• Sauberes Trinkwasser gilt als dringlichster Bedarf in den sechs Dörfern rund um Nyangoro Pan. Errichtung eines Kiosks in Homa Bay (Provinz Nyanza, Kenia).
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  • Die Gemeinden sind von Anfang an an der Standortauswahl und den maßgeblichen Entscheidungsprozessen beteiligt.
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  • Die Safe Water Enterprises werden zusammen mit Partnern vor Ort errichtet. Dieser neue Kiosk in Nyangoro wird vom Nyangoro Health Center für die Gemeinde verwaltet.
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  • Die Kioske sind mit einem SkyHydrant-Wasserfilter ausgestattet, der Schwebstoffe, Bakterien und Viren aus dem Wasser entfernt. Wassercontainer werden desinfiziert, bevor sie für den Kunden erneut gefüllt werden.
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  • Kinder verwenden Wasser vom Sondu-Fluss – vor dem Bau des SWE-Kiosks (Sondu, Kisumu County, Kenia)
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  • Die SWE-Kioske bestehen aus hochwertigen, flexibel einsetzbaren Modulen. Sie werden am Standort selbst und gemeinsam mit den zukünftigen Kioskbetreibern zusammengebaut. (Sondu, Kisumu County, Kenia)
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  • Der Wasser-Kiosk in Sondu wurde zusammen mit dem Team des Safe Water and AIDS-Projekts Kenia (SWAP) gebaut, welches das SWE Management in der Gemeinde übernehmen wird.
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  • Mit dem neuen SWE-Kiosk in Kwale hat die Gemeinde in Howa Mwana jetzt Zugang zu sauberem Trinkwasser, zusätzlich zum Rohwasser, welches für andere Haushaltszwecke verwendet wird.
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  • Wasser von Howa Mwana vor und nach der Aufbereitung mit dem SkyHydrant-Wasserfilter. Das gereinigte Trinkwasser wird in sauberen weißen Kanistern abgefüllt, die zu einem erschwinglichen Preis an die Gemeinde verkauft werden.
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  • Die SWE Teams werden in allen relevanten betrieblichen, technischen und unternehmerischen Fähigkeiten geschult um den nachhaltigen Betrieb der Safe Water Enterprises zu gewährleisten.
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  • Zwei Safe Water Enterprises wurden 2014 in Kenia gemeinsam mit SOS Kinderdorf gegründet und haben sich in den vergangenen zwei Jahren zu erfolgreichen Sozialunternehmen entwickelt.
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Optimierung der Wasserkioske
Ausgerüstet mit der leistungsfähigen Technologie des SkyHydrants sowie einem Ausbildungskonzept für Kioskmanager, realisierte die Siemens Stiftung zwischen 2011 und 2017 19 Kioske in Kenia, Uganda und Tansania mit unterschiedlichen Kooperationspartnern.
In dieser Zeitspanne wurde aufgrund von Erfahrungen mit diesem Geschäftsmodell das Projekt immer weiter entwickelt:

  • Die Auswahl der Standorte wird anhand eines umfangreichen Kriterien-Sets vorgenommen. Dieses prüft unter anderem die Bedarfssituation in der Gemeinde, die entsprechende Marktsituation sowie die Verlässlichkeit der vorhandenen Wasserquellen.

  • Gemeinden müssen sich aktiv für einen SWE bewerben und Initiative zeigen. Dazu füllen sie ein Antragsformular aus, in dem sie erste Angaben zum Bedarf an Trinkwasser, den verfügbaren Wasserquellen und der Dorfgröße machen. Dass es das Stiftungsvorhaben gibt, wissen mittlerweile viele durch Mund-zu-Mund-Propaganda, durch Mitarbeiter des Projektes, deren lokale Netzwerke, sowie von den Mitarbeitern der im Bezirk zuständigen Wasserbehörden und -Ministerien.

  • Besondere Bedeutung kommt der Bildung eines Wasserkomitees zu, das mittelfristig die Verantwortung für den Betrieb und die Instandhaltung des Wasserkiosks übernimmt. Die Komitee-Mitglieder werden in Trainings der Stiftung bei der Bildung von Managementstrukturen unterstützt. Sie sind es auch, die den Kioskmanager bestimmen sowie den Preis für einen 20 Liter Kanister sauberes Trinkwasser mit der Gemeinde aushandeln.

  • Für die operative und technische Begleitung des Projektes in Kenia wurde ein Team von Consultants vor Ort aufgebaut. Sie sind zuständig für die Trainings der Wasserkomitees und der Kioskbetreiber.

  • Nicht nur am Kiosk soll die Qualität des Trinkwassers einwandfrei sein. Die SWEs bemühen sich auch, einer Wiederverkeimung des Wassers vorzubeugen. Diese kann auf dem Transportweg bzw. während der Lagerung und Nutzung des Wassers geschehen, vor allem wenn das saubere Kioskwasser in schmutzige Behälter abgefüllt worden ist. Zu diesem Zweck hat die Siemens Stiftung den weißen „W“-Kanister eingeführt. Der „W“-Kanister unterscheidet sich optisch deutlich von den anderen oft gebrauchten und umfunktionierten Kanistern, die in der Regel blau oder gelb sind. Die „W“-Kanister werden von den SWE Kioskbetreibern an die Kunden verkauft und vor jeder Befüllung am Kiosk mit einer Chlorlösung desinfiziert.

Einblicke in die Entwicklung gibt unser Artikel „More than Water“
in der Fachzeitschrift Water Solutions

Neuer Wasserkiosk
Die neuen Wasserkioske sind vorgefertigte Gebäude, die schnell und flexibel aufgebaut werden können.

Was hat sich seit Beginn des Projekts getan?

Nachdem die Bewohner für die Bedeutung von sauberem Trinkwasser sensibilisiert wurden, finden die Kioske gute Akzeptanz. Die Gesundheitssituation hat sich verbessert: Wasserbedingte Krankheiten und die Ausgaben für Medikamente haben sich verringert. Die Anbindung der Anlagen an bestehende Strukturen wie Marktplätze oder Schulen spart Zeit und vermeidet lange Wege. Das beugt gleichzeitig Rückenleiden vor, die durch das weite Tragen schwerer Wasserbehälter hervorgerufen werden.

Da die Erfahrung gezeigt hat, dass das saubere Trinkwasser oftmals bereits beim Transport nach Hause wieder verunreinigt wird, wurden im November 2012 an den Wasserstationen auch saubere Container eingeführt, die bei jedem Wasserkauf gereinigt und desinfiziert werden.

Der Ansatz, die Safe Water Enterprises als kleine Sozialunternehmen aufzusetzen und Einheimische zu Kioskmanagern auszubilden, erwies sich als sinnvoll. Auch wenn das Wasser zu sehr geringen Preisen verkauft wird, sind die laufenden Kosten in den meisten Fällen gedeckt. Zudem sind sie eine Basis für weitere Kleinunternehmer; so liefern Fahrradkuriere das Wasser an die Menschen aus der Umgebung.

Pläne für die Zukunft

Mit dem Safe Water Enterprise ist es gelungen, moderne Filtrationstechnik an lokale Gegebenheiten anzupassen und eine replizierbare Komplettlösung anzubieten. Das Projekt soll auf finanziell nachhaltiger Basis auch an anderen Orten umgesetzt werden. Weitere Stationen werden mit ausgewählten Partnern wie SOS-Kinderdörfer, AMREF (African Medical and Research Foundation) und dem Hunger Projekt an verschiedenen Standorten umgesetzt. Potenzielle Partner, die die Auswahlkriterien erfüllen, können sich an info@siemens-stiftung.org wenden.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Trainings. Zum einen intensivieren wir die technischen und unternehmerischen Trainings für die Kioskmanager und weitere Interessierte aus der Umgebung. Zum anderen wurden für die Gemeinden Lehrmaterialien und Trainingshandbücher für Gesundheits- und Hygienetrainings entwickelt. Die Trainings werden derzeit von der Siemens Stiftung gemeinsam mit lokalen Partnern umgesetzt (Hygiene Training und Entrepreneurship Training)