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EXPERIMENTA SUR

Internationale Akademie für Darstellende Kunst

Ausgaben von EXPERIMENTA SUR

EXPERIMENTA SUR startete im Oktober 2013 in Bogotá, Kolumbien. Seitdem wurden drei temporäre Akademien mit Laboratorien, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, Workshops und Aufführungen durchgeführt.

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Dritte internationale Akademie für Darstellende Kunst vom 28. Mai –11. Juni 2014 in Bogotá

  • „Hate Radio“ von Milo Rau / IIPM lässt für EXPERIMENTA SUR III einen Radiosender aus Ruanda wieder live auf Sendung gehen – auf der Bühne stehen Überlebende des Genozids.
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  • "Hate Radio" hinterlässt die Frage, woher der Hass kommt, mit dem der Radiosender RTLM in Ruanda zum Völkermord anstachelte.
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  • In seinem neuen Stück „Los Incontados“ thematisiert das Mapa Teatro drei Gesichter der Gewalt in Kolumbien.
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  • In „Western Society“ zoomt die britisch-deutsche Performance-Gruppe Gob Squad mitten ins Herzstück der westlichen Welt.
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  • Der britische Kurator und Autor Adrian Heathfield leitet eine Werkstatt zum Schreiben über ephemere Ereignisse.
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Mit einer dreiwöchigen Sommerakademie öffnet die dritte Ausgabe von EXPERIMENTA SUR ein Arbeits- und Diskussionsfeld für experimentelle Formate der Kulturarbeit. In Werkstätten, Künstlerlaboratorien, Vorträgen, Diskussionsveranstaltungen und Live-Performances wurden Kunst und Kultur gleichermaßen als Motor und Ausdruck des gesellschaftlichen Wandels begriffen. Nachwuchskünstlern aus ganz Lateinamerika ermöglicht das Goethe-Institut im Rahmen einer Exzellenzinitiative die Teilnahme durch ein Stipendienprogramm.

Unter dem Stichwort „Expanded Dramaturgies“ standen interdisziplinäre Formen der Zusammenarbeit und die Suche nach neuen Präsentationskontexten zur Diskussion. Impulse kamen vom New Yorker Bildhauer und Poeten Kenneth Goldsmith, der den digitalen Wandel auch für den geschriebenen Text ernst nimmt, ebenso wie vom Dokumentartheatermacher Jens Dietrich, dem britischen Theoretiker und Kurator Adrian Heathfield, dem kanadischen Komponisten, Musiker, Autor, Kurator und Medienkünstler Éric Létourneau oder der kolumbianischen Philosophin Adriana Urrea.

Im Vorstellungsprogramm der Akademie waren wegweisende Aufführungen zu sehen, die sich mit dem Zustand von Gesellschaften auf drei verschiedenen Kontinenten auseinandersetzen. Milo Rau, Gob Squad oder das kolumbianische Mapa Teatro machen diese Zustände in ganz eigenen Formaten erfahrbar. Sie zeigten die Bilder im Kopf, auf denen eine Gesellschaft aufbaut, von denen sie geprägt ist oder sich manipulieren lässt, und warfen existenzielle Fragen nach der Menschlichkeit auf.

Zweite internationale Akademie für Darstellende Kunst vom 11.–15. Februar 2014 in Bogotá

Die zweite Programmwoche von EXPERIMENTA SUR widmete sich grundlegenden Themen der Kunst in der Gesellschaft. Unter der Leitung von Giulia Palladini arbeiteten Kuratoren und Künstler aus verschiedenen Sparten in einem Laboratorium in Bogotá an Fragen nach dem Wert von Performance. Die Kuratorin und Theaterwissenschaftlerin lehrt derzeit als Stipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Universität Erfurt. In einem ergänzenden Vortrags- und Diskussionsprogramm am Centro de Memoria, Paz y Reconciliación sprach der Philosoph Rüdiger Safranski über das Böse. Der Soziologe Laymert Garcia Dos Santos von der Universität Campinas in São Paulo widmete sich dem Verhältnis von Kultur und Technologie. Dos Santos, der auch an der Universität Paris 7 lehrt, realisierte Projekte mit den indigenen Völkern des Amazonasbeckens. Anhand seiner langjährigen Forschungen über die Yanomami-Indianer reflektierte er über transkulturelles Arbeiten und zeigte eindrucksvoll, wie in solchen Begegnungen etwas Gemeinsames generiert werden kann.