Forschen und Sprechen gehören zusammen
© Siemens Stiftung, Fotograf: Sebastian Isacu

Sprachliche Fähigkeiten sind Voraussetzung für jeden Wissenserwerb – auch für die Naturwissenschaften. Wenige Wissenschaftler wagten sich jedoch bisher an die systematische Erforschung der Zusammenhänge beider Bereiche. Ende 2013 sind zwei dreijährige Studien zu den Wirkungen naturwissenschaftlicher Frühbildung gestartet, eine davon umfasst auch das Thema Sprache. In der Teilstudie EASI Science-L (Early Steps into Science and Literacy), die die Siemens Stiftung gemeinsam mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und der Baden-Württemberg Stiftung unterstützt, geht es um das Zusammenwirken von sprachlicher und naturwissenschaftlicher Bildung.

Es soll untersucht werden, ob und wenn ja, wie beim Experimentieren im frühkindlichen Bereich Sprache gefördert wird, zum Beispiel beim Beschreiben naturwissenschaftlicher Phänomene und beim Formulieren von Lösungsansätzen – insbesondere auch bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache. Wissenschaftler verschiedener Fachbereiche der Universitäten Koblenz-Landau, Augsburg und Heidelberg analysieren dabei die Gestaltung von Lehr-Lernsituationen in der naturwissenschaftlichen Bildung, die sprachliche Anregungsqualität in der Kita und die Fähigkeiten der Kinder in beiden Bereichen. Teilnehmen werden 240 Kinder und 60 pädagogische Fachkräfte aus Einrichtungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Wie naturwissenschaftliche Bildung auf naturwissenschaftsbezogene Kompetenzen in der Kita wirkt, untersucht parallel dazu die Studie EASI Science (Early Steps into Science). Im Blickpunkt der Forscher stehen sowohl die Kompetenzen der Kinder als auch die der pädagogischen Fachkräfte. Förderpartner dieser Studie sind die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und das Bundesministerium für Bildung und Forschung.