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Experimento

Naturwissenschaft und Technik lebensnah vermitteln

Das internationale Bildungsprogramm Experimento wird derzeit in elf Ländern in Europa, Lateinamerika und Afrika eingesetzt.

Die Bildungsanforderungen sind in jedem Land unterschiedlich und von kulturellen Voraussetzungen stark geprägt. Deshalb sind in allen Ländern örtliche Kooperationspartner wie etwa Bildungsministerien und Universitäten eingebunden. Die Partnerschaften mit den lokalen Bildungspartnern helfen, die jeweils spezifischen Lehr- und Lernanforderungen der unterschiedlichen Länder zu erfüllen.

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  • Seit 2012 engagiert sich die Siemens Stiftung in Südafrika mit ihrem Bildungsprogramm Experimento.
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  • In speziell entwickelten Fortbildungen werden Lehrkräfte zu den didaktischen und methodischen Ansätzen von Experimento geschult ...
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  • ... und geben ihr Wissen im Unterricht an die Schülerinnen und Schüler weiter.
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„Education is the most powerful weapon which you can use to change the world!” lautet eines der bedeutendsten Zitate Nelson Mandelas. Die Reorganisation der staatlichen Bildungspolitik sowie des Erziehungswesens gehören zu den zentralen Aufgaben Südafrikas. Denn obwohl das Land über ein effizientes Schulsystem verfügt, sind die Diskrepanzen spürbar und die Herausforderungen im Bildungssektor enorm: Ein genereller Mangel an qualifizierten Lehrkräften, eine ungenügende materielle Ausstattung der Schulen und überfüllte Klassen mit bis zu 60 Schülern. Erschwerend wirkt sich auch die für Südafrika in der Verfassung verankerte Multilingualität aus. In Südafrika gibt es elf offizielle Landessprachen. Die Sprachenvielfalt lässt Bildungsbarrieren entstehen und behindert den Ausbau eines Bildungswesens, in das ein Fünftel aller staatlichen Ausgaben investiert wird.

Seit 2012 engagiert sich die Siemens Stiftung in Südafrika mit ihrem Bildungsprogramm Experimento – mit dem Ziel, die Pädagogen im Einsatz von Experimento zu schulen und das naturwissenschaftlich-technische Verständnis der Schüler zu fördern. Der Einsatz von Experimento gelingt nicht ohne die Unterstützung engagierter Pädagogen aus der Region. In speziell entwickelten Fortbildungen werden deshalb Lehr- und Erziehungskräfte zu den didaktischen und methodischen Ansätzen von Experimento geschult. Ihr Wissen geben sie im Unterricht an die Schülerinnen und Schüler weiter. Gleichzeitig sind die Experimento-Fortbildungen als offizielles Weiterbildungsinstrument nach den Richtlinien des South African Council for Educators (SACE) zertifiziert.

Für eine erfolgreiche Umsetzung von Experimento in den Schulen Südafrikas arbeitet die Siemens Stiftung mit speziellen Science Competence Centers (SCC) in Johannesburg, Kapstadt, Durban und Mthatha. Parallel dazu kooperiert die Siemens Stiftung mit Universitäten und deutschen Auslandsschulen, um das Experimento-Konzept direkt in das Lehramtsstudium zu integrieren.


Dem Erbe Nelson Mandelas verpflichtet

Die Errichtung einer weiterführenden Schule in seinem Heimatort Mvezo in der südafrikanischen Provinz Eastern Cape (Ostkap) lag Nelson Mandela besonders am Herzen. Siemens setzte diesen persönlichen Wunsch in Zusammenarbeit mit der Regierung und der Gemeinde in die Tat um: Im Januar 2014 wurde die Mandela School of Science & Technology als erste Oberschule in der Region eröffnet.

Auch hier kommt Experimento seitdem zum Einsatz. Die Lehrkräfte aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich nahmen zunächst gemeinsam mit Pädagogen aus anderen Schulen in der Umgebung an Fortbildungen teil und erhielten eine praxisnahe, pädagogische Einführung in die Welt des forschenden Lernens.

„Das praktische Arbeiten hilft enorm, komplexe Sachverhalte zu erklären. Außerdem merkt man richtig, wie auch normalerweise stille Schüler sich öffnen und beginnen, Fragen zu stellen“, so das begeisterte Feedback eines Lehrers bei der Umsetzung des Gelernten im Unterricht. Die Siemens Stiftung sorgt dafür und unterstützt die lokalen Trainer dabei, dass in regelmäßigen Abständen ein intensiver Austausch zwischen den Lehrkräften aller Schulen stattfindet, sodass ein provinzübergreifendes Netzwerk kontinuierlich auf- und ausgebaut werden kann.

Und auch ein länderübergreifender Austausch findet statt: Seit nunmehr zwei Jahren gibt es ein Austauschprogramm mit der Nelson Mandela School in Berlin, an dem sich die Schulleitungen, die Lehrer und die Schüler beteiligen. Damit können jedes Jahr jeweils zwei Schüler sowie eine Lehrkraft die Partnerschule auf dem anderen Kontinent besuchen, am dortigen Unterricht teilnehmen und mehr über das Leben vor Ort erfahren. Bald wird sich noch die Deutsche Schule Johannesburg als drittes Mitglied an der Partnerschaft beteiligen.

Evaluation

Im Auftrag der Siemens Stiftung untersuchten Wissenschaftler der University of the Western Cape – School of Science and Mathematics Education den Einsatz von Experimento I 10+ in der südafrikanischen Provinz Western Cape. Im Zeitraum Juni bis November 2013 und mittels teilnehmender Beobachtung, Interviews, Diskussionen und Feedback-Gespräche sollten Akzeptanz, Funktionalität und Praxistauglichkeit von Experimento für die Lehr- und Lernanforderungen Südafrikas untersucht werden. Im Forschungs-Fokus standen Lehrkräfte und Lehramtsstudenten aus dem Fachgebiet Naturwissenschaften.

Im Ergebnis zeigt sich, dass insbesondere der Wert der Materialkästen als sehr gewinnbringend für den Unterrichtseinsatz bewertet wurde. Die Lehrkräfte schätzten den leichten Zugriff auf die zur Verfügung gestellten Materialien. Besonders positiv bewerteten die (angehenden) Lehrkräfte auch den experimentier- und handlungsorientierten Unterricht, den sie im Gegensatz zum reinen Frontalunterricht als weniger abstrakt erleben. Experimentelles Lernen erwies sich darüber hinaus als erfolgreiche Unterrichtsmethode - auch bei Schulklassen von bis zu 60 Schülern. Hervorgehoben wurde auch die leistungsbezogene Entwicklung der Schüler: Die Lehrkräfte beobachteten, dass naturwissenschaftlich-technische Zusammenhänge leichter verstanden werden, wenn sie durch Experimente erfahren werden. Als Herausforderung für die zukünftige Entwicklung von Experimento wurde die Multilingualität im Unterricht bewertet, die mitunter zu Sprachbarrieren führen kann.

Im Auftrag der Siemens Stiftung untersuchten Wissenschaftler der University of the Western Cape – School of Science and Mathematics Education den Einsatz von Experimento I 10+ in der südafrikanischen Provinz Western Cape. Im Zeitraum Juni bis November 2013 und mittels teilnehmender Beobachtung, Interviews, Diskussionen und Feedback-Gespräche sollten Akzeptanz, Funktionalität und Praxistauglichkeit von Experimento für die Lehr- und Lernanforderungen Südafrikas untersucht werden. Im Forschungs-Fokus standen Lehrkräfte und Lehramtsstudenten aus dem Fachgebiet Naturwissenschaften.

Im Ergebnis zeigt sich, dass insbesondere der Wert der Materialkästen als sehr gewinnbringend für den Unterrichtseinsatz bewertet wurde. Die Lehrkräfte schätzten den leichten Zugriff auf die zur Verfügung gestellten Materialien. Besonders positiv bewerteten die (angehenden) Lehrkräfte auch den experimentier- und handlungsorientierten Unterricht, den sie im Gegensatz zum reinen Frontalunterricht als weniger abstrakt erleben. Experimentelles Lernen erwies sich darüber hinaus als erfolgreiche Unterrichtsmethode - auch bei Schulklassen von bis zu 60 Schülern. Hervorgehoben wurde auch die leistungsbezogene Entwicklung der Schüler: Die Lehrkräfte beobachteten, dass naturwissenschaftlich-technische Zusammenhänge leichter verstanden werden, wenn sie durch Experimente erfahren werden. Als Herausforderung für die zukünftige Entwicklung von Experimento wurde die Multilingualität im Unterricht bewertet, die mitunter zu Sprachbarrieren führen kann.