Wie alles begann

Aufbauend auf drei Pilotkiosken, die das Unternehmen OSRAM und der Global Nature Fund erfolgreich am Viktoriasee umgesetzt hatten, schloss sich 2011 ein Konsortium aus drei Organisationen zusammen, um – gefördert durch die Europäische Union und der Siemens Stiftung – das Projekt weiter zu entwickeln. Beschlossen wurde neben dem Ausbau der bestehenden drei Kioske auch der Neubau weiterer Solarkioske an fünf neuen Standorten – vier um den Viktoriasee, einen auf einer Teeplantage im Inneren des Landes. Die Siemens Stiftung verpflichtete sich neben ihrer Rolle als Förderer des Projektes, auch Aus- und Weiterbildungsprogramme um die WE!Hubs anzubieten.

Was hat sich seit Beginn des Projektes getan?

·         Erweiterung und neue Ausstattung der bestehenden Hubs

Die bereits bestehenden Hubs wurden um Computerräume erweitert und mit neuen, verbesserten Produkten ausgestattet. Außerdem wurde ein Barcode-System eingeführt, das es ermöglicht, die geleasten Produkte wie Batterien und Lampen zu kontrollieren, um sie regelmäßig wiederaufzuladen und damit vor vorzeitigem Verschleiß zu schützen. Das erste Internetcafé in Mbita konnte im September 2013 erfolgreich eröffnet werden.

·         Start des Entrepreneurship Trainings- und Mentoringprogramms 

Trainings zu Entrepreneurship, Business Management, sozialen Kompetenzen, Kundenservice und Finanzmanagement sowie zum Umgang mit Informations- und Kommunikationsmedien finden inzwischen regelmäßig statt. Ein anschließendes rund sechsmonatiges Mentoring- und Coachingprogramm begleitet die Trainees auf ihrem Weg zum erfolgreichen Kleinunternehmer. Inzwischen wurden allein in Mbita rund 200 Selbstständige und Jugendliche geschult. Um die Trainings noch stärker auf die Bedürfnisse der Mikro-Unternehmer zuzuschneiden, wurden ein Weiterbildungsprogramm speziell für Frauen sowie ein Programm für Young Professionals eingeführt, das sie dabei unterstützt, nicht nur als Selbstständige erfolgreich zu sein, sondern auch Jobmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung zu schaffen. Dabei wird auch das neue Internetcafé inzwischen rege zu Businesszwecken genutzt: zum Beispiel durch Zeit und Kosten sparende Online-Bestellungen oder die Akquirierung neuer Kundenkreise im Netz.

·         Eröffnung der neu gebauten WE!Hubs in Honge und Kericho

Am 10. März 2014 wurde feierlich der erste neu gebaute Water-Energy-Hub in Honge, einem Fischerdorf am Viktoriasee, eröffnet. Die lokale Bevölkerung feierte dieses Ereignis gemeinsam mit den Repräsentanten der beteiligten Organisationen, Light for Life, Global Nature Fund, OSRAM, Thames Electricals, Siemens Stiftung und der Europäischen Union. Zugang zu erneuerbarer Energie sowie zu sauberem Trinkwasser, zu Computer und Internet sowie die Möglichkeit, an Aus- und Weiterbildungsprogrammen teilzunehmen, bieten seither den Menschen in Honge neue Perspektiven. Im gleichen Monat konnte auch der WE!Hub an einer Teeplantage in Kericho in Betrieb genommen werden. Die WE!Hubs in Sori, Ragwe und Homa Bay starteten im Laufe des Jahres 2015.

·         Bisherige Zahlen und Fakten

An unseren acht WE!Hubs konnten bis jetzt schon über 335.296 Liter Trinkwasser an die Bevölkerung verkauft werden. Außerdem haben sich die Menschen über 104.217 Mal dazu entschieden ihre geleasten Batterien an den WE!Hubs aufzuladen, anstatt auf Biomasse wie Kerosin oder Diesel zurückzugreifen. Das freut nicht nur Kioskbetreiber und Verbraucher, sondern auch Umwelt und Natur.

 

Pläne für die Zukunft

Aktuell befinden wir uns in der Übergangsphase, es ist geplant die komplett ausgestatteten Solarstationen in die unternehmerische und finanzielle Selbstständigkeit zu entlassen.

Stimmen von Beteiligten:

„Ich arbeite für das WE!Hub-Projekt seit es vor vier Jahren gestartet wurde. Was ich am meisten daran schätze, sind der Schutz der Umwelt durch die Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Jobperspektiven für die lokale Bevölkerung.“

Stephen Agola, Regional Technical Manager, Light for Life

„Die WE!Hubs bieten den Fischern und ihren Familien neue Perspektiven – neben innovativen Produkten, die nicht nur die Umwelt, sondern auch ihre Gesundheit und ihren Geldbeutel schonen, erhalten sie Bildungsmöglichkeiten, die ihnen sonst in den abgelegenen Regionen verwehrt blieben.“

Mary Nduiga, Teamleiterin Light for Life   

„Durch das gemeinsam mit der School of Business der Kenyatta University aufgesetzte EntrepreneurshipTraining schaffen wir weitere Vorbilder, die durch ihre Erfolgsstory ganze Gemeinden motivieren und damit wirtschaftlich und sozial transformieren können.“

Wamuyu Mahinda, Gründerin und CEO des kenianischen Business Mentoring Netzwerks The Youth Banner