, Typhus und Diarrhö. Ziel des Projekts Safe Water Enterprises ist es, eine nachhaltige Versorgung mit sauberem Trinkwasser in diesen abgelegenen Regionen aufzubauen.

Ebenso wie unsere anderen Wasserprojekte im Bereich Grundversorgung & Social Entrepreneurship verknüpfen die Safe Water Enterprises technische Lösungen mit einem unternehmerischen Ansatz, um die Lebensqualität der Menschen auf eine nachhaltige Weise zu erhöhen.

Was macht die Safe Water Enterprises aus?

  • Trinkwasserversorgung durch SkyHydrant-Filtrationssystem
    In den Safe Water Enterprises werden mobile SkyHydrant-Filter eingesetzt. Das Wasser fließt mittels natürlichen Wasserdrucks aus einem Tank, der mit Rohwasser gespeist wird, durch einen Membranfilter. Dieser Filter besteht aus 10.000 haarfeinen Membranfasern mit winzigen Poren, die wie ein Sieb funktionieren, und dabei Schwebstoffe, Bakterien und Viren entfernen. So können stündlich bis zu 1.000 Liter Trinkwasser ohne elektrische Energie produziert und rund 500 Haushalte versorgt werden.
  • Qualitätssicherung durch vorgefertigte Gebäude und hygienische Container
    Vorgefertigte Kioskgebäude sichern einerseits die Qualität der Wasserausgabe und können andererseits schnell und flexibel aufgebaut werden. Gereinigte Container, die ebenfalls an den Wasserkiosken verkauft werden, halten das Trinkwasser auch beim Transport sauber.
  • Einkommen für die lokale Bevölkerung
    Die Safe Water Enterprises stoßen unternehmerische Aktivitäten an und schaffen neue Verdienstmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung: Interessierte Personen können an technischen und unternehmerischen Schulungen teilnehmen und sich so zu Kioskmanagern ausbilden lassen.
  • Chance auf finanzielle Nachhaltigkeit und Eigenständigkeit
    Das Wasser wird zu einem erschwinglichen Preis an die Gemeindemitglieder verkauft. Die Erlöse fließen in die laufenden Kosten wie Gehälter und Wartung sowie in den Ausbau der Wasserkioske.
  • Trainings zu Gesundheit und Hygiene
    In Trainings werden die Gemeinden über Hygiene und Gesundheitsvorsorge aufgeklärt. Auch Kindern wird von Anfang an mit interaktiven Lehrmethoden und Experimenten ein bewusster Umgang mit Trinkwasser beigebracht.

Wer ist an den Safe Water Enterprises beteiligt?

Die Safe Water Enterprises realisieren wir zusammen mit ausgewählten Partnern und den lokalen Gemeinden: Die SkyJuice Foundation hat das Kiosk-Konzept und die technischen Komponenten entwickelt, darunter auch die Filteranlagen. Das kenianische Unternehmen PureFlow bietet Unterstützung vor Ort und der Global Nature Fund hat die beiden Kioske des Pilotprojekts mitfinanziert. Erfahrene Partner wie SOS-Kinderdörfer, AMREF und das Hunger Projekt sorgen für angemessene Verankerung der Safe Water Enterprises in verschiedenen Dorfgemeinden. Den Betrieb der Kioske übernehmen Mitglieder der jeweiligen Gemeinden.