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Experimento

Wissen weltweit entwickeln

Das internationale Bildungsprogramm Experimento wird derzeit in elf Ländern in Europa, Lateinamerika und Afrika eingesetzt.

Die Bildungsanforderungen sind in jedem Land unterschiedlich und von kulturellen Voraussetzungen stark geprägt. Deshalb sind in allen Ländern örtliche Kooperationspartner wie etwa Bildungsministerien und Universitäten eingebunden. Die Partnerschaften mit den lokalen Bildungspartnern helfen, die jeweils spezifischen Lehr- und Lernanforderungen der unterschiedlichen Länder zu erfüllen.

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Naturwissenschaft und Technik lebensnah vermitteln

Kinder in Chile erschließen sich mit Experimento neues Wissen.
Kinder in Chile erschließen sich mit Experimento neues Wissen.
© Siemens Stiftung

Bildung ist die Basis jeder Gesellschaft! Dieses Credo teilen auch in Chile Politiker, Unternehmer und renommierte Bildungsexperten. Dort hat das Bewusstsein über die strategische Bedeutung einer naturwissenschaftlich-technischen Bildung in den letzten Jahren stark zugenommen. Das Bildungssystem befindet sich entsprechend im Wandel: Eine intensivere Lehrerausbildung, mehr Stipendien für Lehramtsstudenten, bessere Lehrpläne, attraktivere Verdienstmöglichkeiten und vor allem - mehr Technik und Naturwissenschaft in der schulischen Bildung.

Die Siemens Stiftung fördert diesen Prozess und engagiert sich mit Experimento seit 2011 in drei chilenischen Regionen: In der Hauptstadt Santiago de Chile und seiner Metropolregion im Zentrum Chiles sowie in Antofagasta im Norden und Araucanía im Süden des Landes. Letztere gehören zu den struktur- und bildungsschwächsten Gebieten Chiles. Pilotiert wurden Experimento I 4+ und eine für die lokalen Bildungsbedarfe adaptierte Form von Experimento I 8+. Beide Module sind inzwischen erfolgreich etabliert und werden zunehmend eingesetzt.

Zur wirkungsorientierten Vermittlung des Experimento-Programms bauen wir auf ein starkes Netzwerk aus überzeugten Partnern: Das Zentrum für Bildungsinnovation der Fundación Chile (Centro de Innovación en Educación, CIE) unterstützt die Implementierung von Experimento in der Region Antofagasta im Norden Chiles und führt hier Lehrerfortbildungen durch. Im Fokus steht der öffentliche Schulbereich. Die Deutschen Schulen in Chile sind ebenfalls mit Lehrerschulungen ins Experimento-Programm integriert.

Eine strategische Zusammenarbeit besteht mit der Pontificia Universidad Católica de Chile (PUC), einer lateinamerikaweit und international anerkannten Universität. Sie verbessert die Lehrerausbildung durch die Verbindung von MINT-Fächern mit interdisziplinärer, an Experimenten orientierter Didaktik und will Experimento auch in der kontinuierlichen Weiterbildung von Lehrkräften einbinden.

Mit dem traditionellen Schulnetzwerk SIP – Sociedad de Instrucción Primaria, einem Netzwerk von 17 Schulen in Santiago de Chile und Umgebung, wurde Experimento I 4+ an vier Schulen pilotiert und wird inzwischen in 15 Schulen erfolgreich eingesetzt.

Perspektivisch soll in Chile Experimento I 4+, Experimento I 8+ und Experimento I 10 + in die gesamte Bildungskette integriert werden. Ziel ist es außerdem, die Zusammenarbeit in Form von Public-Private Partnerships (PPP) zu forcieren. In so genannten MINT-Regionen soll die Qualität der MINT-Bildungsangebote flächendeckend verbessert werden. Derzeit ist die Bildung zweier MINT-Regionen in Planung: In der Region Antofagasta im Norden und in der Region Araucanía im Süden Chiles.

Evaluation

Von Mai bis November 2013 untersuchte das Zentrum für Innovation im Erziehungswesen (CIE) der Stiftung „Fundación Chile“, ein Kooperationspartner der Siemens Stiftung in Chile, den Adaptions- und Integrationsprozess des Pilotprojekts „Ciencia Más“ (ursprünglich Experimento I 8+). Ca. 70 Lehrer an 10 Schulen der nordchilenischen Provinz Antofagasta wurden mittels qualitativer und quantitativer Methoden befragt und im Unterricht begleitet. Die Evaluierung erfolgte in zwei Intervallen: Die Ausgangssituation zu Beginn des Projekts (Anfangsdiagnose im Mai) wurde mit der Enddiagnose (im November desselben Schuljahres) verglichen. In beiden Instanzen wurden folgende Komponenten evaluiert: die Erwartungen der Lehrkräfte, Beobachtungen in der praktischen Umsetzung im Klassenzimmer, Prüfungen der Lehrplanabdeckung und Umfragen zur Ermittlung der Zufriedenheit der Lehrkräfte.

Die Lehrkräfte sind im Allgemeinen mit dem Programm zufrieden und sehen einen Wert und Nutzen in ihm. Sie sind der Meinung, dass es ihren Unterricht bereichert hat. Auffallend ist, dass in beinahe allen Aspekten des Unterrichts eine signifikante Verbesserung stattgefunden hat. Die Ergebnisse zeigen, dass in den Klassenzimmern häufiger Gruppenarbeiten ausgeführt werden, was auch als Fortschritt in der Entwicklung der Verhaltensfähigkeiten der Schüler interpretiert werden kann. Denn hier fällt eine grundsätzliche Entwicklung von Aktivitäten auf, die mit naturwissenschaftlicher Methodik zusammenhängen: sowohl in der Durchführung von Experimenten als auch in der Einbindung von damit verbundenen Konzepten, weiter in der Entwicklung der Metakognitionsfähigkeiten der Schüler sowie die Überprüfung des von ihnen Gelernten. Die Lehrkräfte sehen sogar eine Verbesserung der Denkfähigkeit der Schüler, dank des neuen pädagogischen Schwerpunkts. Aus den Ergebnissen leiten sich aber auch Hinweise für Änderungen ab, wie zum Beispiel: Materialanpassung an den chilenischen Unterricht sowie stärkere Differenzierungen nach Klassenstufen.

Von Mai bis November 2013 untersuchte das Zentrum für Innovation im Erziehungswesen (CIE) der Stiftung „Fundación Chile“, ein Kooperationspartner der Siemens Stiftung in Chile, den Adaptions- und Integrationsprozess des Pilotprojekts „Ciencia Más“ (ursprünglich Experimento I 8+). Ca. 70 Lehrer an 10 Schulen der nordchilenischen Provinz Antofagasta wurden mittels qualitativer und quantitativer Methoden befragt und im Unterricht begleitet. Die Evaluierung erfolgte in zwei Intervallen: Die Ausgangssituation zu Beginn des Projekts (Anfangsdiagnose im Mai) wurde mit der Enddiagnose (im November desselben Schuljahres) verglichen. In beiden Instanzen wurden folgende Komponenten evaluiert: die Erwartungen der Lehrkräfte, Beobachtungen in der praktischen Umsetzung im Klassenzimmer, Prüfungen der Lehrplanabdeckung und Umfragen zur Ermittlung der Zufriedenheit der Lehrkräfte.

Die Lehrkräfte sind im Allgemeinen mit dem Programm zufrieden und sehen einen Wert und Nutzen in ihm. Sie sind der Meinung, dass es ihren Unterricht bereichert hat. Auffallend ist, dass in beinahe allen Aspekten des Unterrichts eine signifikante Verbesserung stattgefunden hat. Die Ergebnisse zeigen, dass in den Klassenzimmern häufiger Gruppenarbeiten ausgeführt werden, was auch als Fortschritt in der Entwicklung der Verhaltensfähigkeiten der Schüler interpretiert werden kann. Denn hier fällt eine grundsätzliche Entwicklung von Aktivitäten auf, die mit naturwissenschaftlicher Methodik zusammenhängen: sowohl in der Durchführung von Experimenten als auch in der Einbindung von damit verbundenen Konzepten, weiter in der Entwicklung der Metakognitionsfähigkeiten der Schüler sowie die Überprüfung des von ihnen Gelernten. Die Lehrkräfte sehen sogar eine Verbesserung der Denkfähigkeit der Schüler, dank des neuen pädagogischen Schwerpunkts. Aus den Ergebnissen leiten sich aber auch Hinweise für Änderungen ab, wie zum Beispiel: Materialanpassung an den chilenischen Unterricht sowie stärkere Differenzierungen nach Klassenstufen.