Siemens Stiftung Entrepreneurship Training
Darauf kann man stolz sein: Am Ende des Trainings erhalten die Teilnehmer ein Universitätszertifikat..

Wie alles begann

Um Kleinunternehmertum in ländlichen und peri-urbanen Gegenden Kenias zu fördern, wurde gemeinsam mit der School of Business der Kenyatta University ein praxisorientiertes Trainings-Curriculum entwickelt und zertifizierte Trainer ausgebildet, die die Kleinunternehmer in den Gemeinden schulen. Mit der lokalen Jugendförderorganisation The Youth Banner arbeitet die Stiftung seit 2012 zusammen, um die Trainees in ein längerfristiges Coaching- und Mentoringprogramm einzubinden und sie auf ihrem Weg zum erfolgreichen Kleinunternehmer zu begleiten.

Was hat sich seit Beginn des Projektes getan?

Wichtig für den Erfolg der Trainings ist nicht nur die Vermittlung von grundlegendem betriebswirtschaftlichen Wissen, sondern auch die Förderung persönlicher Kompetenzen. Zudem hat sich die Kombination aus Training,  einem begleitendem Coaching- und Mentoring-Programm sowie Zugang zu Startkapital inzwischen gut bewährt. Das Programm stieß bereits in der Pilotphase rund um die Water Energy Hubs am Viktoriasee auf großes Interesse der lokalen Bevölkerung. Nachdem dort die personelle und organisatorische Infrastruktur im Januar 2013 geschaffen worden war, startete das Programm mit rund 30 Teilnehmern, denen wenig später bereits 130 weitere Trainees folgten. Inzwischen konnten nicht nur nach Branche gemischte Coaching- und Mentoring-Gruppen gegründet, sondern auch spezialisierte Gruppen für Absolventen der lokalen Polytechnik-Akademien, für bestimmte Branchen wie Transport oder Fischerei oder auch reine Frauengruppen angeboten werden.

Die Absolventenfeiern

Bisher wurden rund 1.300 Absolventen ausgebildet und für den erfolgreichen Abschluss ihres Trainings- und Mentorenprogramms geehrt. Bis 2017 kommen weitere 1.500 dazu. Die Absolventen, meist im Alter zwischen 18 und 35 Jahren, durchliefen während ihrer Ausbildung ein rund 4-wöchiges Training zu Entrepreneurship und Social skills und wurden anschließend rund sechs Monate in Kleingruppen durch Coaches und Mentoren persönlich beraten und unterstützt.   

Pläne für die Zukunft

Nach erfolgreicher Pilotphase wurden die Trainingsinhalte nun gemeinsam mit dem Center of Entrepreneurship und Enterprise Development an der School of Business der Kenyatta University inhaltlich weiterentwickelt. Zudem wird das Programm ausgeweitet und an weiteren Standorten rund um die Water Energy Hubs (WE!Hubs) und Safe Water Enterprises (SWEs) in Kenia angeboten. 

Stimmen von Teilnehmern:

Philister Okeyo, Besitzerin eines Ladens für Schulbücher und Haushaltswaren

„Das unternehmerische Wissen und die Fertigkeiten, die ich während dieser sechs Monate Training erlernt habe, sind für mich Gold wert. Ich weiß inzwischen nicht nur eine Menge über Buchhaltung und Finanzen, sondern auch wie ich einen Business-Plan schreibe. Und das wichtigste ist: Ich weiß mein Geschäft jetzt klug zu führen. Ich habe gelernt, meine Kunden einzuschätzen, was sie brauchen und voraussichtlich kaufen werden, um mein Warenangebot optimal darauf abzustimmen.”

Jeremiah Otieno, Händler für Fischinnereien

„Dieses Training hat mein Leben verändert: Früher hatte ich ein monatliches Einkommen von ca. 25 Euro im Durchschnitt. Heute verdiene ich rund 250 Euro im Monat und konnte mir sogar ein Motorrad leisten. Darauf bin ich sehr stolz!“

Michael Otieno Oguto, Seifenhersteller

„Was ich über Buchhaltung gelernt habe, hilft mir, immer einen Überblick über meine Finanzen zu haben und gleichzeitig sparen zu können. Ich bin froh, dass ich durch mein Unternehmen nun sicher für den Lebensunterhalt  meiner Familie sorgen und die Schulgebühren bezahlen kann.“

Charles Amwayi, Händler für Fischereiutensilien

„Das Wichtigste ist, einen durchdachten Businessplan zu haben. Buchhaltung ist das A und O, wenn das Geschäft erfolgreich laufen soll. Man muss schließlich wissen, was man ausgeben kann für seine Einkäufe. Mit meinem Angebot unterstütze ich die Fischer bei ihrer Arbeit. Ich bin froh, dass ich dadurch etwas für die Leute in meiner Gemeinde tun kann. Außerdem möchte ich mein Wissen weitergeben, damit auch andere davon profitieren können.“