Mentoren begleiten die Teilnehmer und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
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Wo setzt das Entrepreneurship Training an?

Eigeninitiative und Unternehmergeist fördern – das ist das Ziel unserer Entrepreneurship Trainings. Beide Eigenschaften sind entscheidend für den Erfolg des eigenen Geschäfts, werden aber durch das formale Schulsystem Kenias mit seinen klassischen Bildungsinhalten nicht angemessen gefördert. Mit unseren Trainings- und Mentoring-Programmen setzen wir genau hier an. Unseren Teilnehmern vermitteln wir spezifisches Know-how und unterstützen sie auf ihrem Weg in die Selbständigkeit.

Unsere lokalen Kiosksysteme Safe Water Enterprises und WE!Hubs als Ausgangspunkt nutzend schulen wir zum einen die Mitarbeiter der Kioske selbst. Ziel ist eine langfristige finanzielle Eigenständigkeit der als Sozialunternehmen aufgebauten Kioske sowie ein geregeltes Einkommen für den lokalen Betreiber. Neben den Kioskmanagern werden aber auch lokale Kleinunternehmer und junge Menschen mit unternehmerischen Ambitionen geschult, um die sozialen Wirkung der Trainingsmaßnahmen zu erhöhen und die Projektinitiativen noch besser in die Dorfgemeinschaft zu integrieren.

Förderung auf zwei Ebenen

  • Praxisbezogene Trainings mit Universitätszertifikat

    In praxisbezogenen, vier- bis sechswöchigen Trainings erhalten die Teilnehmer grundlegende Kenntnisse zu Unternehmensführung, Kundenbindung, Buchhaltung und Finanzmanagement. Für die Kioskbetreiber steht auch technisches Wissen auf dem Programm. Die Ausbildung persönlicher Kompetenzen wie z.B. Kommunikations- oder Konfliktfähigkeit sind ebenso wichtiger Bestandteil der Trainings.
  • Mentoring- und Coaching-Programm

    Ein anschließendes sechsmonatiges Mentoring- und Coaching-Programm begleitet die Teilnehmer auf ihrem Weg zum erfolgreichen Kleinunternehmer. Die Jungunternehmer treffen sich regelmäßig in Kleingruppen, teilen ihre persönlichen Erfahrungen und erhalten Beratung bei der Erstellung ihrer Business Pläne. Gegebenenfalls werden Mikrokredite vermittelt. Zudem geben erfahrene Geschäftsleute ihr Wissen an ihre Mentees weiter und vermitteln wertvolle Kontakte.

Nach erfolgreichem Abschluss des gesamten Programms erhalten die Absolventen ein Abschlusszertifikat, auch unterschrieben durch die School of Business der Kenyatta University.

Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort

Die Siemens Stiftung arbeitet mit dem Center for Entrepreneurship and Enterprise Development (CEED) der  Kenyatta University und dem kenianischen Business Mentoring-Netzwerk The Youth Banner. Beide Organisationen sichern vor Ort die Qualität der Bildungsangebote.