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Experimento

Naturwissenschaft und Technik lebensnah vermitteln

Das internationale Bildungsprogramm Experimento wird derzeit in elf Ländern in Europa, Lateinamerika und Afrika eingesetzt.

Die Bildungsanforderungen sind in jedem Land unterschiedlich und von kulturellen Voraussetzungen stark geprägt. Deshalb sind in allen Ländern örtliche Kooperationspartner wie etwa Bildungsministerien und Universitäten eingebunden. Die Partnerschaften mit den lokalen Bildungspartnern helfen, die jeweils spezifischen Lehr- und Lernanforderungen der unterschiedlichen Länder zu erfüllen.

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  • In Peru wird das Bildungsprogramm Experimento seit dem Schuljahr 2013 eingesetzt, los geht es mit Experimento I 4+.
    In Peru wird das Bildungsprogramm Experimento seit dem Schuljahr 2013 eingesetzt, los geht es mit Experimento I 4+.
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  • In Chilca, nahe der Hauptstadt Lima, lernen Dritt- und Viertklässler naturwissenschaftliche Experimente kennen.
    In Chilca, nahe der Hauptstadt Lima, lernen Dritt- und Viertklässler naturwissenschaftliche Experimente kennen.
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  • Nathalie von Siemens besuchte die Schule N ° 20960 - Las Salinas und experimentierte gemeinsam mit den Kindern.
    Nathalie von Siemens besuchte die Schule N ° 20960 - Las Salinas und experimentierte gemeinsam mit den Kindern.
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  • Die Lehrerin Teodomira Blas erklärt ihren Schülern, wie Luft in den Körper gelangt …
    Die Lehrerin Teodomira Blas erklärt ihren Schülern, wie Luft in den Körper gelangt …
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  • … bevor diese das Experiment schließlich selbst nachmachen.
    … bevor diese das Experiment schließlich selbst nachmachen.
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  • Mit einfachen Mitteln lassen sich auch weitere spannende Versuche zum Thema Luft durchführen.
    Mit einfachen Mitteln lassen sich auch weitere spannende Versuche zum Thema Luft durchführen.
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  • Fühlen und Erleben, Phantasie und Kreativität, Kooperation und Kommunikation stehen am Anfang des naturwissenschaftlich-technischen Lernprozesses mit Experimento.
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  • In Peru arbeitet die Siemens Stiftung mit der Bildungsinstitution Instituto Apoyo zusammen,  Gelegenheiten zum Austausch sind dabei immer willkommen.
    In Peru arbeitet die Siemens Stiftung mit der Bildungsinstitution Instituto APOYO zusammen, Gelegenheiten zum Austausch sind dabei immer willkommen.
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  • Experimento Peru, Siesti
    Qualifizierte Lehrkräfte sind ein wesentliches Ziel in Perus Reformprozess. Fortbildungen wie hier am Instituto Pedagogico Nacional Monterrico leisten dazu einen wichtigen Beitrag.
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Digitalisierung, Technologisierung, Klimawandel: Die Anforderungen unserer Zeit und Zukunft verändern die Lehr- und Lernbedarfe auch in Peru unter dem Eindruck einer ganz zentralen Fragestellung: Wie können die überwiegend jungen Menschen erfolgreich auf ihre Zukunft vorbereitet werden? 

Die peruanische Regierung setzt vor allem auf die naturwissenschaftlich-technische Förderung entlang der gesamten Bildungskette. Die Siemens Stiftung begleitet diesen Weg seit 2012 mit einer adaptierten Version des internationalen Bildungsprogramms Experimento. Damit leisten wir einen Beitrag zur qualitätsvollen Aus- und Weiterbildung von Lehrern im Sinne eines zeitgemäßen, ko-konstruktiven MINT-Unterrichts und stärken das forschende, wertebildende Lernen. Eine Methode, die das peruanische Bildungsministerium offiziell für das Unterrichtsgeschehen fordert und durch gezielte Aus- und Weiterbildungen der Lehrkräfte entsprechend fördert.

Gemeinsam erfolgreich Bildung gestalten

Vor Ort arbeiten wir mit Instituto APOYO und der Universidad Cayetano Heredia zusammen. Renommierte Institutionen, die sich mit ihren schulischen und außerschulischen MINT-Programmen „Cienca para todos-Experimento“ („Wissenschaft für alle – Experimento“) und „Diviertete y aprende“ („Hab Spaß und Lerne“) im peruanischen Bildungsgeschehen innovativ engagieren. Instituto APOYO hat Experimento für den Grundschulbereich im Sinne des nationalen Curriculums adaptiert und führt seit 2013 Weiterbildungen für Lehrkräfte in den Regionen Piura im Norden, Gran Lima im Landeszentrum sowie im Süden Perus durch. Die Universidad Cayetano Heredia schult angehende Lehrkräfte im Rahmen der universitären Ausbildung, und bietet vor allem im außerschulischen Bereich kreative MINT-Workshops zu verschiedensten Themenbereichen für Kinder und Jugendliche an.  

Unser gemeinsames Ziel ist es, vornehmlich in den staatlich-öffentlichen Schulen die Unterrichtsqualität zu verbessern und an moderne Lehrformen mit zeitgemäßen Lerninhalten anzupassen. Wir konzentrieren uns dabei auf eine MINT-Bildung, die zu verantwortungsvollem Denken und Handeln befähigt und damit die nachhaltige Entwicklung des Landes und seine multiethnische Gesellschaft berücksichtigt. Durch den Dialog mit indigenen Kulturen findet deren traditionelles Wissen Einzug bei der Implementierung des Programmes und wird in verschiedenen Kontexten des Landes berücksichtigt.

  • Nathalie von Siemens besucht das Instituto APOYO in Peru. (Englisch)

STEAM: Lernen mit allen Sinnen

Durch die Einbindung kreativer, kultureller und künstlerischer Aspekte („Arts“) in den STEM-Unterricht gelingt ein Brückenschlag in andere Disziplinen, der zeigt, wie ganzheitlich und fantasievoll Naturwissenschaft und Technik sein können. Vor allem aber aktiviert STEAM-Bildung das „Lernen mit allen Sinnen“, fördert Erfindungsreichtum und Phantasie. Junge Menschen bauen damit Wissen und Kompetenzen auf, die sie für Entscheidungen im Alltag, das Lösen von kleineren und größeren Problemen und für das Weiterlernen benötigen. Exemplarisch nutzt das Programm „Diviertete y aprende“ („Hab Spaß und Lerne“) der Universidad Cayetano Heredia kreative und künstlerische Elemente für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht, wie zum Beispiel den Bau von Musikinstrumenten aus recycelten Materialien: Schüler untersuchen mögliche Veränderungen der Materialsubstanz mikroskopisch, erzeugen Klänge und studieren kleine Musikstücke ein. Auch das Kochen mit autochthonen Zutaten zum Lehren und Lernen im Chemieunterricht ist ein gutes Beispiel dafür, wie kulturelle Elemente mit naturwissenschaftlich-technischer Bildung verbunden wird. Allgemein wird STEAM-Bildung in Peru zunehmend populärer und ist bildungspolitisch durch das 2016 verabschiedete Programm „Programa nacional para la popularizacion de la cienca, tecnologia e innovacion“ („Nationales Programm zur Popularisierung von Wissenschaft, Technologie und Innovation“) fest verankert.

Wachsendes Netzwerk und Allianzgefüge

Um naturwissenschaftlich-technische Bildung nicht nur operativ zu gestalten, sondern auch institutionell zu stärken, engagiert sich die Siemens Stiftung auch für das 2014 mitgegründete nationale STEAM Forum Peru. Initiiert und koordiniert durch unseren Partner Instituto APOYO, orientiert sich dieses Bündnis am Modell des Nationalen MINT Forums Deutschland und versteht sich als „Think and Do“-Tank. Die aktuell 20 engagierten Vertreter der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der Wissenschaft haben es sich zum Ziel gesetzt, durch gemeinsame und verstärkte Zusammenarbeit die STEM-Bildung im Land zu verbessern.  Auf dieser Basis entwickeln sich wachsende und wirkungsvolle Allianzen mit engagierten STEM-Akteuren in Peru, aber auch über die Landesgrenzen hinaus, wie beispielsweise Partnerschaften und Kooperationen mit Institutionen der Länder der sogenannten Pazifik-Allianz: Chile, Kolumbien, Mexico, Peru.

Durch seine Arbeit leistet das STEAM Forum Peru einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Landes. Das gemeinsame Vorgehen von Stakeholdern aus öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Bereichen schafft Vertrauen, setzt Synergien frei und führt zu einem veränderten Bewusstsein, auch auf politischer Ebene. Beispielhaft hierfür sind die Entscheidungen des Gouverneurs der Region Tacna im Süden Perus und des Bürgermeisters von Miraflores, eines der bekanntesten Stadtviertel Limas: Beide haben ihre Verantwortungsgebiete als STEM-Territorien deklariert. Damit wird die Bedeutung von STEM-Bildung klar positioniert und gleichzeitig zukünftige Gestaltungsmöglichkeiten formuliert.

  • Gemeinsam Bildung stärken: Ulrike Wahl berichtet über das Engagement des Foro STEAM. (Spanisch)