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Experimento

Wissen weltweit entwickeln

Das internationale Bildungsprogramm Experimento wird derzeit in elf Ländern in Europa, Lateinamerika und Afrika eingesetzt.

Die Bildungsanforderungen sind in jedem Land unterschiedlich und von kulturellen Voraussetzungen stark geprägt. Deshalb sind in allen Ländern örtliche Kooperationspartner wie etwa Bildungsministerien und Universitäten eingebunden. Die Partnerschaften mit den lokalen Bildungspartnern helfen, die jeweils spezifischen Lehr- und Lernanforderungen der unterschiedlichen Länder zu erfüllen.

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Naturwissenschaft und Technik lebensnah vermitteln

  • Seit 2014 ist die Siemens Stiftung in Kenia mit Schwerpunkt auf Nairobi und Umgebung aktiv.
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  • In speziell entwickelten Fortbildungen werden Lehrkräfte zu den didaktischen und methodischen Ansätzen von Experimento geschult ...
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  • ... und geben ihr Wissen im Unterricht an die Schülerinnen und Schüler weiter.
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Kenia ist eine der leistungsstärksten Volkswirtschaften Ost-Afrikas. Das Thema Schulbildung nimmt einen großen Stellenwert auf der politischen Agenda ein. So entschloss man sich im Jahr 2003, die Schulgebühren für staatliche Grundschulen abzuschaffen. Dies bedeutete jedoch einen Zuwachs von 1,7 Millionen Schulkindern – eine Entwicklung, die bis heute noch nicht vollständig aufgefangen ist: Nach wie vor mangelt es, gerade auf dem Land, an ausreichend qualifizierten Lehrkräften, sodass Klassengrößen von 80 und mehr Kindern keine Seltenheit sind. Auch die Infrastruktur muss weiter ausgebaut werden, da es nicht genug geeignete Gebäude mit ausgestatteten Klassenräumen gibt.

Großen Herausforderungen stehen auch die Eltern gegenüber: Sie müssen nicht nur die Kosten für die Schuluniform und das Unterrichtsmaterial selbst tragen. Für viele kommen noch zusätzliche Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung der Kinder hinzu. Denn gerade in den ländlichen Regionen mit oft schlecht ausgebildeten Lehrkräften sehen sich viele Familien gezwungen, ihre Kinder auf eine entfernt liegende Internatsschule (Boarding School) zu schicken. Nur so erhalten sie eine echte Chance auf eine gute Ausbildung. Dies gilt umso mehr, als gute Noten im Kenyan Certificate of Primary Education (KCPE), einer keniaweit standardisierten Prüfung am Ende der 8. Klasse, die Voraussetzung dafür bilden  , an einer weiterführenden Schule (Secondary School) aufgenommen zu werden.

Der Besuch dieser teils staatlichen, teils privat geführten Gesamtschulen ist kostenpflichtig. Daher haben große Teile der Bevölkerung keine Möglichkeit, diese Bildungseinrichtungen zu besuchen. Es sei denn, sie erhalten ein Stipendium, welches an begabte und bedürftige Kinder vergeben wird.

Seit 2014 ist die Siemens Stiftung in Kenia mit Schwerpunkt auf Nairobi und Umgebung aktiv. Die Ausbildung lokaler Pädagogen zu Multiplikatoren ist hier ein wesentlicher Bestandteil des Konzeptes von Experimento. In speziell entwickelten Fortbildungen werden deshalb Lehr- und Erziehungskräfte zu den didaktischen und methodischen Ansätzen von Experimento geschult.

Inzwischen besteht das Experimento-Team in Kenia aus drei im Land ansässigen Multiplikatoren, die ihr Wissen jedes Jahr an neue Schulen weitergeben und so für eine kontinuierliche Stärkung der naturwissenschaftlich-technischen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen beitragen. Unterstützt werden sie zudem von einer lokalen Projektleitung vor Ort, die ein umfangreiches Netzwerk mit Kontakten aus der kenianischen Bildungslandschaft pflegt und den Zugang etwa zu Ministerien herstellt.