• Strassenmarkt Kangemi
    Bevor es TakaTaka Solutions gab, hatten viele Menschen in Kangemi von Mülltrennung und Recycling noch nichts gehört.
    © Siemens Stiftung
Arbeitsbereich:
Grundversorgung & Social Entrepreneurship
Land/Region:
Kenia
Damaris Mwende (28) und Elisabeth Aluoch (27)

Damaris Mwende und Elisabeth Aluoch arbeiten bei TakaTaka Solutions – seitdem hat sich ihr Leben und das ihrer Gemeinde geändert

„TakaTaka Solutions hat mein Leben verändert – jetzt habe ich ein Einkommen, kann meine Rechnungen zahlen und tue zudem etwas Gutes für meine Gemeinde“, sagt Damaris Mwende. Damaris arbeitete sieben Jahre lang in der Hotelindustrie. Dann verlor sie ihren Job, war sechs Monate arbeitslos und hatte kein Einkommen, um für sich und ihr Kind zu sorgen. Das kenianische Sozialunternehmen TakaTaka Solutions, das ein innovatives Abfallmanagementsystem entwickelt hat, gab ihr eine neue Perspektive – als Trainerin in Kangemi klärt sie ihre Gemeindemitglieder über die Bedeutung von Mülltrennung auf. „Am Anfang war es schwierig, die Menschen zu überzeugen. Man musste ihnen erst klar machen, dass es hier um sie geht, um ihre Gesundheit und ihre Umwelt.“

Doch mittlerweile wird TakaTaka Solutions von den Menschen in Kangemi gut angenommen. In den Trainings erfahren die Menschen von Damaris und ihren Kollegen, worauf man bei der Müllentsorgung achten muss: „Wir versuchen ihnen beizubringen, wie sie den Abfall trennen müssen. Es gibt eine Tonne für Biomüll, eine für wiederverwertbaren Müll und eine für Restmüll“, erklärt sie. Neben den Trainings organisiert Damaris auch Marketing Events und geht in Schulen, um dort Aufklärungsarbeit zu betreiben. Mit kleinen Experimenten, wie dem Pflanzen von Kresse, werden den Kindern der Umgang mit Müll und die Bedeutung der Natur näher gebracht. „Die Kinder hören darauf, was ihnen in der Schule gesagt wird und bringen dieses Wissen in ihre Familien.“

Damaris Kollegin Elisabeth Aluoch arbeitet  in der Kundenakquise von TakaTaka Solutions. Ihre Aufgabe ist es, neue Kunden zu gewinnen und die Menschen von der Notwendigkeit der Mülltrennung zu überzeugen. Dazu geht sie in Haushalte, Supermärkte, Schulen, Hotels und Geschäfte und erklärt den Menschen, worum es bei TakaTaka Solutions geht. Viele haben sich mit dem Thema Mülltrennung noch nie beschäftigt: „Bevor es TakaTaka Solutions gab, haben viele ihren Müll einfach auf die Straßen geschmissen oder am Fluss abgeladen“, erzählt Elisabeth.

Auch ihr Leben hat sich durch TakaTaka Solutions geändert. Elisabeth hatte zuvor nur einen Teilzeit-Job als Friseurin, der ihr und ihrer Tochter nur ein geringes Einkommen brachte. Durch die neue Arbeit hat sich aber nicht nur ihr Lebensstandard verbessert, auch ihr Ansehen in der Gemeinde ist gestiegen: „Die Beziehung zu der Gemeinde, in der ich lebe, ist viel besser geworden. Die Menschen sehen mich jetzt anders. Sie kommen mit ihren Problemen zu mir.“