• Das „Colectivo Traficantes“
    Das „Colectivo Traficantes“ arbeitet im Kulturzentrum „Matadero“ mit Künstlern aus Madrid zusammen. Von 18. bis 21. Juli zeigen sie ein Programm mit künstlerischen Aktionen, Installationen und einer performativen Konferenz.
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Terreno Común I Common Ground bietet Künstlern aus Lateinamerika einen Arbeitsraum in Europa, in dem unterschiedliche Sichtweisen und Ansätze aufeinandertreffen und neue Ideen entstehen. Ausgehend von einem vielmaschigen Verständnis von Kultur, steht die Frage nach dem „common ground“ – einer gemeinsamen Basis – im Zentrum.

Künstlerische Forschung im transkulturellen Raum

Wenn das Besondere an der Kunst ist, dass sie uns entdecken lässt, was wir nicht wissen und nicht verstehen, braucht es dafür gerade im transkulturellen Raum Möglichkeiten der Interaktion. Denn sie bietet ein Experimentierfeld, in dem unterschiedliche Wahrnehmungsmuster, Diskurse und soziale Strukturen aufeinandertreffen und sich gemeinsam neues Wissen erschließen lässt. Auf Initiative der Siemens Stiftung entsteht deshalb in Zusammenarbeit mit Naves Matadero – Centro Internacional de Artes Vivas und Residencias | Centro de Apoyo a la Creación de Matadero Madrid ein professioneller „Makerspace“ für künstlerische Forschung und Entwicklung. Er umfasst Residenzen, urbane Interventionen, Interaktionen mit lokalen Künstlern und Szenen sowie die Präsentation von Projektideen und Werken.

Auftakt mit einem Rechercheprojekt des lateinamerikanischen „Colectivo Traficantes”

Den ersten professionellen „Makerspace“ gestaltet das „Colectivo Traficantes“, eine Gruppe von Künstlern aus Argentinien, Kolumbien, Kuba, Peru und Uruguay, die sich während Experimenta Sur 2016 in Bogotá gegründet hat. Das multi-disziplinäre Kollektiv entwickelt seine künstlerische Praxis auf der Basis von Kommunikationstools wie Skype, handschriftlichen Briefen oder dem Versenden von Objekten. Denn unzählige Dinge wandern täglich über den Erdball – in Form von Handelswaren, auf Computerbildschirmen oder im Gepäck von Migranten. Folgt man ihren Bewegungsverläufen, lässt sich viel über die Wandlungsfähigkeit von Gesellschaften erfahren. In einem Rechercheprojekt untersucht das Kollektiv diese komplexen Verflechtungen von persönlichen und politischen Realitäten, um Handel und Kommunikation neue Bedeutungen zu geben. Unter dem Titel „Correspondencia“ verknüpfen sie in einem work-in-progress unterschiedlichen Aktionen und Werke, mit denen sie affektive Netzwerke herstellen wollen. Das Pilotprojekt läuft vom 25. Juni bis 24. Juli 2017.

Colectivo Traficantes:

-       Mercedes Halfon (Argentina)

-       Laura Liz Gil Echenique (Cuba)

-       Adriana Bermúdez Fernández (Colombia)

-       Diego Alejandro Garzón (Colombia)

-       Jorge Tadeo Baldeón (Perú)

-       Leonor Courtoisie (Uruguay)

Öffentliche Präsentation:
18. bis 21. Juli 2017, Sala de Hormigón – Max Aub, Matadero Madrid

  • Für das Projekt „Correspondencia“ schreibt das Künstlerkollektiv Briefe an unbekannte Adressaten – Chroniken aus alltäglichen Beobachtungen, politischen Kommentaren und gesellschaftlichen Themen.
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