Künstler nutzen die “blind spots”
Künstler nutzen die “blind spots” einer Stadt und rücken sie ins Bewußtsein der Bewohner.

Der Projektreihe liegt die Frage zugrunde, was eine Gesellschaft angesichts der ökologischen, ökonomischen und sozialen Wandlungen zusammenhält, und wie sich in urbanen Räumen Identität im Wortsinn einräumen lässt.

Der Grundriss des Projekts ist einfach: Der urbane Leerstand eröffnet Handlungsspielräume. Bespielt werden diese Räume von Künstlern aus dem eigenen Land und von Künstlern, die aus anderen Teilen Lateinamerikas und der Welt auf diese Stadt schauen. Sie nutzen diese Orte und bringen sie durch ihre Arbeit ins Gespräch. Ihre Arbeiten sind Setzungen, kollektive Suchbewegungen und kühne Vorstöße, die zu initiieren eine wichtige Aufgabe der Siemens Stiftung ist.

Gesellschaften brauchen Orte, an denen sich ihr Zusammenhalt manifestiert, an denen Ängste und Sehnsüchte zum Ausdruck kommen können. Die Siemens Stiftung initiiert kulturelle Projekte von internationalem Zuschnitt, wie dieses, weil sich durch Ortswechsel Perspektiven verändern lassen und davon neue Impulse in die Gesellschaft ausgehen können.

Das Projekt in Buenos Aires markiert zugleich den Beginn einer internationalen Serie, die durch die Entfaltung des künstlerischen Eigensinns in den Städten Gestaltungskräfte und Verantwortungsgefühl freisetzen möchte. Der zweite Teil der Reihe fand 2016 in Santiago de Chile statt. Die Fortsetzung wird in Bogotá stattfinden.